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November 2007

Flash on the beach 2007

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/1355)

Flash on the beach 2007: Eine kalte, aber lehrreiche Angelegenheit.

Text: Frank Reitberger

Brighton im November klingt eigentlich nicht wie der verlockendste Ort, um im Herbst ein paar vielversprechende Tage zu verbringen – aber diesem Irrtum stellt sich ein Ereignis entgegen: "Flash on the beach 2007" (FOTB). Nicht nur, dass das Wetter über den gesamten Zeitraum der diesjährigen Konferenz ohne typisch englischen Regen aus- und fast schon sommerlich daherkam, sondern auch, weil sich das 3-Tage-Programm der Veranstaltung und die einzelnen Vorträge eigentlich nur in Superlativen beschreiben lassen.

Watson, übernehmen Sie
Vorweg ein kleiner Tipp: Die Anreise nach Brighton über London Heathrow kann man getrost einen kostspieligen Umweg nennen. Das will, zumindest für den Autor dieser Zeilen, im kommenden Jahr weiser geplant sein. Den Umweg extrem schnell vergessen macht jedoch die Konferenz gleich die erste FOTB-Session. Zur Keynote haben sich die Jungs von Adobe als "Sherlock Holmes" eingekleidet und auf die Spurensuche nach den kommenden Features von Flash CS4 gemacht. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit pfiffen dennoch die Spatzen so einiges vom Dach:
  • Flash CS4 soll eine völlig neue Art und Weise bieten, in Flash zu animieren und mit Animationen (Tweenings) umzugehen
  • Es soll mehr 3D-artige Animationsfreiräume geben (so wie es aussieht built-in)
  • Das Debugging soll besser sein und die Suche nach Performance-Lecks im Skript komfortabler
  • Passend dazu gibt es einen performanteren Flashplayer (Codename: Astro)

Der erste Tag: Definitiv der Tag des Joshua Davis
Der Tag begann mit prickelnden Vorträgen über den Gebrauch von Partikelsystemen im Einsatz bei Spielen und Websites. Dann kam frischer Wind dank anwendungsorientierter Entwicklung mit Adobe Air von Mike Chambers sowie Keith Peters und seiner Vision von rentenfinanzierenden Flash-Games. Das hätte eigentlich schon gereicht, um dem Ganzen die Note "Sehr gut" zu geben. Ja, wäre da eben nicht noch der Vortrag von Joshua Davis gewesen.

Was dabei heraus kommt, wenn man 200 Prozent Energie darauf verwendet, mithilfe von in ActionScript geschriebenen Algorithmen Kunst zu schaffen, kann man anhand der Werke von Davis u.a. in "The Hague" in Amsterdam bewundern. Nicht nur, dass Davis zu Beginn mit seinem Mikrophon über die Bühne hüpfte wie Eminem auf RedBull. Wer wollte, den nahm dieser Vortrag mit weit über die Grenzen des typischen Gebrauchs von Flash hinaus. Alles Gezeigte sollte man sich auf jeden Fall über den o.g. Link ansehen.

3D auf Knopfdruck? Sternstunde der Papervision3D-Komponente.
John Grden, einer der drei Köpfe des Entwickler-Teams der Papervision3D-Engine, hat in seinem Vortrag eine Komponente vorgestellt, die es wirklich in sich haben wird: die Papervision3D-Komponente. Ermöglicht diese doch das einfache Arbeiten mit Flash und 3D. Mit der Komponente lasen sich 3D-Objekte innerhalb von Flash nicht nur schnell Positionieren, Skalieren und Drehen (selbstverständlich mit Live-Preview), sie öffnet auch noch ein Tor, um eine 3D-Szene schnell anzuordnen und vorab zu testen. So kann man problemlos sehen, ob die Gesamtkomposition auch wirklich funktioniert. Und auf die Frage wann die Papervision3D-Engine auch Bones-Animationen versteht, antworte Grden schnell und knapp: Wirklich bald!

Casino-Nacht
Am Abend lockte eine Casino-Party. Aufgrund stundenlanger Wartezeit in einer Endlos-Menschenschlange vor dem Casino, sah es im Casino eher mau mit Besuchern aus. Verbuchen wir dies mal als einen der wenigen Ausrutscher der Konferenz.

 

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