
17. März 2010
Alexa Meade – Irgendwo zwischen Malerei und Fotografie
Auf den ersten Blick könnte man meinen, Alexa Meade sei eine Künstlerin der pinselschwingenden Zunft. Erst beim zweiten Blick fällt auf, dass dies nur in gewissem Sinne stimmt. Eigentlich ist die Amerikanerin eine plastische Künstlerin, obwohl auch das nur in gewissem Sinne. Denn ihre Skulpturen sind wiederum Menschen aus Fleisch und Blut sowie Stillleben und komplette Räume. Alles überzieht die Künstlerin mit Farbe und lichtet es ab.
Im Endeffekt ist die Künstlerin damit eine Fotografin, die ihre Motive vorher mit dem Farbeimer bearbeitet. Sie erweckt bei den von ihr kreierten Szenerien den Eindruck, es handele sich um Ölgemälde. Auf Fotos wird der Clou ihrer Werke erst deutlich, wenn die Kamera zur Seite schwenkt und den nicht bemalten Teil einer Szene erfasst. Damit spielt die Künstlerin mit der Wahrnehmung des Betrachters. Auf ihrer Homepage heißt es über Meade:
Alexa Meade is an installation artist based in the Washington, DC area. Her background in the world of political communications has fueled her intellectual interest in the tensions between perception and reality.
Alexa Meade's innovative use of paint on the three dimensional surfaces of found objects, live models, and architectural spaces has been incorporated into a series of installations that create a perceptual shift in how we experience and interpret spatial relationships.
Mit dieser Ergänzung dürfte sich Meades künstlerisches Metier schließlich eindeutig bestimmen lassen: Auf räumliche Sphären abzielende Kommunikationsguerilla-Bodypainting-Fotografin, welche die Brücke zwischen Wahrnehmung und Realität im Visier hat – oder so ähnlich.
Jürgen Telkmann
































