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Januar 2008

Papervision3D


Fortsetzung, Teil 2

inszeniert Mobile Movies im Raum

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/1493)

3D-Umsetzung
Das Problem bei der Darstellung von echtem 3D-Verhalten im Raum ist echtes 3D-Verhalten im Raum. Denn eine optisch verzerrte Wiedergabe von Bildern, Schrift und Videos ist zwar die Folge eines an sich richtigen und realen Verhaltens, entspricht aber nicht der Qualität der Darstellung, die sich ein Kunde wünscht. Abhilfe kann hier der smoothing-Parameter schaffen. Dieser sorgt zwar für eine geglättete Darstellung der Textur, wirkt sich aber wiederum in der Performancelast deutlich aus, weswegen bei diesem Projekt darauf verzichtet wurde. Was hier allerdings auch gar nicht ins Gewicht fiel, da das smoothing vor allem dann wichtig wird, wenn Objekte in extremen Winkeln zur Kamera stehen.

Neben der Startseite galt es, zwei verschiedene Content Templates umzusetzen. Während das eine Template eine Plane auf der Bühne vorsah, arbeitete das zweite mit einer elliptischen Anordnung mehrerer Planes im Raum, deren aktive Plane auf der Bühne stand. So wurden die Standardeinstellungen des Camera-3D-Objekts verwendet und die aktive Plane auf der Bühne so positioniert, dass sie ohne Skalierung und optische Verzerrung dargestellt wurde.

Für die elliptische Anordnung kam ein Ellipsen-Objekt mit einer Breite von 9 000 Pixel und einer Höhe von 200 000 Pixel zum Einsatz. Diese extremen Werte waren nötig, um die Planes in der Ellipse so anzuordnen, dass sich möglichst geringe Überschneidungen ergeben. Denn Vorgabe war, dass sich die Planes im Raum nicht verdecken sollten. Die eigentlichen 2D-y-Werte der Ellipse wurden als z-Position im Raum umgesetzt. Um räumliche Verzerrungen bei der Anordnung auf der Ellipse zu vermeiden, wurden alle Planes parallel zur x-Achse angelegt.

Der ursprüngliche Plan, wenn nötig, möglichst viele Planes in der Ellipse darzustellen, ließ sich – wiederum aus Performancegründen – nicht realisieren. Da bereits bei sieben Planes in der Ellipse Performanceeinbußen auftraten, wurde die Zahl der Planes auf fünf beschränkt. Bei mehr als fünf abzubildenden Contents kommt eine Art Endlosschleife zum Einsatz, wobei die letzte Plane auf der linken Seite jeweils an die letzte Position der rechten Seite springt.

Content-Integration
Das zentrale Thema der Website zum Mobile Movie Award ist "Film". Folglich sollten möglichst viele Contents tatsächlich als Film präsentiert werden. Der Film selbst sollte durch Textinformationen nicht gestört werden und daher erst durch Interaktion des Users verfügbar sein. Zur Trennung von Bild- und Textcontent wurde eine Anmutung von "Beidseitigkeit" der Planes genutzt. Soweit vorhanden, wurde der Video- beziehungsweise Bildcontent zuerst angezeigt.

Um die Simulation der Rückseite optisch zu unterstützen, wird beim Umschalten auf den Text-Content eine Drehung über die y-Achse vollzogen. Dem Material wird zu Beginn der Drehung ein Blur-Filter zugeschaltet. Der Blur findet nur über die x-Achse statt, um eine Bewegungsunschärfe zu simulieren und das fehlende smoothing auszugleichen. In der Drehung werden Bild und Text crossgefadet. Im Easeout der Drehung wird der Blur dann abgeschaltet. Ein Tweening der Blur-Parameter hätte hier vielleicht noch ein feiner abgestuftes Animationsbild ergeben, war aber, ebenfalls aus Performancesicht, nicht möglich. Die Drehungsrichtung wird vom User durch Klick auf den rechten oder linken Button bestimmt.

 

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