September 2007
3D-Infotainment in Flash
Die Europastadt, ein multimediales Infotainment-Special zu Europa. Die Idee hierzu hatte das ZDF, das Projekt umgesetzt haben die Powerflasher. Dabei war Flash die erste Wahl, trotz – oder gerade wegen – rasanter 3D-Kamerafahrten.
Text: Carlo Blatz
Der europäische Staatenverbund wächst stetig. Seit dem 1. Januar besteht die Europäische Union mit Bulgarien und Rumänien aus 27 Mitgliedsstaaten und vereint rund 493 Millionen Menschen. Doch was bringt uns Europa? In welchen Lebensbereichen können wir vom Zusammenwachsen profitieren? Das ZDF liefert in seinem Infotainment-Special Europastadt viele Hintergrundinformationen zu Europa, verpackt in einer interaktiven Online-Applikation.
Der Besucher findet viele konkrete multimediale Antworten auf Fragen wie: "Sind Zahnbehandlungen in Polen wirklich billiger?", "Was muss ich beim Autokauf in Frankreich beachten?" und "Wie studiere ich in Spanien?". In der Europastadt werden Gesundheitssysteme verglichen, Arbeitsmärkte analysiert, Handelsbräuche vorgestellt, Reisetipps gegeben und vieles mehr. Ein Besuch in der interaktiven Stadt lohnt sich also. Nutzer können ganz gezielt einzelne Gebäude, wie ein Krankenhaus, einen Bahnhof oder eine Universität, aufsuchen und erfahren dort einiges über europäische Sitten und Gebräuche. In Bildern, Artikeln und Filmen wird ein praxisorientiertes Bild von Europa gezeichnet.
Bei der Umsetzung der "begehbaren" Stadt war Flash die erste Wahl, bietet es doch den Vorteil, weitestgehend browser- und plattformunabhängig zu sein – lediglich das Flash-Plug-in muss im Browser des Nutzers installiert sein.
Doch Flash und rasante Kamerafahrten in optimaler 3D-Qualität – geht das? Flash ist längst den Kinderschuhen entwachsen; doch sind schon unzählige Entwicklungskniffe notwendig, um den speziellen Herausforderungen dieses Projekts gerecht zu werden.
Der Reihe nach: Wichtig war zunächst, das etwas trockene und für viele Menschen suspekte Thema "Europa" in eine Verpackung zu stecken, die freundlich und heimisch wirkt. Der User soll sich in der Europastadt geborgen fühlen – und gleichzeitig Weltbürger sein. Emotion statt reine Wissensvermittlung stand somit im Vordergrund. Ein stringenter 3D-Look war vonnöten, um den User "beim Spaziergang" durch die Europastadt an die einzelnen Themen heranzuführen. Dazu wurde die Stadt komplett dreidimensional modelliert.


























