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April 2008

Das Ende des Web, wie wir es kennen


Fortsetzung, Teil 2

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/1653)

Das heutige Web: eine Bestandsaufnahme

• Das neue Modell des Web 2.0 und seine Kernbestandteile, die Design- und Architekturmuster, erlauben es Firmen und Einzelpersonen, das Web als Plattform zu nutzen. Neue Geschäftsmodelle, neue Interaktionsmuster und vor allem Chancen für disruptive Innovationen sind die Folge.

• Das Web 2.0 lässt sich nicht als ein statisches Gebilde begreifen. Will man das Web 2.0 besser verstehen, betrachtet man am besten seine spezifischen Design- und Architekturmuster. Diese finden sich bei einer Gruppe neuer Websites, Portalen und webbasierter Anwendungen, die gemeinhin als Verkörperung von Web 2.0 gelten. Aspekte wie User participation, Collaboration, Community, Co-Creation, Vernetzung, Vertrauen und Offenheit bilden die Basis für viele dieser Muster.

• Web 2.0-Ideen können zum Nutzen für alle beitragen, indem Innovationen in Unternehmen vorangetrieben werden, die Arbeitsweise von Teams verbessert wird und Ideen und Talente aller Mitarbeiter und Bestandteile angezapft werden. Mit der wachsenden Kompetenz im Web 2.0-Bereich ergeben sich Chancen für Regierungen, Unternehmen und normale Benutzer, Informationen zu erstellen, wiederzuverwenden und zu verbreiten.

• Partner und Kunden möchten mit dem Web 2.0 durch Communities, Collaboration, Co-Creation und Vernetzung Werte erzeugen; Unternehmen wiederum versuchen, die Art und Weise zu verbessern, wie sie arbeiten, Neuerungen einführen und mit Kunden, Partnern und Mitarbeiter umgehen.

Um den Niedergang des uns bislang bekannten Webs besser zu verstehen, und auch, um einen Blick nach vorn, auf die Probleme, denen wir im heutigen Web 2.0 gegenüberstehen, zu werfen, ist es zweckmäßig, erst einen Schritt zurückzugehen und sich noch einmal die Entwicklung des Webs zu vergegenwärtigen.

Das alte Web

Das Internet basierte in der ersten Generation größtenteils auf dem Client-Server-Modell, d.h. einem Zweischichtenmodell, in dem Clients Interaktionen mit den Servern initiieren, um Ressourcen zu verwalten oder zu erhalten. Viele Organisationen verlagerten einfach bestimmte Teile der Informationen an Server, sodass man auf sie durch einen Client über die Methode httpRequest() zugreifen konnte. Die Request-Response-Interaktionsmuster endeten, nachdem die anfängliche Anforderung fertig gestellt war. Den Rest des Prozesses mussten die Benutzer als Empfänger der Informationen oftmals auf anderem Wege vervollständigen. Vergleichen lässt sich dies mit einem Benutzer, der einen Reiseprospekt von einem Online-Reisebüro erhält, den eigentlichen Buchungsvorgang für seinen Urlaub aber noch in ganz herkömmlicher Manier per Telefon abwickeln muss.

Für das Web hat sich ein neues Modell herausgebildet, das viele Web 2.0-Muster erst ermöglicht hat. Dieses in Abbildung 2 (siehe Teil 3) dargestellte Modell spiegelt das Web 2.0 als eine Plattform wider, auf der sich Ressourcen und Benutzer für die gesamte Dauer eines Arbeitsprozesses zusammenbringen lassen. Umgesetzt wird dies in ganz verschiedenen Kontexten: Etwa wenn ein Unternehmen Firmeninformationen für seine Kunden freigibt. Eine andere Möglichkeit ist die Umsetzung des Modells in Form eines Datenaustauschs mittels einer Peer-to-Peer (P2P)-Anwendung.

 

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