4. Juli 2011
A Touch of Code
Interactive Installations and Experiences

- Autor/in: Robert Klanten, Lukas Feireiss
- Verlag: Gestalten
- Seiten: 240
- erschienen: April 2011
- Preis: 44,00 Euro
- ISBN: 978-3899553314
"Long gone are the days when computer code was exclusively used by programmers", so Joachim Sauter in seiner Einleitung zu A Touch of Code. Doch erst seit relativ kurzer Zeit machen sich Designer und Künstler die Sprache der Computer wirklich zu Nutze. Der Lötkolben als Ersatz für den Bleistift, Schaltkreise, Sensoren und Miroprozessoren sind neues, gängiges Arbeitsmaterial. Dahinter, der Code. Dessen Ergebnis uns oftmals staunen lässt. So wie "Drip Fall" von Julius Popp aus dem Jahr 2004. Wassertropfen, die Buchstaben manifestieren, Worte, Sätze, Botschaften.
Oder aus dem Jahr 2010: "For Those Who See" von Daniel Schulze. Eine Membrane erzeugt Nebelringe, die komplexe geometrische Figuren bilden.
'for those who see' @ DMY Berlin from Daniel Schulze on Vimeo.
Installationen die beeindrucken, vielleicht weil sie erlebbar sind. Vielleicht weil sie einladen zum Entdecken, zum Teilhaben. Das gilt für noch mehr Arbeiten im Bereich "Touch". Der Betrachter ist hier immer auch Teil der Installation, er erlebt, wie bei "Signal to Noise" von Oliver Wilshen und Niall Quinn aus dem Jahr 2009.
Vor allem hier verschmilzt die Trennung zwischen Kunst, Design, Kommerz. Touch-Installationen, -Geräte haben längst Einzug in die Arbeitwelt erhalten, sind fester Bestandteil moderner Produktionsstätten. Doch es gilt inzwischen so viel mehr zu entdecken. Fünf Kapitel hält A Touch of Code seinem Leser dazu bereit: Look, Touch, Explore, Engage und Intervene. Allesamt sehenswert.
Schade aber, dass das gedruckte Buch hier an seine Grenzen stößt. Die einzelnen Projekte und Installationen werden kurz vorgestellt, angerissen. Zu allem gibt es einen kurzen Absatz, ein paar Bilder. Dem Leser muss dies reichen. Andernfalls muss er ausweichen, auf Code, auf das Web. Er muss sich die für ihn interessanten Projekte selbst heraussuchen. Eine Mühe aber, die sich stets lohnt:
Big Screams from prisonerjohn on Vimeo.
Felix Schrader

























