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2. Oktober 2009

Content is King? Willkommen im Glücksbärchiland!

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/kolumnen/051622)

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Als selbstständiger Webdesigner muss man sich unter anderem mit überschaubaren Budgets zufriedengeben. Man muss vor allem immer wieder mit gelieferten Texten und Bildern arbeiten, die nicht einmal mit dem negativen Attribut "mies" als Qualität zu bezeichnen sind.

Nur selten wandert der Blick des Freiberuflers neidisch in die großen Agenturen mit ihren strengen Hierarchien, nervigen Karrierekämpfen und wohlfeilen Unternehmensphilosophien. Von den üppigen Budgets einer Corporate Site erhalten die angestellten Webdesigner und Frontend-Entwickler ohnehin nur einen Bruchteil, für den sie dann auch noch reichlich Überstunden schuften dürfen. Geradezu herrlich erscheint dagegen das Leben des Selbstständigen, der sich Kunden und Qualität der Arbeit aussuchen, Projekte managen und Budgets selbst einstecken kann. Diese Einschätzung ändert sich schlagartig, öffnet man – nichts Böses ahnend – die E-Mail eines aktuellen Kunden mit dem Betreff "Bilder und Texte für unsere Homepage".

Sind doch nur Inhalte...

Es beginnt stets vielversprechend. Ihr neuer Kunde hat sich intensiv mit seiner Webseite beschäftigt. Er weiß, Sie als Webdesigner sind kompetenter Ansprechpartner für das Projekt. Und er vertraut Ihnen. Die ersten Gespräche laufen zügig, sachlich, zielorientiert und in angenehmer Atmosphäre ab. Sie müssen nicht erklären, dass Informationsarchitektur wichtiger ist als das Design der Kopfzeile, Ihr Kunde akzeptiert Ihren Qualitätsanspruch, will sogar zugängliche Webseiten. Selbstverständlich will er auch ein gut zu bedienendes CMS, denn Texte und Bilder möchte er selbst einpflegen. Er beweist in den Gesprächen die notwendige Medienkompetenz.

Als Webdesigner – vor allem als selbstständiger – treibt Sie mehr an als die Bezahlung der monatlichen Fixkosten. Mit dem Grad der Professionalität steigt Ihr Qualitätsanspruch an die eigene Arbeit. Sie machen ja nicht irgendeinen Job, Sie identifizieren sich damit. Dieses Selbstverständnis und einen gewissen Qualitätsanspruch erwarten Sie nun auch von all Ihren Kunden? Sie gehen davon aus, dass auch alle Inhalte bei Ihrem Kunden immer in guten Händen sind? Willkommen im Glücksbärchiland!

Darf es noch etwas größer sein?

Nicht nur unter den Webstandard-Evangelisten und Spezis für barrierefreies Webdesign kursiert der Satz: "als ich es abgeliefert habe, war es standardkonform und barrierefrei" – eine Einstellung, die Sie bezüglich der Inhalte vieler Kunden ebenfalls beherzigen sollten, so schonen Sie Ihre Nerven.

Wenn Sie ganz viel Glück haben, dürfen Sie sich umgehend nach Fertigstellung des Templates und Implementierung des CMS aus der Arbeit zurückziehen – bevor Ihre Kunden beginnen, Inhalte einzupflegen und die Navigation sorgfältig zu zerpflücken. Das betrifft nicht nur einfach gestrickte Geister. Akademiker mit Hang zu kreativer Rechtschreibung, Fachbegriffsjunkies und Freunde vieler Abkürzungen in Textwüsten machen aus der besten Webseite eine Einöde der Inhalte. Sofern Sie zu Schwermütigkeit oder gar zu Depressionen neigen, unterlassen Sie selbst den kürzesten Besuch auf der Webseite einige Monate – angesichts der Qualität, die Sie dort erwarten könnte, ist dagegen der Bildband "Traurige Friedhöfe im Spätherbst" ein ultimativer Stimmungsaufheller. Sie haben eine Affinität zu wohlgeformten Satzbauten und anspruchsvollen Texten? Verbannen Sie das Projekt besser sofort aus Ihren Bookmarks. Und wenn Sie die bildende Kunst und schöne Fotografien lieben, wird Sie ein Blick auf die Bilder im CMS-Ordner in Alpträumen heimsuchen und Ihre schöngeistig programmierten Hirnsynapsen für immer vernichten.

Leider widerfährt Ihnen als selbstständiger Webdesigner nur selten die Gnade der frühen Projektflucht. Sie sind ja nicht nur als Webdesigner tätig, die Betreuung und Begleitung Ihrer Kunden ist ebenso Teil des Geschäfts. Das liest sich wie der Job eines Bestattungsunternehmers und in Bezug auf gelieferte Bilder und Texte trifft das auch gelegentlich zu.

Für Mikrosites, Webvisitenkarten für den lokalen Verein oder die Malerfirma um die Ecke erstellen Sie vielleicht statische Webseiten, bei denen höchstens einmal im Jahr ein Mitarbeiter oder ein Satz geändert wird. Doch nicht nur hier sind Sie auf die Lieferung und Verarbeitung der Inhalte angewiesen: Manchmal sind es gerade die scheinbaren Nerds unter den Kunden, die Ihnen trotz CMS dann doch das Einpflegen der Grundinhalte überlassen.

Textmonster, Bildmutanten und Datenesoterik

Die ersten Verdachtsmomente sind kleine, unaufgeregte Randbemerkungen Ihres Kunden zur Erstellung der Inhalte. Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn von PowerPoint-Folien, Discount-Digiknipsen, textenden Familienmitgliedern oder unbekannten Programmen die Rede ist. Was Sie da bekommen, geht weit über den Klassiker des eingescannten Textdokuments hinaus, das als PDF abgespeichert und mit dem Hinweis "können Sie ja rauskopieren" in Ihrem Postfach landet. Die 500. KB-E-Mail "mit allen 50 Fotos" entpuppt sich tatsächlich als eine Sammlung von Digitalbildern. Für einen Amateur- oder gar Profifotografen fehlen dagegen Mittel und Zeit, aber auch die teure 80-Euro-Sonderposten-Digitalkamera ist längst nicht mehr zeitgemäß. Heute wird das "alles mit dem Handy geschossen, aber Sie machen das schon mit Fotoschopp". Die Bilder haben dann eine fulminante Auflösung von einem ganzen Megapixel mit großzügiger JPEG-Kompression, denn "sonst ist der Akku immer so schnell leer" (JPEG ausgesprochen: Jott-Peck). Die Qualität bei Lichtabfall, sowie Ton- und Farbwerten ist mit Bildergebnissen vergleichbar, die Sie mit einem Glasbaustein als Weitwinkelobjektiv an Ihrer Spiegelreflexkamera erzielen können.

Oder nehmen wir eine kurze E-Mail mit dem Einzeiler "Die zwölf Bilder muss ich Ihnen auf einer DVD schicken". Lassen Sie die Hoffnung fahren, der Kunde würde nur deshalb eine DVD verschicken, weil seine Leer-CDs ausgegangen seien. Sie werden sehen: Die DVD ist notwendig, manchmal sogar eine DoubleLayer-Variante. Was Sie beim Öffnen vorfinden, sind tatsächlich zwölf Bilder – PSD-Dateien mit einem Dutzend Ebenen, ebenso vielen Ebenenmasken und zusätzlichen Ebeneneinstellungen. Ein externer und kompetenter Grafiker hat bereits gelitten, um aus einem gelieferten Flintstein den gewünschten Diamanten zu zaubern. Diese Originaldateien können Sie öffnen, sofern Ihr Rechner dabei nicht absäuft. Auf gut 300 MB kommt jede der für das Web gedachten Dateien allerdings durch die Weitsicht Ihres Kunden. Die Marketingabteilung hat die Bilder inklusive Ebenen direkt in ein InDesign-Dokument eingepflegt, "damit Sie eine perfekte Vorlage für die Webseite haben". Im Format DIN A3 sind dafür schon die InDesign-Ebenen für den Mouseover-Effekt (zwei Ebenen) in der Navigation (zehn Ebenen) enthalten. Verfügen Sie jetzt nicht über die neueste Version, müssen Sie sich natürlich schon fragen lassen, weshalb Sie "nicht auf dem neuesten technischen Stand in Ihrer Branche" sind.

Freude ist auch bei mehreren MB umfassenden Anhängen garantiert, die laut E-Mail den "Text für die Startseite" enthalten sollen. Seien Sie froh, wenn sich dahinter nur ein Word-Dokument mit allen eingebundenen und um 80 Prozent verkleinerten Grafiken der Unternehmens-CD verbirgt. Ansonsten können Sie davon ausgehen, dass keines Ihrer Betriebssysteme oder Konvertierungstools das Dateiformat erkennt. Vielleicht ist es ein kryptisch formatiertes und völlig veraltetes Access- oder Lotus-Notes-Format, das der Kunde gleich inklusive Datenbank, Grafiken oder sonstigem Schnickschnack weitergeleitet hat, "damit wir auf der sicheren Seite sind und nichts Wichtiges vergessen haben". Vielleicht ist es ein so exotisches Format wie .ppp, für das man nicht einmal nach stundenlanger Suche in den üblichen Foren im Web auf eine Lösung trifft. Die Lieferung der dringend benötigten Daten für den bereits per Pressemitteilung angekündigten Launch zwei Tage später erfolgt natürlich stets mit dem Hinweis, dass der Absender ab sofort in Urlaub, auf Geschäftsreise oder aus sonstigen Gründen für eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr zu erreichen ist, er sich aber schon "sehr auf die neue Homepage und die Reaktionen der Nutzer" freut.

Schlussbemerkung

Die genannten Beispiele sind weder frei erfunden noch erheblich überzogen, all das habe ich in den letzten Jahren erlebt – und vieles mehr. Verhindern können Sie weder den Supergau bei den vom Kunden gepflegten CMS-Inhalten, noch die Katastrophen, die per E-Mail oder Post bei Ihnen einschlagen. Sie können und sollten Ihre Kunden sorgfältig aufklären, worauf sie bei den Inhalten achten sollen beziehungsweise was Sie als Qualität benötigen. Im Zweifel ist es immer der Webdesigner, der für den reibungslosen Workflow sorgen muss. Schade eigentlich, dass nicht alle Kunden diesen Weg einhalten wollen, aber zum Glück sind Sie ja durch IE-Bugfixings, Kundenwünsche und dilettantisch arbeitende Wettbewerber genug Kummer gewohnt.

Nils Pooker arbeitete selbstständig im Kunstbereich und ist seit 2001 freier Webdesigner. Als Fachbuchautor hält er Vorträge und schreibt über Kundenkommunikation, Wahrnehmung, Webstandards und barrierefreies Webdesign.

Kommentare
Gravatar Vannessa 02.10.2009
um 14:14 Uhr
hahahahaha lange nicht so gelacht beim lesen. arbeite selber im online-marketing und sehe jeden tag das die Leute eigentlich KEINE Ahnung davon haben was es heisst eine Website zu kreieren....("Was kostet eine Website?" Na genau so viel wie "ein Auto", gemäss seiner Ausstattung und Qualität schwankt das ganz schön....). Da heissts nur Ohren steif halten und versuchen die anderen zu unterrichten soweit es geht. #zitieren
Gravatar diaet 02.10.2009
um 14:48 Uhr
Die Mitdenker bitte nicht vergessen: "Ich habe extra versucht, in der Logik eines Content Managementsystems zu bleiben". Nett, aber überflüssig, weil keins geplant oder im Endeffekt nötig ist. Immerhi hat man dann schon mal sowas wie eine Seitenstruktur ;)
Und wenn man dann einmal gelernt hat, mit diesen (= fast allen) Kunden klarzukommen, kommen noch Kooperationspartner mit an Bord. Der Vertrieb schickt einem veraltete Spezifikationen, ist dann aber im Urlaub, so dass man das erst durch die Grafik erfährt, alles wieder neu machen darf, bis irgendwem auffällt, dass die Technik ja noch gar nicht eingerichtet....

*Creutz*
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Gravatar Marc 02.10.2009
um 17:45 Uhr
Sehr feiner Text, leider zu wahr. Was man noch anfügen kann:
- "Deadline nächsten Monat am 8., da ist eine wichtige Messe, Texte nehmen Sie einfach von der alten Seite.": Klar, kein Problem. Weswegen nochmal Relaunch?
- "Unsere Hausgrafikerin hat Ihnen da mal noch ein paar Verbesserungsvorschläge gemacht": Danke.
- "In der PDF-Vorlage waren die Texte so breit wie das Bild, bitte so machen": Gemeint ist Blocksatz und... nein.
- "Warum haben Sie so ein seltsames Bild genommen?": Weil Sie es mir geschickt haben?

^^Das sind nur Beispiele von heute.

Aber wir lieben doch unseren Job ;-)
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Gravatar Ben 02.10.2009
um 17:55 Uhr
Problemchen ist doch das 90% der »Webdesigner« , was ich selbst schon fast als Abwertung empfinde, gar keine Ahnung haben, von dem was sie da machen. Ein Projekt ist immer auch etwas Kundenerziehung.
Ich lasse es mir nicht nehmen meinem Kunden zu sagen: »Diese Bilder gehen mal gar nicht« oder »die Texte können Sie getrost in den Reisswolf packen« ... Viele »Webdesigner« haben einfach Angst davor dem Kunden die Stirn zu bieten, weshalb oftmals Werbung entsteht, nicht nur im Web, die niemals das Licht des Tages erblicken dürfte.

Wenn ich nicht in der Lage bin meinem Kunden zu erklären, weshalb »kurze, knackig prägnante Texte« und weshalb »scharfe, gute Bilder«, dann sollte ich mich nicht Selbständig machen. Das ist auch immer wieder der Grund weshalb sich mir die »Daseinsberechtigung« mancher Werbeagenturen nicht erschließt. Dort sitzt ein 9 to 5 Guy, dem es egal ist. Einer der Ahnung hat und 10 Mitläufer, die weder Ahnung, noch Bock haben.

Das nächste Problem ist, wie Marc schon angesprochen hat, oftmals sind zu viele Köche da und der eine weiß nicht, wie das Geschäft des anderen läuft. Screendesign fürs Web von einer Grafikerin die normalerweise Print Sachen layoutet, ja wie soll das anständig funktionieren. Immo gar nicht.

Immo ist nicht der Kunde schuld, sondern immer der Dienstleister, der es versäumt seinen Kunden Abläufe und Notwendigkeiten zu erklären. Wenn jeder in der Werkstatt angeben müsste, was genau gemacht werden soll, dann wären 90% der Autos in Deutschland nicht fahrtüchtig, weil der Kunde eben keine Ahnung hat, das es mal wieder Zeit für dies oder jenes wäre und warum das eine Teil nicht passt und Qualitativ einen Nachteil darstellt.

Das ganze auf den Kunden umzumünzen halte ich für einen Selbstbetrug.
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Gravatar Stephan 02.10.2009
um 18:11 Uhr
Solche Kunden begegnet man immer am Besten mit Vergleichen aus Ihrer Welt. Autos sind hierbei grandios zu verarbeiten, fahren die Herrschaften aus der Entscheider-Schicht doch Geschosse aus der "Ab 60000 Euro"-Klasse.
"Ihren X5 würden Sie doch auch nicht dem 16jährigen Neffen Ihres PR-Agenten überlassen, wenn ein Ölwechsel ansteht, oder?"

"Das wäre so, als wenn ich jetzt den Aussenspiegel dieses Golfs an Ihren M3 schrauben würde. Sähe nicht so passend aus."

Und sollte der Kunde trotzdem nicht lernfähig sein, wird der entsprechende Preis abgerechnet und das Flag "lernresistent" an die Kundenmappe geheftet. Als Merkzettel für das nächste Angebot.
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Gravatar Bernd 03.10.2009
um 06:53 Uhr
Ich bin zwar kein Webdesigner, kann aber auch ein Lied davon singen. Ich fertige Lasergravuren von Fotos in Kristallglas und Fotogravuren auf Metall. Was die Kunden da manchmal so abliefern lässt einen nur mit dem Kopf schütteln. Da bekommt man dann per Mail ein Foto mit sage und schreibe 8 KB und wenn man dan fragt ob es das Bild auch noch in besserer Auflösung gibt, bekommt man oftmals die Antwort: Warum, dass sieht doch gut aus. Was ich allerdings am schlimmsten finde ist, wenn man den Kunden ausführlich beraten hat und der dann trotzdem das Foto mit der schlechten Qualität nimmt. Der Hammer ist, wenn der Kunde das fertige Produkt (was dann wirklich nicht gut aussieht) in den Händen hält und sagt "Wow, sieht das klasse aus"!!! #zitieren
Top Kommentar der Woche
Gravatar Michael 03.10.2009
um 08:52 Uhr
Lieber Nils, Du schreibst einer ganzen Branche aus der Seele. Man könnte fast meinen unser Beruf würde erst Spass machen, wenn der Kunde nicht wäre. Aber wir wollen unsere Kunden nicht generell schlecht machen. Immerhin gibt es auch viele nette, einsichtige Kunden, die sich gern beraten und ein wenig führen lassen. Für die lohnt es sich, immer wieder mit viel Elan und Herzblut an neue Projekte zu gehen.

@Ben
Ich gebe Dir vollkommen Recht. Oftmals ist es besser, dem Kunden auch einmal ganz klar zu sagen, dass z.B. seine Vorlagen nichts taugen. Natürlich sollten dann auch gleich Vorschläge zur Lösung des Problems folgen.

Also, nicht verzweifeln und immer wieder freundlich sein. Auch wenn manchmal schwer fällt.
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Gravatar KurtE 03.10.2009
um 13:37 Uhr
Voll kuhl, die Erwähnung der Dateiendung .ppp! Ich dachte, die wäre mit Einführung von Windows3.1 ausgestorben. Das war irgendein Präsentationsformat von Lotus oder so. Es wurde noch in den ersten WinOffice-Versionen zum Import angeboten, wenn ich mich recht errinnere. Ansonsten muß ich meinen Vorrednern zustimmen. Es ist immer besser, eine klare Ansage zu machen, mit Hinweis auf die Folgen für das Projekt bei Nichtbeachtung dieser Ansage.
Und dann gibt es noch die alte Designerweisheit: "Der Kunde will seinen Auftrag schnell, billig und gut abgewickelt haben. Er kriegt aber immer nur zwei dieser Attribute!"
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Gravatar Nils Pooker 05.10.2009
um 09:14 Uhr
@Ben
Natürlich ist es der Job des Webdesigners, mit dem Kunden richtig zu kommunizieren und ihn aufzuklären. Zu diesem Thema habe ich ja nicht umsonst ein ganzes Buch geschrieben. Doch selbst, wenn man klar und deutlich formuliert, was man benötigt oder was die Qualität der Inhalte ausmacht: der Kunde bleibt – wie wir alle in ähnlichen Situationen – in seinem Verständnis von "gut" oder "angemessen" gefangen.

Es reicht dann fast immer eine kurze Aufklärung, dass und warum die gelieferten Inhalte suboptimal, viertelgut oder einfach nur grottenschlecht sind, verbunden mit dem Hinweis, dass die bereits mitgeteilten Vorgaben zwingend einzuhalten sind. Ärgerlich ist aber die verlorene Zeit, die man mit solchen Klarstellungen und Diskussionen verliert.
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Gravatar Walter 05.10.2009
um 09:46 Uhr
Klasse Beitrag Nils, entweder hast du eine versteckte Cam in meinem Büro oder es geht dir tatsächlich gleich.
Wie schon von dir erwähnt reicht meist ein klärendes Gespräch mit den eigenen klaren Vorstellungen. Unbelehrbare Kunden kann man nicht so einfach verbiegen, dann darf man das drohende Desaster nicht persönlich nehmen;-)
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