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April 2010

InDesign CS5

Best Release Ever?

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/2990)

Nimmt man eine Zeitung in die Hand, einen Katalog oder ein Nachrichtenmagazin, ist die Chance groß, dass es mit Adobe InDesign gestaltet wurde. InDesign hat sich als integraler Bestandteil der Creative Suite in den letzten zehn Jahren berechtigterweise eine führende Marktposition erobert, es ist sowohl in den Bereichen Typographie als auch Flexibilität bei der Ausgabe ohne Konkurrenz.

Text: Thorsten Wulff

Grafikdesigner und Gestalter greifen weltweit auf InDesign zurück, wenn es darum geht, Printprodukte zu gestalten sowie um diese Inhalte in andere Medienformen umzuwandeln. Hierbei geht es in erster Linie um den Export in Adobes Flash-Format, als geschlossene, in ein HTML-Dokument eingebettete SWF-Datei, oder auch als FLA-File zur Weiterverarbeitung durch einen Programmierer in Flash Professional.

Die Druckindustrie war seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehrfachen Umwälzungen ausgesetzt, der Weg führte vom Bleisatz über den Fotosatz zur von Adobe ausgelösten PostScript-Revolution, wodurch statt mit teuren und komplexen Spezialwerkzeugen von Herstellern wie Linotype oder Berthold, plötzlich Typografie für den Rest von uns möglich wurde – mit einem Macintosh und einem Laserwriter auf dem Schreibtisch. Doch die Printindustrie steht vor einer erneuten Revolution. Als InDesign 1999 erschien, war das World Wide Web gerade den Kinderschuhen entwachsen und der Hauptkonkurrent für das unter dem Decknamen K2 entwickelte neue Designprogramm war Quark Xpress. Inzwischen ist das Web zu einer Nachrichten- und Unterhaltungsquelle ersten Ranges geworden und das iPad sowie verwandte Tablet-Computer und E-Book-Reader werden grundsätzlich verändern, wie Leser mit ihren Büchern und Zeitschriften umgehen. Designer werden gestalterischen Antworten auf die Transformation des Mediums Print hinein in den digitalen Raum finden müssen. InDesign CS5 ist die perfekte Schnittstelle für diese neue Form des Cross Media Designs.

Neuigkeiten im Überblick

Unterschiedliche Seitengrößen in einem Dokument
War die Seitengröße eines InDesign-Dokuments bisher auf ein Format festgelegt, kann der Benutzer jetzt mit dem Pages Panel unterschiedliche Seitenformate anlegen. So lassen sich z. B. die verschiedenen Dokumente einer Kampagne mit Anzeigen, Briefbogen und Visitenkarten in einem Dokument zusammenfassen. Beim PDF-Export werden die unterschiedlichen Seitengrößen entsprechend berücksichtigt.

Verbesserte Ebenenpalette
Die Ebenenpalette in InDesign CS5 wurde der von Adobe Illustrator angepasst. Jede Dokumentebene besitzt jetzt ein Schließdreieck, um die einzelnen Elemente einer Ebene und deren Abfolge anzuzeigen. Außerdem werden neuen Elementen automatisch generierte Bezeichnungen angefügt, was die Orientierung erleichtert. Einzelne Objekte lassen sich durch Bewegen des Namens innerhalb einer Ebene oder auch zwischen Gruppen verschieben. Wie in Illustrator ist es jetzt, im Gegensatz zu früheren Versionen, nicht mehr möglich, gesperrte Objekte zu editieren.

Hmm, Donuts!
Mit Inhalt versehene Bildrahmen zeigen dies jetzt mit einem neuen Content Indicator an, wenn man das Auswahlwerkzeug über sie bewegt. Der äußere Ring dieses Interfacekrapfens ist komplett durchsichtig, der Innenteil mit halbtransparentem Schwarz gefüllt. Mit diesem lässt sich der Inhalt des Bildrahmens repositionieren. Er ersetzt das Positionswerkzeug, das sich bisher unter dem Direktauswahlwerkzeug versteckt hatte. Außerdem zeigt er die Drehung eines Objekts mittels einer horizontalen Linie an.

Wenn man mit dem Auswahlwerkzeug-Cursor über ein Seitenelement fährt, wird dies jetzt kurz durch Einblenden der Rahmengrenzen hervorgehoben. Dies erfolgt in der Farbe der entsprechenden Ebene. Insbesondere im Previewmodus ist das hilfreich, da Rahmen hier bisher stets ausgeblendet waren.

Seitenobjekte lassen sich in InDesign CS5 – wie in Illustrator – frei drehen, ohne dass auf das Rotationswerkzeug zurückgegriffen werden muss. Es genügt das Auswahlwerkzeug neben einen Eckanfasser zu platzieren, um das Objekt frei drehen zu können.

Es ist in InDesign CS5 nicht mehr erforderlich, mehrere separate Objekte als Gruppe zusammenzufassen, um diese dann gemeinsam zu skalieren oder zu rotieren. Hierfür genügt es nun, die Objekte gemeinsam zu markieren, woraufhin diese zu einer Transformationsauswahl zusammengefasst werden.

Fehlende Schriften? Das ist so CS4!

InDesign bietet Benutzern seit Langem die Funktion, verwendete Schriften bei der Erzeugung eines Exportpackets in einem separaten Fonts-Ordner für die Ausgabe zu sammeln. Hierdurch war es jedoch nötig, die entsprechenden Schriften vor dem Belichten auf dem System der Druckerei zu installieren. Außerdem wurden die Fonts oft einfach nicht gefunden. InDesign CS5 bietet jetzt Abhilfe. Im Exportpacket wird der Ordner Document Fonts mit den verwendeten Schriftdateien generiert, direkt neben der originalen INDD-Datei. Wird diese dann auf einem anderen System geöffnet, installiert das Programm die Fonts automatisch. Die somit dokumentabhängig installierten Schriftdateien sind nur der Datei zugänglich, die sich im selben Ordner befindet und werden beim Schließen der Datei wieder deinstalliert. Die dokumentabhängigen Fonts werden in einem Submenü des Schriftmenüs angezeigt, im selben Bereich wie fehlende Schriften.

 

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