August 2010
Performance als Schlüssel zum Erfolg
Was Nachrichten-Portale wie Spiegel und Bild besser machen können
Welche Faktoren beeinflussen Ihre Entscheidung, ob Sie eine Webseite gut oder schlecht finden bzw. wie lange Sie auf dieser Seite verweilen? Einerseits ist es natürlich der Inhalt der auf dieser Webseite angeboten wird – und ob dieser Inhalt für Sie von Interesse ist. Andererseits ist es die Geschwindigkeit mit der Sie durch die einzelnen Seiten navigieren können. Ich habe die zwei größten deutschen Nachrichtenportale auf Performance hin überprüft.
Text: Andreas Grabner
High-Speed-Internet und geschwindigskeitsoptimierte Seiten bringen uns den Vorteil, dass wir schneller als je zuvor Zugriff auf unsere E-Mails, Tweets, Sportergebnisse, Suchergebnisse oder die aktuellsten Nachrichten haben. Wir wurden in den letzten Jahren regelrecht verwöhnt und daher ist es auch verständlich, dass wir ungeduldiger werden, wenn eine Webseite länger lädt, als wir es von anderen Seiten gewohnt sind. Google hat aus eben diesem Grund seine Suchergebnissberechnung angepasst. Die Geschwindigkeit einer Seite – d.h.: wie lange es dauert von der Eingabe der URL bis zum vollständigen Laden – ist nun einer der Faktoren die entscheiden, ob eine Webseite weiter oben oder weiter unten im Suchergebnis zu finden ist.
Aus diesem Grund stand die diesjährige Velocity 2010 Conference unter dem Motto „fast by default“. Dort wurde deutlich, wie sehr Web Site Performance Auswirkungen auf das Nutzerverhalten und somit auch auf den Erfolg einer Webseite hat. Im letzten Jahr wurden erstmals konkrete Zahlen zum Thema Auswirkung von Performance auf Businesserfolg veröffentlicht: Sowohl Microsoft (bing), Yahoo als auch Google präsentierten Ihre Studienergebnisse, in denen es deutlich wurde, das langsamere Seiten automatisch weniger Klicks auf Werbebanner und daher weniger Umsatz bringen. Darüber hinaus hat Shopzilla seinen internen Resultate präsentiert: sie belegen, wie positiv sich eine schnellere Webseite auf deren Verkäufe auswirkte.
Wer ist schneller? Wer ist besser? Bild.de oder Spiegel.de?
Diese beiden Seiten sind laut Alexa die zwei beliebtesten Nachrichten-Webseiten Deutschlands. Beide haben mit Sicherheit eine unterschiedliche Leserschaft; beruhend auf der Aufbereitung der Nachrichten. Basis meiner Analysis ist daher nicht der konkrete Inhalt sondern die Art und Weise wie beide Seiten mit allgemeinen Best Practices zum Thema Web Performance Optimization umgehen. Es handelt sich in beiden Fällen um Seiten mit multimedialen Inhalten. Beide Seiten machen Geld mit Online-Anzeigen; daher liegt es in ihrem Interesse, dass viele User die Webseiten besuchen, lange auf der Webseite bleiben und regelmässig auf die Werbebanner klicken. Und wie wir gelernt haben, ist die Geschwindigkeit ausschlaggebend für die Verweildauer der Benutzer.
Es stehen uns 3 sehr gute und freie Tools für unsere Analyse zur Verfügung:
- dynaTrace AJAX Edition für Internet Explorer 6, 7 und 8
- YSlow für FireFox
- PageSpeed für FireFox und Chrome
Alle 3 Tools analyiseren einzelne Webseiten auf Basis der Best Practices Dokumente von dynaTrace, Yahoo und Google und liefern eine gute Übersicht über Regeln die eingehalten bzw. nicht eingehalten wurden. Für meine Analyse verwende ich dynaTrace.
Das Testszenario
Sowohl bei www.bild.de als auch www.spiegel.de habe ich mir zweit konkrete Seiten angesehen: die Startseite und die Übersichtsseite für Politthemen. Wichtig für mein Testszenario war es, den Browser-Cache zu leeren, um zu testen, wie schnell diese Seiten für "Erstbenutzer" sind. Es ist ratsam, den selben Test ein zweites Mal durchzuführen – dann mit einem bereits gefüllten (aka Primed) Cache.
Kommen wir im Folgenden also zu den Resultaten.
Es gibt noch zig andere Ansätze. Der Bericht ist aber super aufgegliedert und sollte helfen das Thema bei vielen etwas zu sensibiliseren. #zitieren
In punkto deployment haben sie aber recht. mehrere files haben den vorteil gezielt codeteile auszutauschen. daher muss man hier gezielt entscheiden ob merging sinn macht. In meiner arbeit mit web 2.0 unternehmen hab ich seiten angetroffen die bis zu 50 js files auf einer seite hatten. hier hat sie das merging definitiv eine performanceverbesserung gebracht #zitieren
Interessant war beim Test von z.B. YSlow, dass empfohlen wurde, die insgesamt 20 CSS und 30 JS zu mergen. Diese liegen jedoch nur auf dem Server, sind aber niemals gleichzeitig eingebunden. YSlow überprüft also scheinbar die Verzeichnisinhalte und nicht die im Dokumentenkopf registrierten CSS und JS und erteilt seine Empfehlungen folglich auf dieser Grundlage statt auf Basis einer Messung. Das halte ich für fragwürdig.
Was mir nicht verständlich erscheint ist, wie gzip komprimierte Dateien, welche doch auch mit dieser Endung gespeichert werden, vom Dokument wieder entpackt werden sollen, um damit arbeiten zu können!? #zitieren

























