April 2008
Start-ups im Kampf um Onlinereichweite und Kundenbindung
Aktuelle Onlinestudie – 46 Webunternehmen über Marketingstrategien und Communities
Das Start-up woobby.com hat eine Studie über andere Start-ups in Auftrag gegeben. Das Vorgehen ist ungewöhnlich und hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Thomas Goette, der Kopf hinter woobby.com, erklärt, wie es zu der Studie gekommen ist und was man aus den Ergebnissen gelernt hat.
Text: Thomas Goette
Wenn ein Start-up eine Studie über andere Start-ups macht, ist das erst einmal ungewöhnlich. Die Gründer der Ranking-Community woobby.com haben es dennoch getan. In Auftrag gegeben wurde die Studie im Oktober 2007 am Lehrstuhl von Prof. Böcker von der FH Bonn-Rhein-Sieg. Sie hat für viel Aufsehen gesorgt: Nach der Veröffentlichung erster Ergebnisse durch Spiegel Online Mitte Februar 2008 hat es eine Vielzahl von Erwähnungen in den Medien gegeben. Grund hierfür war, dass die Studie einige auf den ersten Blick überraschende Ergebnisse über die Web-2.0-Nutzung hervorgebracht hat.
Wenn ein Start-up eine Studie über anderen Start-ups macht...
Diese haben zu intensiven Diskussionen in Blogs, aber auch in vielen Unternehmen geführt, wie die woobby-Gründer sowohl aus der Resonanz in den Medien als auch aus vielen persönlichen Anfragen mitbekommen haben. Im Folgenden werden der Hintergrund und die wesentlichen Ergebnisse der Studie vorgestellt und aus Sicht eines "betroffenen" Start-ups kommentiert. Vielleicht hilft die eine oder andere Erkenntnis anderen Gründern oder Mitarbeitern von Web-2.0-Plattformen bei ihren Entscheidungen. woobby.com dienen die Ergebnisse als Orientierungshilfe im Sinne einer Leitplankenfunktion bei wichtigen Entscheidungen.
Kurz nach dem Launch Anfang Oktober 2007 sah sich woobby.com neben vielen anderen Herausforderungen zwei wichtigen Fragen gegenübergestellt:
- Wie werden die beiden wichtigsten Ressourcen (Geld und Zeit) optimal eingesetzt, um woobby.com bekannt zu machen?
- Was sind Erfolgsfaktoren, die man beim Aufbau einer Online-Community beachten sollte?
...dann sorgt das für Aufsehen
Bei woobby.com hat man schnell erkannt, dass das eigene Wissen aus Start-up-Portalen und Blogs nur begrenzt weiterhelfen kann. So interessant und hilfreich diese Websites sind, um einen Überblick über aktuelle Trends im Web 2.0 zu erhalten, so wenig lassen sich dort konkrete Fakten für das eigene Internetgeschäft finden. Benchmarks zu grundlegenden Erfolgsfaktoren in Form harter Fakten, die für jede neue Website nach dem Launch überlebenswichtig sind, lassen sich dort in den meisten Fällen nicht finden. Wenn Zahlenwerk erwähnt wird, dann betrifft dies Internetunternehmen, die sich bereits auf der Erfolgsspur befinden.
Daher hat man sich überlegt, wie man auf anderen Wegen an brauchbare Erfahrungswerte gelangen könnte. Woobby.com hatte vor dem Launch sehr positive Erfahrungen im Austausch mit anderen Kölner Start-ups gemacht. Aus diesem Grund sollten über Interviews in Form einer Studie aussagekräftige Erkenntnisse in strukturierter und kompakter Form gewonnen werden. Aufgrund bestehender Kontakte zu dem FH-Team, war eine Zusammenarbeit schnell beschlossen.


























