Januar 2009
Social Prototyping
Wie Modelle und Prototypen Gründerteams zum Erfolg führen
Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg eines neuen Unternehmens ist ein schlagkräftiges Gründerteam. Doch wie lassen sich leistungsfähige Teamstrukturen und -prozesse entwickeln? Bei der UnternehmerTUM GmbH – dem Zentrum für Innovation und Gründung der Technischen Universität München – hat sich in einer Vielzahl von Projekten die Arbeit mit Modellen und Prototypen im Gründungsprozess als erfolgreich erwiesen.
Text: Bernhard Doll, Christian Schüller, Manuel Götzendörfer // Mehr zum Thema Gründung und Finanzierung erfahren Sie auf dem webinale Startup Day.
Das Bild des einsamen Tüftlers, der zurückgezogen in einer dunklen Kammer an einer revolutionären Geschäftsidee arbeitet und diese zum Markterfolg führt, ist noch immer ein weit verbreiteter Mythos. Dabei zeigen sowohl die unternehmerische Praxis als auch die aktuelle empirische Forschung, dass gerade wachstumsorientierte Unternehmen mehrheitlich von Teams gegründet werden. Und selbst beim Blick in die Vergangenheit erkennt man schnell, dass auch berühmte Erfinder und Unternehmer wie die Gebrüder Wright, als Mitbegründer der Luftfahrt, oder der Erfinder der Glühlampe, Thomas A. Edison, auf Teamarbeit setzten. Ambitionierte Gründer stehen damit zu Beginn ihres Gründungsvorhabens vor der Herausforderung, ein leistungsfähiges Team aufzubauen. Und das ist keine leichte Aufgabe. Denn es gibt einige Faktoren, die die Formierung schlagkräftiger Teams im Kontext von Unternehmensgründungen deutlich erschweren können:
- Innovative Aufgabenstellung: Gründerteams arbeiten in der Regel an innovativen Geschäftsideen, die keinen logischen Vorgänger haben. Sie stehen damit vor der Herausforderung, abstrakte Ideen und Konzepte zu kommunizieren, die in der Realität noch nicht existieren. Dies kann zu sehr unterschiedlichen Vorstellungen von der Geschäftsidee bei den Teammitgliedern führen und dadurch die Kommunikation im Team maßgeblich behindern.
- Fehlende Historie: Ein Gründerteam verfügt in der Regel über keine unternehmerische Historie. Es muss daher zunächst für sich selbst eine Identität als neues Unternehmen und eine entsprechende Arbeits- und Innovationskultur entwickeln. Diese muss dann von allen Teammitgliedern gemeinsam getragen und zum Leben erweckt werden.
- Persönliche Unsicherheiten: Gründer können gerade zu Beginn des Gründungsprozesses kaum abschätzen, ob ihre Geschäftsidee ein Markterfolg und die Zusammenarbeit im Team funktionieren wird. Es stellt sich damit die berechtigte Frage, warum sich jemand überhaupt einem Gründerteam anschließen soll, wenn doch die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs relativ hoch ist.
- Knappe Ressourcen: Gründerteams verfügen für die unternehmerische Durchsetzung ihrer Geschäftsidee meist nur über beschränkte Ressourcen (z. B. Wissen, Betriebsmittel, Werkstoffe). Das erfordert Ausdauer, Flexibilität und die Fähigkeit zur Improvisation. Knappe Ressourcen können auch Quelle für eine Vielzahl unterschiedlicher Konflikte zwischen Teammitgliedern werden und die Teamarbeit stark belasten.
Doch welche Methoden können Gründern helfen, trotz dieser hemmenden Faktoren ein leistungsfähiges Gründerteam zu entwickeln? Die organisationspsychologische Kleingruppenforschung hat zwar in den letzten Jahren eine Vielzahl an Instrumenten und Werkzeugen für die gezielte Entwicklung von Teams hervorgebracht – diese berücksichtigen allerdings nicht den speziellen Kontext von Gründerteams. Das macht neuartige Lösungsansätze erforderlich.

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freu mich auf weitere ideen in dieser richtung!!
peter m #zitieren
http://www.skmf.net/fileadmin/redaktion/aktiver_content/06_Download/6KB003.pdf
oder
http://isss.uni-leipzig.de/index.php/Download-document/94-ISSS-2009-Doll.html #zitieren

































