November 2008
Open Social – Google Gadgets detailiert
Fortsetzung, Teil 3
Good to know: Gadgets veröffentlichen
Schließlich stellt sich noch die Frage: "Wohin mit dem Gadget?". Das ist eine gute und vor allem berechtigte Frage. Das Gadget kann zum einen in iGoogle integriert werden, zum anderen aber auch in jede beliebige Webseite. Für den Ersteller von Gadgets bietet es sich an, den Google Gadget Editor (GGE) und das Developer Gadget auf seine persönliche iGoogle-Seite zu integrieren.
Mit dem Google Gadget Editor kann das Gadget dann über das Menü "File => Open from URL" vom eigenem Server geladen werden. (Tipp: Zum Testen können Sie auch gerne diese Website besuchen.) Über das Menü "File => Save" wird das Gadget dann im Account des Entwicklers gespeichert und diesem zugeordnet, was bedeutet, dass nur dieser Entwickler auch Änderungen am Gadget vornehmen darf.
Über den Google Gadget Editor kann das Gadget nun auch veröffentlicht werden (Menü "File => Publish"). Hierbei stehen die folgenden Optionen zur Auswahl: iGoogle-Seite, iGoogle-Verzeichnis und Webseite. Es kann also in die eigene iGoogle-Seite integriert oder im iGoogle-Verzeichnis veröffentlicht werden. Letzteres hat zur Folge, dass das Gadget von jedem iGoogle-Nutzer verwendet werden kann und darf. Schließlich kann es aber auch für die Einbindung auf der eigenen Website eingerichtet werden. Hierbei können auf einer speziellen Vorschauseite noch diverse Einstellungen verändert werden. Wenn die Vorschau gefällt, kann ein entsprechender JavaScript-Code zum Einbinden in die eigene Webseite generiert und entsprechend verwendet werden.
Wie sich das Ganze in der Praxis darstellt, sieht man hier.
Sozial: Google Social Gadgets
Um dem eigentlichen Thema "Open Social" gerecht zu werden, muss das Gadget noch "sozialisiert" werden. Open Social basiert auf dem Google Gadget API – daher auch die Einführung über Google Gadgets – und setzt komplett auf den Google Gadgets auf. Allerdings mit marginalen Unterschieden: Das Gadget wird als Social Gadget bezeichnet, spezifiziert den OpenSocial-Zielcontainer (sprich die verwendete OpenSocial Version) und bietet den vollen Zugriff auf die OpenSocial API. Zudem gibt es auch eine kleine Einstellung: Im Content-Bereich muss der Quellcode des Gadgets direkt eingetragen werden (Content type="html") und kann derzeit nicht von einem anderen URL geladen werden (Content type="url").
Tipp: Eine genaue Übersicht, welcher Anbieter welchen OpenSocial-Container unterstützt, ist hier zu finden.
Das einfache, erste Gadget aus dem vorherigen Teil der Reihe sieht "sozialisiert" wie folgt aus:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><Module><ModulePrefs title="CreateOrDie - Sample"><Require feature="opensocial-0.7" /></ModulePrefs><Content type="html"><![CDATA[Hallo COD’ler!]]></Content></Module>
Wichtig ist hierbei das "Require feature"-Element, das den benötigten OpenSocial-Zielcontainer als Voraussetzung definiert und zugleich das OpenSocial API des Zielcontainers für das Gadget verfügbar macht.
Welche Möglichkeiten das OpenSocial API nun im Detail bietet und wie zum Beispiel Freundeslisten abgerufen werden können, wird im nächsten Teil der Serie verraten. Übrigens: Anregungen, Fragen und Kritik können hier gerne in Form von Kommentaren vorgebracht werden, der Autor wird selbstverständlich darauf antworten.
André Wussow ist Fachautor und Trainer mit Schwerpunkt auf Webtechnologien und mobile Lösungen. Aktuell beschäftigt er sich mit den Social Network APIs von Facebook und OpenSocial. Sein aktuelles Buch über sichere Webanwendungen erhalten Sie im Handel.

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