April 2008
Das Web.3D im Wandel der Zeit
The End of the Web as we know it
Im letzten Jahr wurde die internetbasierte Web.3D-Plattform Second Life hochgejubelt und anschließend als Spielerei ohne Mehrwerte durch den Kakao gezogen. Die Wogen haben sich geglättet und es wird anerkannt, dass Web.3D-Plattformen mit benutzergenerierten Inhalten und ohne Spieleregelwerk keine Spiele im klassischen Sinne sind. Richtige "Killerapplikationen" gibt es zwar noch nicht, es zeichnen sich jedoch Tendenzen ab, die ernstzunehmende Anwendungen in den Bereichen E-Learning und Realtime-Kollaboration erwarten lassen. Dieser Beitrag betrachtet die entscheidenden Faktoren und Beobachtungsfelder für die Zukunft des Web.3D, jenseits vom Hype und Antihype der Presse.
Text: Andreas Mertens
Das älteste Weisheitsbuch Chinas, das "I GING" (das Buch der Wandlungen), lehrt uns, dass alles in Bewegung und in Veränderung ist. Ständig, jetzt und hier. Und wieder jetzt, exakt in diesem Moment, beim Lesen dieses Satzes, haben Millionen von Menschen Ideen und Gedanken und verändern unsere Welt durch ihre Handlungen, die genau diesen Gedanken entspringen. Heraklit drückte dies mit seinem berühmten Satz aus: "Du kannst nicht zweimal in den selben Fluss steigen."
Wir können deshalb davon ausgehen, dass sich das Web.3D von heute in naher Zukunft anders darstellen wird.
Im September 2007 äußerte sich Fabien Röhlinger, CEO von StageSpace, in einem Interview in Bezug auf den Immobilienmarkt im Web.3D wie folgt: "… Immobilien werden erst kommen, wenn es möglich wird, sehr einfach und schnell die Inhalte zu erzeugen; so etwas wie eine 3D-Fotografie eines bestehenden Gebäudes …" (SLTalk Business-Magazin für Second Life, Heft 01, Seite 7, ISSN 1865-2905)
Gebraucht würde eine Art 3D-Kamera, um reale Immobilien digital abzubilden. Die 3D-Daten würde man dann einfach auf eine Web.3D-Plattform wie Second Life oder StageSpace hochladen. Eine solche Kamera stand in weiter Ferne und klang mehr nach Sciene Fiction als nach Realität.
Wenige Monate später stellt sich die Situation anders dar. Ein knapp hundert Jahre altes Anwendungsgebiet der Mathematik, die Photogrammetrie (siehe auch: Analytische Photogrammetrie), trägt dazu einiges bei. Mit der Photogrammetrie ist man in der Lage, aus mehreren Fotografien eines Objekts dreidimensionale Daten für Lage und Form zu berechnen. Hinzu kommt das Geo-Coding oder Geo-Tagging von Digitalfotos (beispielhaft umgesetzt bei Sony). Bei diesem Verfahren werden GPS-Positionsdaten in den Datensatz eines Digitalfotos gespeichert.
Bisher fand das Fachgebiet hauptsächlich Anwendung in der Landesvermessung. In Verbindung mit virtuellen Welten erschließen sich hier neue Anwendungsgebiete, wie z.B. das Offerieren von Immobilien im Web.3D. Chinesische Touristen könnten künftig im Web.3D eine europäische Kulturstätte zunächst virtuell besuchen, bevor sie die reale Reise antreten.
Unsere Welt verändert sich schnell. Väter, die sich in den 80ern ihre Nasen an Schaufensterscheiben platt gedrückt haben, um die erste Computermaus von Apple zu bewundern, haben heute Kinder, die Laptops mit einem Touchpad bedienen. Die einst gefeierte Innovation der Computermaus ist längst veraltet?

- Best of GGGGfunden
- Casual Friday - Super Bowl, Superman und Beyonce
- Facebook stellt 60 neue Timeline-Apps vor
- Path entschuldigt sich für Datenklau und löscht heimlich gesammelte User-Infos
- Facebook-User mobilisieren sich gegen rechte Wählergruppe
- E-Mail-Beleidigung bringt Startup wieder ins Gespräch
- Soziale Netzwerke in Deutschland: Nutzerübersicht [Infografik]
- Erfolgreiches Job Recruiting via Facebook [Infografik]
- Besserer Kundenservice durch Social Media? [Infografik]
- Picozu: Photoshop-Klon im Browser-Fenster mit JavaScript, HTML5 und CSS3
- GIF me some mo'
- Liest Google meine E-Mails?
- Apple Newsstand - zu prüde für Penis-Cover
- Selection - Straßenatlas durch die deutsche Agenturlandschaft
- Safer Internet Day - Jugendliche besonders gefährdet
- Sind online Zahlungen sicher? [Infografik]
- Erfolgreich bloggen - Teil 2: Wordpress installieren
- Makaber: Steve Jobs macht Werbung für Android
- Twitter: 10.000 Tweets pro Sekunde beim Super Bowl
- Best of GGGGfunden
- Casual Friday - Siri, Big Bang und eine Welt ohne Strom
- Nach Twitter jetzt auch Blogger mit Zensur - internationale Blogging-Community adieu?
- Leiche auf Google Maps gefunden
- Facebook: Verbot für österreichische TV-Sender
- Battle of the Startup Bands - Gründer rocken die Hauptstadt
- Google, Twitter, Facebook, LinkedIn - Deine virtuellen Freunde [Infografik]
- Facebook-Börsengang: Zuckerberg legt Fakten auf den Tisch
- Twitter will Tweets länderspezifisch zensieren
- HTML5 vs Adobe Flash [Infografik]
- Facebook-Börsengang: erstmal tief stapeln

































