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September 2009

Flash on the Beach 2009

Ausgebucht in Zeiten der Rezession

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/2590)

Wieder einmal war in Brighton alles ein wenig anders als erwartet. Von wegen englisches Regenwetter, bei strahlendem Sonnenschein fand die diesjährige Flash on the Beach statt, ausgebucht bis auf das letzte Ticket. Zum ersten Mal wurden sogar die Balkonreihen im Dom für die Besucher geöffnet. Und Veranstalter John Davey führte mit "3 minute wonders"-Session ein neues Format ein.

Text: Frank Reitberger

(ENGLISH VERSION CLICK HERE)

Die Konferenz, der Montagmorgen begann musikalisch, drei Mariachis stimmten die Teilnehmer mit ihren Klampfen auf die bevorstehende Konferenz ein. Die anschließende Keynote von Adobe mit Mark Anders und Richard Galvan war, wie so oft, gespickt mit ein paar herausragenden Flash-10-Coding-Beispielen aus der Community, die die Leistungsfähigkeit des Flash Player 10 unterstrichen. Darüber hinaus gab es eine kleine Sneak-Preview auf Flash Professional CS5 (Codename "Viper"). Ein bedeutendes Feature gibt es im Workflow zwischen Flash IDE und Flash Builder zu vermelden. Benutzer der Flash IDE können künftig Flash-Builder-Projekte direkt über den Exportdialog der Flash IDE anlegen. Umgekehrt geht es für Benutzer des Flash-Builders genauso bequem.

Im Anschluss sprach Keith Peters über Aufbau, Struktur und Architektur von Games. Hierbei zeigte er mögliche Einsatzgebiete von Design-Patterns und erklärte, warum in Flash für Spiele typische Modelle wie der "Game Loop" nicht greifen. Letztlich zeigte Keith ein eigens entwickeltes Framework für Spiele namens "Asobu", an dem er gerade arbeitet. Wer selbst schon ein paar Spiele in Flash entwickelt hat, wird nicht unbedingt mit allen Meinungen und Ansätzen von Keith übereinstimmen. Alles in allem war es aber eine recht informative Stunde, die man ruhig mal mitnehmen kann, um seinen Horizont zu erweitern.

Irgendwie ist dieses Thema seit Einführung des Flash Player 10 an mir vorbeigegangen. Das Ganze klang vorab vielversprechend und roch vor Veröffentlichung von Flash CS4 förmlich nach einem neuen Hype. Bis dato hatte ich aber eher wenige Beispiele und Konzepte gesehen, die dieses Feature wirklich aktiv nutzten. Umso interessierter besuchte ich den Vortrag. Um es kurz zu machen, Rich Shupe zeigte zwar eine Menge unterhaltsame Beispiele, was ich mir aber zu hören erhofft hatte, blieb aus. Inverse Kinematics ist ein Kind der Flash IDE und somit für den reinen Scripting-Gebrauch sehr unhandlich bis nicht verwendbar. Bones lassen sich beispielsweise leider nicht "on the fly" per Script setzen, sondern nur per Hand innerhalb von Flash CS4 – in meinen Augen ist das äußerst unhandlich und erklärt für mich auch den bisher spärlichen Einsatz dieses eigentlich interessanten Features.

Tag 1 – Der Tag von Joel Gethin Lewis

In einer abendlichen "Inspired Session" zeigte Joel Gethin Lewis wirklich beeindruckende Projekte aus seiner Zeit bei den United Visual Artists. Herausragend: Ein interaktives Lichtkonzept als Teil der Bühnenshow für Massive Attack, sowie die Planung und Durchführung der „Regent Street Christmas Lights“, ein weihnachtliches Straßenbeleuchtungskonzept, das ebenfalls interaktiv auf vorbeikommende Menschen reagierte. Weitere in "openFrameworks" entwickelte Projekte, z.B. "Lights on", eine audiovisuelle Performance, entwickelt für die Eröffnung des Ars Electronica Museums in Linz (Video), machten diesen Vortrag zu einem wirklichen Highlight. Und ich bin mir ziemlich sicher, nicht nur ich habe mir danach notiert, zukünftig mehr Augenmerk auf "openFrameworks" zu legen.

 

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