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16. Oktober 2009

App Store: Apple erlaubt In-App Verkauf

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/051895)

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Für Entwickler ist die Festsetzung des Preises für eine iPhone-App immer ein wichtiger Punkt gewesen: War die App zu teuer, dann hatte sie Probleme, ein Hit zu werden – war sie zu billig oder gar umsonst, hatte man Schwierigkeiten, Umsätze zu erzielen. Und dann gab es da noch die gecrackten Apps. Also stellten viele Anbieter ihre Apps in zwei Versionen in den App Store: eine freie Lite-Version und die kostenpflichtige Premium-Version mit allen Funktionen. Dieses Dilemma könnte nun ein Ende gefunden haben: Apple erlaubt fortan In-App Verkauf, also das Freischalten von kostenpflichtigen Inhalten und Funktionen innerhalb einer App.

Techcrunch berichtet, dass Apple damit die Firmenpolitik des App Stores erheblich lockert. Noch vor einem Monat habe man Anfragen gegenüber diesbezüglichen Absichten dementiert. Spekulationen besagen, man habe verhindern wollen, dass freie Apps den Markt überfluten und dann den Käufer in eine nicht kontrollierbare Kostenfalle locken. Die Weichenstellung zum In-App Kauf kam also überraschend, folgt aber einem Prinzip, dass auf PCs schon lange Usus ist: man denke an freischaltbare Demos, Shareware usw.

Dies bietet den Entwicklern auch Möglichkeiten, Maßnahmen gegen die Internet-Piraterie zu ergreifen. Eine kostenpflichtige App lag bislang vollständig auf den Servern des App Store. Wurde sie einmal gecrackt, konnte sie auf iPhones via Jailbreak installiert und in vollem Umfang genutzt werden. Durch den In-App Kauf erhalten die Entwickler die Macht über ihre Apps in gewissem Sinne zurück. Die abgespeckte Version im App Store wird dann zum freien Download bereitstehen, der volle Funktionsumfang wird beim In-App Verkauf allerdings nur über die Entwickler-Server vonstatten gehen können.

Es gibt sogar schon eine erste App, die diese Möglichkeit nutzt: der E-Mail-Push Service Boxcar. Die App steht zum kostenlosen Dowload bei iTunes bereit, bietet einen freien Service und schaltet andere gegen Gebühr frei. Man darf gespannt sein, in wiefern die Entwickler zukünftig Gebrauch vom In-App Verkauf machen und ob die Qualität des Angebots im App Store darunter leidet.

(Bild: Techcrunch)
(Bild: Techcrunch)

Jürgen Telkmann

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