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März 2009

TOCA ME 2009

"Hit by Inspiration"

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/artikel/2187)

So fing die TOCA ME am 7. März 2009 an: Warten vor dem verschlossenen Eingangstor der Münchner Reithalle, klirrende Kälte und Schneefall. Übrigens hat der Veranstalter keinerlei Schuld an unserer misslichen Situation. In heller Vorfreude und dank ortskundigem Taxifahrer waren wir einfach viel zu früh da. Umso größer war die Freude, als schließlich pünktlich um 13 Uhr 30 das Tor aufgestoßen und die bibbernde, kreativhungrige Meute eingelassen wurde.

Text: Stefan D'Amore, Reimar Winkler

Auch die Sorge, dass es in der Veranstaltungshalle bei den winterlichen Außentemperaturen ungemütlich werden könnte, erweist sich schnell als unbegründet. Der Ansturm auf die TOCA ME ist ungebrochen – von Krise und Besucherschwund ist hier nichts zu spüren. Die Wärme der vielen Körper erzeugt in den hohen Räumlichkeiten schnell eine angenehmen Temperatur, so mancher Käppi-Träger muss alsbald sogar zum Putztuch greifen, um seine beschlagene Hornbrille zu reinigen. Das ist kein Fehler, denn so kann er die im Vorraum der Reithalle aufgebauten Installationen, die den Besuchern die Wartezeit bis zum Beginn der sechs Präsentationen verkürzen sollen, mit aller Klarheit in Augenschein nehmen.

Interaktive Vorspiele

Und hier wird einiges geboten. Viele Neugierige drängen sich gleich um den auf solchen Veranstaltungen wohl unvermeidlichen Multi-Touch-Tisch. Ist ja auch spannend das virtuelle Herumgeschiebe: "Ja, es funktioniert auch mit mehreren Fingern gleichzeitig", wird am Tisch gemurmelt. Was genau da eigentlich zu tun und zu machen ist, erschließt sich einem nicht sofort – Kreise lassen sich quer über die berührempfindliche Oberfläche des Tischs ziehen, nehmen manchmal Beziehung zueinander auf. Spielerisch in Interaktion treten soll man hier irgendwie. Dass viel Schweiß und Mühen in der Konstruktion des Tischs stecken, lässt sich ahnen, später wird man Näheres dazu erfahren.

Zu bestaunen gibt es zudem noch eine Twitter-Wall, auf der die Besucher der TOCA ME persönliche Botschaften flimmern lassen können. Auch das eine moderne Errungenschaft, die heute nicht fehlen darf. Und, weit weniger prominent in der Ecke, eine antiquierte Magnettafel, die der Inspiration von Marion Klingemann entsprungen ist. Das gute Stück mag aus der Rumpelkammer sein, hat aber einige Vorzüge: Keine Softwareausfälle, wenig Gedränge, dafür rücken hier die wenigen Interessierten die bunten und magnetischen Buchstaben zu halbwegs kreativen Kombinationen zusammen: "Horst for President!" Immerhin. Neu versus alt, Berühr-Tischchen und Kurznachrichten-Geflimmer gegen "good old" Magnettafel – für mich führt hier der Außenseiter klar mit 0:2.

Um dreiviertel Drei – außerhalb Bayerns sagt man 14 Uhr 45 – geht es dann unter dem Motto "Hit by Inspiration" endlich richtig los. Die Veranstalter Thorsten, Ronald und Nina machen nicht viel Aufhebens auf der Bühne: Die fünfte TOCA ME schon, kaum zu glauben, seit hierzu alle gegrüßt, Dank auch an die Sponsoren und Partner, jetzt aber Bühne frei für die erste Präsentation!

 

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