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April 2010

InDesign CS5


Fortsetzung, Teil 3

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/2992)

Im nächsten Schritt versehen wir diese Bilder mit automatischen Bildunterschriften. Hierfür wählen Sie im Menü unter Object | Captions | Caption Setup. Hier haben Sie die Möglichkeit, eine Metadatenkategorie für die Generierung der Bildunterschriften zu bestimmen, Position und Abstand zum Bild festzulegen und eine Stilvorlage sowie Ebenenzuordnung auszuwählen. Im Beispiel greifen Sie auf die Bildbeschreibungsmetadaten der Kategorie Description zurück, die Sie entweder in Bridge oder auch Lightroom den Bildern anfügen können. Markieren Sie nun ein Bild und wählen Sie erneut aus dem Object-Menü (oder per Control-Klick aus dem Kontextmenü) die Funktion Create Live Caption. InDesign erzeugt automatisch einen den Vorgaben entsprechenden Textrahmen.

Nun werden Sie sich fragen, was an dieser Sache live ist? Ganz einfach: Wenn Sie eben diesen Textrahmen oder eine Kopie in die Nähe eines benachbarten Bilds schieben, übernimmt dieser die Metadaten des neuen Bilds und zeigt die aktualisierte Bildunterschrift an. Diese metadatengebundenen Bildunterschriften sind allerdings nicht mit dem Textwerkzeug editierbar, hierfür müssen Sie bei Bedarf die statische Variante der Captions wählen. Diese bezieht zwar auch die Information aus den Metadaten, verändert sich aber nicht durch das Verschieben zu einem anderen Foto.

Mut zur Lücke: Das Gap Tool
Mit dem Gap Tool wird es wesentlich einfacher, Bilder zu skalieren und dabei einem Gestaltungsraster anzupassen. Platzieren Sie das Werkzeug, es befindet sich an vierter Stelle von oben in der Werkzeugpalette (oder per Tastaturkürzel Command-U/STRG-U), einfach zwischen zwei Bildrahmen. Es erkennt die freien Flächen, diese lassen sich per klick und schieben frei anpassen. So werden mehrere Bilder mit nur einem Werkzeug bequem gegeneinander ausgerichtet, indem Sie die freien Flächen gleichzeitig manipulieren, anstatt die einzelnen Seitenelemente separat zu bearbeiten. Außerdem lässt sich das Verhalten des Lückenwerkzeugs mit verschiedenen Tasten beeinflussen: Mit der Shift-Taste grenzen Sie den Aktionsradius auf die beiden Objekte direkt am Cursor ein, die Command/STRG-Taste vergrößert oder verkleinert die Größe der Lücke, anstatt sie zu verschieben. Die Option/ALT-Taste schließlich bewegt Objekte und Lücke zusammen über die Seite.

Runde Ecken
Auch das ist neu in InDesign CS5: Um einem Bildrahmen runde Ecken zu geben, muss man nicht mehr das Menü bemühen. Die eckigen Rahmen haben eine neue, gelb gefüllte Live-Corner-Effect-Box, mit der man die Eckanfasser aktivieren kann. Dann lässt sich entweder der Radius aller vier Ecken per Klicken und Ziehen synchron verstellen, oder bei gedrückter Shift-Taste auch eine einzelne. Per Option/ALT-Klick rotieren Sie durch die unterschiedlichen Eckenoptionen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte das Page Tool. Mit diesem Werkzeug, Platz drei von oben in der Palette, lassen sich einzelne Dokumentenseiten in der Größe verändern, wie im hier abgebildeten Beispiel einer eingeklappten Titelseite.

Fazit

Terry White, Worldwide Design Evangelist bei Adobe Systems, betet es beim Vorführen eines jeden neuen Features wie ein Mantra herunter, aber er hat Recht. InDesign CS5: Best Release Ever!

Thorsten Wulff ist Fotograf und Grafikdesigner, er benutzt InDesign und die Produkte der Creative Suite bei seiner täglichen Arbeit. Sein praxisbezogenes Buch zu Adobe Lightroom 2.0 ist im November 2009 bei Markt und Technik erschienen.

 

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