20. Januar 2009
Data Flow
Visualising Information in Graphic Design

- Autor/in: R. Klanten, N. Bourquin, S. Ehrmann
- Verlag: Die Gestalten Verlag
- Seiten: 256
- erschienen: September 2008
- Preis: 49,90 Euro
- ISBN: 3899552172
Informationen, wir werden überschwemmt mit Informationen. Auch wenn Texte, Zahlen, Daten und Bilder das Prädikat "Information" nicht immer verdienen. Rücksicht ist nicht zu erwarten. Wer nicht mithalten kann, wer nicht in der Lage ist zu selektieren, der geht unter. Die moderne Wissenschaft hat dafür eigens Begriffe wie Information Overflow und Attention Crash kreiert. Die muss man sich aber auch erst einmal merken und – viel schlimmer – verstehen, um handeln zu können.
Einen Ausweg? Gibt es. Ganz am Anfang, bei der Darstellung der Informationen. Als Diagramm. Deren Design hat sich in den vergangenen Jahren maßgeblich geändert. Die alten Balkendiagramme, dem einen oder anderen vielleicht noch aus dem gähnend langweiligen Erdkundeunterricht bekannt, gehören der Vergangenheit an. Wie man den Wasserverbrauch der Weltbevölkerung unterteilt in Nationen schnell und leicht verständlich aufbereitet zeigt beispielsweise Timm Kerkeritz mit Virtual Waters. Und Cybu Richli versteht es, selbst das Wachstum einer Avocado zu einem visuellen Erlebnis zu machen. Hätte ich im Erdkundeunterricht auf derlei visualisierte Informationen zurückgreifen können, ich hätte dem Fach sicherlich mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. Nicht auszudenken, vielleicht wäre ich sogar Entdecker geworden, Abenteurer.
Aber wen interessiert das. Hier geht es um Data Flow. Ein Buch von R. Klanten, N. Bourquin und S. Ehrmann erschienen im Gestalten Verlag. Vorgestellt werden zahlreiche Projekte, die meisten aus dem Bereich Grafikdesign. Dazu ist das Werk in sechs Chapter aufgeteilt: Datasphere, Datanets, Datascape, Datalogy, Datanoid und Datablocks. Es gibt also von Achsen-, Punkt-, Säulen-, Balken-, Kreisdiagrammen über Netz-, Zeiger-, Matrix-, Prozess- oder Molekulardiagramme bis hin zu Tafeln, Gebrauchsanweisungen und Mappings alles was des Informationdesigers Herz begehrt.
Jedes Kapitel wird durch eine knappe Einführung eingeläutet. Die zahlreichen Projekte mit einem kurzen Text vorgestellt. Zudem gibt es – leider – nur vier Interviews mit Lust, Jessica Hagy, dem bereits erwähnten Cybu Richli und Catalogtree. Somit richtet sich Data Flow nicht an eine theoretisch interessierte Leserschaft denn vielmehr an eine Inspirationssuchende und die findet auf rund 250 Seiten was sie sucht. Ideen in Hülle und Fülle. Nur ein wenig aufpassen muss man, der Information Overflow.
Felix Schrader
Dies hab ich dann an einem eigenen "little Project" gemerkt. Hatte 30 Informationen, in Exel konnte man das leider nicht mehr "schön" darstellen ( eher grottenschlecht ). Habe mich auf den Weg gemacht um andere Darstellungsarten zu finden. DATA FLOW! Ich wählte die Darstellung mit den Weltreligionen, da auch bei mir alles mit einander interagierte. Diese 30 Informationen verflechteten sich nur zu gering und somit war das gesamte "Informations Kunstwerk" zu sparsam ausgeprägt.
Hab dann nochmal ca. 48 Stunden investiert bis es "schön" war und aus 30 waren 75 Begriffe geworden.
Im Endefekt: Ein Buch für oder werdende Grafik- und Informations- Profis oder für Leute die Geile Bücher lieben. #zitieren

























