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September 2008

InDesign CS4

Schneller, umfangreicher, einfacher

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/1943)

InDesign-Freak Haeme Ulrich befasst sich als Betatester schon länger mit der neuen Version und berichtet anhand einer englischen Betaversion von seinen Erfahrungen.

Text: Haeme Ulrich

Aktualisierte Software muss nicht nur mehr können, sie sollte auch einfacher sein in der Bedienung. Adobe hat den Trend der Vereinfachung und Vereinheitlichung mit der Creative Suite 3 begonnen und setzt ihn jetzt mit der Creative Suite 4 konsequent fort. Am meisten sticht die die Flash-Fähigkeit von InDesign hervor: Layouts können entweder als Flash-Datei direkt fürs Web oder im XFL-Format für die Weiterverarbeitung in Flash CS4 exportiert werden.

SWF-Export und Flash-Integration

InDesign unterstützt dabei mit neuen Funktionen den Trend, Magazine und Zeitungen im Internet in Form von ePaper anzubieten, die im Browser durchgeblättert werden können. Mit dem integriertem .swf (Flash)-Export lassen sich herkömmliche, auch mehrseitige Printlayouts per Mausklick als Flash-Datei exportieren. Vor dem Export reichert man das Layout in InDesign mit einer Navigation und ansprechenden Seitenübergängen an. Für die Navigation gibt es das überarbeitete Button-Bedienfeld; die mit CS4 eingeführten zahlreichen Seitenübergänge weist man am schnellsten über das Menü des Seitenbedienfelds zu. Zu den Seitenübergängen gehört auch die Simulation eines realistischen Umblätterns in einem mehrseitigen Dokument.

Wer mehr will, exportiert das InDesign-Layout im XFL-Format. Dieses Transferformat kann dann in Adobe Flash CS4 geöffnet und editiert werden. XFL wird so zur Schnittstelle zwischen Printdesigner und Flash-Programmierer.

Generelles zum CS4 Facelifting: Einfacher, einheitlicher

Creative-Suite-Programme besitzen in der neuen Version am oberen Bildschirmrand die "Application Bar" mit der direkten Sprungmöglichkeit nach Adobe Bridge. Dort findet man ebenfalls das Suchfeld für die neue Adobe-Hilfe "Community Help". Diese Hilfe verweist auf die von Produktspezialisten moderierte Internethilfe, wo man Kommentare hinterlassen kann und demnächst wohl ein hoffentlich gewinnbringender Wissenspool entsteht.

Die verschiedenen Arbeitsbereiche (Oberflächen) kann man über ein Pull-down-Menü dieser "Application Bar" laden und zurücksetzen. Ebenfalls möglich: Ansichtsoptionen, wie die verschiedenen Bildschirmmodi und Anordnungsmöglichkeiten der offenen Fenster.

Speziell für den Mac bieten die Creative-Suite-4-Programme die Option, die Applikation in einem "Application Frame" laufen zu lassen – das ganze Programm mit allen offenen Dokumenten befindet sich so innerhalb eines Fensters. Unter Windows hat sich diesbezüglich nichts geändert, weil dieses Ein-Fenster-Prinzip von Microsoft schon immer so vorgegeben war.

Offene Fenster – mehrere Ansichten eines Dokuments oder mehrere Dokumente – können jetzt wie bei Webbrowsern als Tabs dargestellt werden. Die Anordnung dieser Tabs definiert man, wie oben beschrieben, über den Knopf in der "Application Bar".

Über "File > Share my Screen" ruft man "Adobe ConnectNow" auf. Dieser kostenlose Dienst erlaubt, den eigenen Bildschirm für zwei andere Personen über das Web freizugeben. Genial, um seinen Kunden Designs zu präsentieren oder auch mal eben einem Kol-legen Support leisten zu können. Um an ConnectNow teilnehmen zu können, brauchen Teilnehmer nur einen Webbrowser und das sich selbst installierende "Acrobat Connect Add-In". Initiatoren müssen über die kostenlose Adobe ID verfügen.

Schnelles Bewegen mit der Navigator-Hand

An InDesigns Oberfläche ist neben den CS4-Neuerungen vor allem die Navigatorfunktion auf dem Handwerkzeug zu erwähnen. Wählt man das Handwerkzeug zum Schieben des sichtbaren Ausschnitts (oder drückt das Kürzel dazu) und hält die Maustaste gedrückt, verkleinert sich die Ansicht der Seite, und es erscheint ein rotes Rechteck, das den Ausschnitt anzeigt, den man vorher gesehen hat. Dieses rote Rechteck kann jetzt durchs gesamte Dokument geschoben werden, um an eine andere Stelle zu navigieren. Lässt man die Maustaste los, wird an neuer Stelle wieder eingezoomt. Trick: Das Navigator-Rechteck kann über die Pfeiltasten in der Größe angepasst werden. Das Bedienfeld "Navigator" wurde durch die neue Funktion überflüssig und ist in CS4 nicht mehr drin.

Zwar sind pro InDesign-Dokument auch mit CS4 keine unterschiedlichen Seitengrößen möglich, allerdings kann man Seiten jetzt zur reinen Ansicht drehen. Dies funktioniert am schnellsten über die rechte Maustaste und Klick auf die entsprechende Seite im Seitenbe-dienfeld. InDesign speichert die Rotation der Seite, gedruckt wird ohne Drehung.

 

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