Februar 2009
Die Usability-Katastrophe
Und Nielsen hat doch recht!
Auch wenn Jakob Nielsen mit seiner Usability-Kritik vielen Designern zu harsch, rigide und vor allem emotionslos daherkommt, beweisen deutsche Websites Tag für Tag, dass der Schwede recht hat, wenn er postuliert: Usability first.
Text: Frank Puscher
Jakob Nielsen – ich kann es nicht mehr hören! Seit inzwischen fünfzehn Jahren wettert der kauzige Schwede gegen alles was schön, bunt und animiert im Netz daherkommt. Funktionalität ist alles, worum es ihm geht. Markenbildung, Emotionalisierung und innovative Kommunikationskonzepte scheinen ihm fremd. Nicht wenige Designer lehnen seine provokanten Thesen wie "Users hate coming across a PDF file while browsing!" rundweg ab.
Wer allerdings seinen eigenen Onlinealltag zum Maßstab nimmt und das Suchen nach Hyperlinks nicht als Gott gegeben hinnehmen möchte, der wünscht sich manchmal einen kleinen Jakob Nielsen – sagen wir in Schlumpfgröße – auf das Grafiktablett jedes wild gewordenen Webdesigners. Und bei jeder groben Regelübertretung funkt ein kleiner Stromschlag durch den digitalen Zeichenstift. Autsch! Allein am Tag der Entstehung dieses kleinen Artikels sind dem Autor dieser Zeilen folgende gravierende Fehler auf diversen Sites begegnet:
- Unsichtbare Hyperlinks
- Homepage komplett aus einer Grafik gebaut
- Formularfelder, die sich bei einem Fehler wieder leeren (nein, nicht das Passwortfeld)
- Falsch vordefinierte Formularwerte ("mm" für Monat, "08" aber war ungültig, es hätte "8" heißen müssen)
- Fillialsuche ohne Fehler- oder PLZ-Toleranz
Aus Gutmütigkeit wird hier auf weitere Punkte verzichtet.
Höchste Zeit, Deutschlands Webdesigner auf ein besseres 2009 einzuschwören und die schlimmsten Designfehler des letzten Jahres anzuprangern. Wir suchen den ultimativen Beweis dafür, dass Nielsens Liste der zehn schlimmsten Webdesignfehler für deutsche Sites unumstößlich gilt.
Suchen Sie mit! Die schönsten Design-Bloops werden veröffentlicht. Einfach bis zum 9. März 2009 unten einen Kommentar mit dem entsprechenden Link einstellen. Damit wir Kontakt mit den Siegern aufnehmen können, bitte auch die E-Mailadresse angeben (Vorsichtige schreiben einfach "at" statt "@")! Unter den Teilnehmern verlosen wir je ein Abo vom PHP Magazin, vom Java Magazin und vom RailsWay Magazin – lebenslänglich (zumindest so lange die Magazine existieren)!!!
P.S.: Wer sich en détail über die Fehler informieren will, klicke bitte hier:
- Ganz schlechte Suche
- PDF-Dateien sind keine Onlinedokumente
- Die böse Farbe Lila
- <Fett> is beautiful
- Texte, die nicht mitwachsen
- "Hier muss noch der Seitentitel eingetragen werden"
- Der Tunnelblick
- Konventionelles Gestalten gewünscht
- Mal eben den Aschenbecher im PopUp ausleeren
- Noch Fragen?
Zudem sind die Screenshots etwas sehr klein und fast nicht entzifferbar. Könnte der Autor diese noch etwas größer hochladen? #zitieren
Jetzt aber genug gemotzt =)
Wann ist Teilnahmeschluss? Und bekommt ich die Abos auch ins Ausland geliefert? #zitieren
Völlig ohne Toleranz. #zitieren
Ein Gewinner steht bereits fest. Alle anderen Teilnehmer, die einen Link, aber keine E-Mailadresse hinterlassen haben, können uns diese noch bis zum 18.03.2009 nachreichen, um einen Gewinn zu erhalten. #zitieren
Die Felder der Kommentarbox (weiß auf hellstem Grau - auch da bekomme ich Probleme hier auf dem Notebook. "Und ab" erkenne ich auch gerade jetzt erst als "Button" - habe vorhin aus Not einfach Enter in einem Textfeld gedrückt.
Erstaunlich, dass Ihr auf solchen Seiten Gastautoren wie Nils Pooker gewinnen könnt.
PS: Normal, dass das Captcha immer erst beim 2. mal funktioniert? Und - nein, ich habe keine Matheschwäche.
PS2: Und weg ist es, das Submitbildchen.. ?! #zitieren
































