5. März 2009
Angriff der E-Reader
Ab dem 11. März ist der E-Book-Reader von Sony, wie angekündigt, via buch.de und Libri.de erhältlich. 300 Euro kostet das elektronische Lesegerät. Mit einer Speicherkapazität von 192 MB kann der E-Reader rund 160 E-Books aufnehmen. Eine Akkuladung soll für 6.800 Seitenumschläge reichen, das sind circa zwölf Romane. Das Display misst sechs Zoll. Die Schrift lässt sich in drei Stufen bis 150 Prozent vergrößern. Das Gewicht liegt bei 260 Gramm.
Sony ist allerdings nicht die einzige Firma, die E-Reader im Portfolio hat. Bereits vor einem Jahrzehnt hat das "Rocket eBook" für Aufsehen gesorgt, Erfolg war es jedoch nicht. Ins Rollen gebracht hat den Markt Amazon mit dem Kindle, dessen zweite Version inzwischen in den USA erhältlich ist. Wann der E-Reader in Deutschland angeboten wird gibt Amazon nicht bekannt.
Für das dritte Quartal 2009 aber hat ein Berliner Startup einen E-Reader angekündigt: txtr. Der E-Reader soll mehr sein ls nur ein Lesegerät und so hat man mit txtr.com gleich eine Plattform zum E-Reader entwicklet. Die soll als zentrale Anlaufstelle zur Verwaltung digitaler Texte dienen, von Büchern über Dokumente bis hin zu Präsentationen. Die Dokumente lassen sich unterwegs abrufen und innerhalb von Arbeitsgruppen austauschen. Dazu ist der txtr mit UMTS, Wlan und Bluetooth ausgestattet. Der Preis steht noch nicht fest.
Plastic Logic hat ein besonders dünnes und leichtes Kunststoffdisplay für elektronische Dokumente angekündigt. Das Gerät ist ungefähr so groß wie ein Din A4 Papier und biegbar. Sein E-Ink-Active-Matrix-Display ist berührungsempfindlich. Angekündigt ist der E-Reader für die zweite Jahreshälfte, Marktstart wird wohl erst 2010 sein. Über den Preis ist nichts bekannt.
Bereits angeboten werden drei Geräte von iRex Technologies: ER0150, ER0141, DR1000S bzw. DR1000SW. Das Einstiegsmodell lässt sich nur via Speicherkarten und USB-Verbindung mit Lesestoff versorgen, der ER0141 hat Wlan an Board. Beide verfügen über ein acht Zoll Display. Der DR1000S ist größer und hat ein 10 Zoll Display. Die iLiad-Modelle lassen sich mit einem Stift bedienen, der Benutzer kann somit Texte mit Anmerkungen versehen. Die Preise bewegen sich zwischen 500 und 700 Euro.
Auch auf immer mehr Smartphones lassen sich elektronische Bücher herunterladen, beispielsweise das Apple iPhone. Amazon-Kunden in den USA steht über den App Store eine Applikation zur Verfügung, mit der sich für den Kindle gedachte E-Books auch auf dem Handy lesen lassen (wir berichteten).
Felix Schrader


























