20. August 2008
Pünktchen, Pünktchen, Komma, Strich – fertig ist das Manga-Gesicht
Manga – da denkt man in unseren Breiten an kindliche Comic-Figuren mit großen Augen und breitem Lächeln. Sei's drum, dass der Begriff in Japan selbst eher das Comic-Genre als Ganzes bezeichnet, hierzulande werden die Kulleraugen-Zeichnungen immer beliebter. Wer den Manga-Hype nicht nur passiv konsumieren will, sondern selbst zum Zeichenstift greifen möchte, dem sei das Tutorial von Ms. Aya empfohlen.
Heute bringt uns Ms. Aya in kleinen Schritten bei, wie man dem Manga-Gesicht die verschiedenen emotionalen Ausdrücke verleiht. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und beim nächsten Mal will uns Ms. Aya dann sogar zeigen, wie man einen ganzen Körper zeichnet.
Wer seinen Zeichenstift gerade verlegt hat, kann auf noch einfachere Weise zu seinem Manga-Gesicht kommen: Bei Face your Manga genügen hierzu einige Mausklicks.
via Photoshop-Weblog
Reimar Winkler
Manga kann man eher mit einer Tageszeitung vergleichen. Sie werden Japan so wie Tageszeitungen hier behandelt. Man kauft sich ein Manga am Kiosk und verschlingt sie über den Tag, wie eine Zeitung. Häufig sieht man Leute in den öffentlichen Verkehrsmitteln in einem Manga lesen.
Man kann ein Manga als ein Comic vergleichen, das stimmt. Aber man sollte es nicht den Kindern zuordnen. Die meisten Mangas sind nämlich eh für Jugendliche und Erwachsene. Das ist sehr tragisch, dass Deutsche Mangas für Kinderkram halten. Damit schaden sie ihren Kindern nur.
Und was das Zeichnen lernen betrifft, so sollte man es so machen, wie es jeder Mangaka (Mangazeichner) tut: Man lerne aus der Realität.
Denn wie man sieht hat selbst Aya-sensei nicht alles gelernt, was man in der Realität finden kann.
Ein wirklich lachendes Gesicht hebt zum Beispiel die Augenbrauen. Dieses Lächeln hier, ist wie ein gekünsteltes Lächeln, was man häufig auf schlechten Werbefotos sieht.
Bitte nicht von Mangazeichnungen lernen, sondern lieber selbst einen eigenen Stil entwickeln.
Das geht mit Abstraktion, wie in jeden Comic. #zitieren
Mangaka sehen was sie malen, sie koennen es sozusagen hervorsehen, was sie zeichnen werden. Das Ergebnis sieht nicht immer sehr nach den Vorstellungen aus, jedoch ausreichend. Ein Mangaka kann, wenn er Rechtshaendler ist, auch mit der linken Hand; und auch mit den Fueßen und mit dem Mund zeichnen XDD. Ausserdem ist es mit einem "Manga Gesicht" nicht getan - MANGA bedeutet auch eine Geschichte. Manga ist japanischer Comic, es unterscheidet sich auch von den amerikanischen oder anders laenderischen Comics. Comics sind in dem Fall sehr abstrakt, Mangas aber sind viel huebscher und sehr sauberer. Solange es in manchen Comics als Hand mit nur vier Fingern; in Mangas haben die "Menschen" richtige fuenf Finger.
Was der Zeichner malt, spuert er. #zitieren
































