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3. September 2010

Adobe Dreamweaver CS5

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/buchtipps/000838)

Der praktische Einstieg

  • Autor/in: Hussein Morsy
  • Verlag: Galileo Design
  • Seiten: 390
  • erschienen: Juni 2010
  • Preis: 24,90 Euro
  • ISBN: 978-3836215664
8/10 Punkte

Mit "Adobe Dreamweaver CS5: Der praktische Einstieg" von Hussein Morsy stellen wir ein Buch zu einem Tool aus Adobes CS5 vor, das sich speziell an Einsteiger richtet. Während also Fortgeschrittene und Erfahrenere CS5 User kaum Freude an dem Werk haben dürften, ist der Mehrwert für CS-Einsteiger umso höher. Detailiert werden sie an die praktischen Aspekte des Dreamweaver herangeführt: Von der ersten Idee bis zur fertigen Webseite. Derart detailliert, dass unerfahrene User allmählich ein Verständnis für das Tool gewinnen, Profis sich allerdings schnell langweilen werden.

Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile: Eine ausführliche Einführung, in der die Basics bis ins Detail abgehandelt werden. Ab dem zweiten Teil sollte man Dreamweaver starten, denn dort werden die ersten Schritte mit dem Powertool beschrieben. Detaillierter geht es wieder im dritten Teil zu, in dem Morsy die Tücken und Finessen Dreamweavers erörtert. Der letzte Teil geht über das Tool an sich hinaus und gibt Inspiration für Einsatzmöglichkeiten im Alltag des Webs.

Bevor ambitionierte Dreamweaver-Adepten sich jedoch an das Tool heranwagen können, stellt Morsy Vorüberlegungen an, die unmittelbar mit der Praxis zusammenhängen. Dreamweaver ist ein mächtiges Tool, wenn es um die Erstellung und Konzeption von Webseiten geht. Also finden Leser den Einstieg bei ganz banalen Informationen zum eigenen Platz im Web und zu grundlegenden Sprachen: HTML, JavaScript, CSS, MySQL usw. Darauf folgt ein Abriss der Dreamweaver-Historie: Welche Versionen gab es bereits, was sind die wichtigsten Änderungen?

Die Idee ist klar und Domain sowie Platz im Web wären also nach Lektüre des ersten Teils gesichert. Wirklich los geht es daher erst im zweiten Teil, in dem Morsy anhand eines konkreten Webprojekts in die praktische Arbeit mit Dreamweaver einführt. Der User wird hier Schritt für Schritt an die Basics des Tools herangeführt, die für die Arbeit eines Entwicklers grundlegend sind. Wie erstellt man Vorlagen, wie werden die Seiten mit Inhalten gefüllt, wie erstellt man die Navigation und legt das Design fest – diese Fragen sind nach dem zweiten Kapitel ausreichend geklärt.

Der dritte Teil geht etwas näher ins Detail, allerdings nie, ohne dem Leser nicht konkrete Beispiele zu geben, anhand derer er seine Fortschritte testen kann. Hier wird es schon etwas trickreicher. So erfahren die Leser, wie man Tabellen erstellt oder Hyperlinks einsetzt. Auch das Erstellen von Formularen wird ausführlichst behandelt, und es wird aufgedeckt, wie man mittels JavaScript Interaktivität erzeugt. Damit ist das direkt mit Dreamweaver zusammenhängende Wissen soweit geklärt, dass den nicht mehr ganz so unerfahrenen Lesern im letzten Teil ein Blick über den Tellerrand zugemutet werden kann.

Alles in allem finden Neulinge in dem Buch einen zu papiergewordenen Lehrmeister auf dem harten Weg zur Erleuchtung. Morsy erahnt stets jene Fragen, die Anfängern oft zu peinlich sind, sie zu stellen und greift sie behutsam vorweg. Stets mit Fingerspitzengefühl und niemals zu schnell dürfte jedem Interessierten das Tor zu Dreamweaver nach der Lektüre ein großes Stück weiter offenstehen.

Jürgen Telkmann

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