20. Dezember 2010
Apps für iPhone-Fotografen
Fotografie und Bildbearbeitung

- Autor/in: Ronald Puhle
- Verlag: Markt und Technik
- Seiten: 234
- erschienen: September 2010
- Preis: 19,95 Euro
- ISBN: 978-3827246714
Ich muss gestehen, dass ich ein großer Fan der Fotografie bin. Nobuyoshi Araki, Peter Lindbergh, William Claxton – sie alle eint etwas Besonderes: sie haben ein Auge für Details. Sie erkennen ein Motiv und sie beherrschen ihr Handwerkszeug. Ihre Bilder ziehen in ihren Bann, sie begeistern Millionen und sind unvergänglich. Sie halten Emotionen fest, schreiben Geschichte. Sie schaffen etwas Unvergängliches.
Ich muss gestehen: Mir fehlt im Grunde genommen alles von dem, was ich gerade aufgezählt habe. Und das, obwohl es mir das iPhone eigentlich leicht macht. Es ist schnell zur Hand, macht brauchbare Bilder und kann dank zahlreicher Apps um viele Funktionalitäten erweitert werden. Dennoch waren meine Bilder eher unterer Durchschnitt. Von Einfallslosigkeit geprägt und nur in Ausnahmefällen zum Zeigen geeignet.
Apps für iPhone-Fotografen von Ronald Puhle macht mich nicht zu einem guten Fotografen. Aber zu einem Besseren, als ich es bis jetzt war. Das beginnt schon bei den Tipps für die Standard-App; wer kann denn schon ahnen, dass sich die Belichtungsmessung nach dem Schärfepunkt des Autofokus richtet? Ich ganz offensichtlich nicht.
Das große Plus des mit 234 Seiten eigentlich recht übersichtlichen Taschenbuchs sind Puhles App-Empfehlungen, die er nicht einfach nur herunterspult, sondern auch auf deren Funktionen eingeht und Tipps zur Bildaufteilung, Schärfe, Kontrasten und Gradiationskurven gibt. Davon verstehe ich nichts, aber nach den jeweiligen Kapiteln bin ich mittlerweile in der Lage, mit dem Handy Bilder zu kreieren, die ziemlich nah an dem sind, was Puhle in seinem Buch zeigt. Mein Spieltrieb führt mich jetzt über das simple Verunstalten meiner Werke hinaus. Und sogar Panoramabilder bekomme ich nun hin.
Nett ist, dass Apps für iPhone-Fotografen dem Leser näher bringt, wie er Fotos auf seinem Blog oder in sozialen Netzwerken veröffentlichen kann, oder wie man dem Stromvernichtungs-Wunder die Flausen austreibt und die Akulaufzeit erhöht. Endlich Punkte, in denen ich mich vorher schon auskannte. Schade nur, dass dieser Bereich ziemlich viel Platz einnimmt. Gern hätte ich mehr Wissen eingesaugt.
Endlich kann ich mitreden, brauche mich nicht mehr hinter manch anderem bei Instagr.am und Co. zu verstecken. Ich spiele noch nicht bei den ganz großen mit, aber dank der grandiosen Lernkurve des Buchs ist mein Spieltrieb in die richtigen Bahnen gelenkt. Nicht selten sieht man mich mit einem wuchtigen Vergrößerungsglas vor dem Smartphone verzweifelt nach dem richtigen Motiv suchen.
Take, Edit & Share your Photos. Ich bin dabei.
Und weil die Zeit dafür reif und geben bekanntlich seliger denn nehmen ist, verlosen wir bis morgen vormittag, den 21. Dezember, unter allen Kommentaren zu dieser Rezension fünf Exemplare von Apps für iPhone-Fotografen. Viel Glück.
Update 21.12., 12:50 Uhr
Das gewinnspiel ist beendet: Jeweils ein Exemplar geht an Niva, Tim87, Foltyn, Ben und Bernd. Herzlichen Glückwunsch! Ihr bekommt gleich noch eine Mail von uns.
Wir danken allen fürs Mitmachen und wünschen schon einmal frohe Festtage und einen guten Rutsch.
Thomas Wießeckel
Bilder mit der Handycam sind qualitativ meist etwas dürftig, aber aufgrund des Festhaltens einer bestimmten Situation oft sehr interessant. #zitieren
Glückwunsch zu diesem Praxiswerk!
Georg #zitieren
Ich denke, dass man auch viele allgemeine Hinweise zum Fotografieren bekommt! #zitieren

























