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9. März 2010

Apple – Knebelvertrag für Entwickler von iPhone-Apps

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/054340)

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Wer ein Entwickler für das iPhone werden will, muss zuvor das iPhone Developer License Agreement unterschreiben. Wie streng und teils einseitig die Bestimmungen des Vertrages zwischen Apple und dem Entwickler jedoch aussehen, war bisher wenig bekannt. Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) veröffentlichte nun Details der Vereinbarung und kritisierte diese: "All your Apps are belong to Apple".

Dass bisher weniger über das Developer License Agreement für das iPhone gesprochen wurde, liegt an einer der Bedingungen der Vereinbarung. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die Entwickler zur Verschwiegenheit über die Vertragsinhalte gegenüber der Öffentlichkeit. Die EFF erhielt von der NASA, die eine App für das iPhone entwickelt hatte, einen Einblick in das iPhone Developer Programm License Agreement. Die EFF berief sich dabei auf den "Freedom of Information Act", um von der NASA Informationen über die Vereinbarung mit Apple zu erhalten. Das Gesetz zwingt öffentliche Einrichtungen zu Transparenz.

Die Vereinbarung beinhaltet neben dem Verbot, sich öffentlich über den Vertrag zu äußern, auch die Unterlassung von Reverse Engineering und der Bastelei an der Apple Software. Ferner muss der App Store als einziger Vertriebskanal für die Apps akzeptiert werden. Letztere Bedingungen sind nichts Neues, allerdings behält sich Apple das Recht vor, jede App zu jeder Zeit löschen zu können. Darüber hinaus müssen die Entwickler einwilligen, dass sie von Apple niemals mehr als 50 Dollar Schadensersatz erhalten können.

Die EFF betrachtet die Vereinbarung als sehr einseitig zugunsten von Apple. Dass ein solcher Vertrag überhaupt zustande kommen kann, sei nur möglich, da im Fall Apple ein geschlossenes und monopolistisches System vorliege. Apple entscheide selbst, wer mit welcher Software Zugang auf eines der vielen Million iPhones haben kann. Das durfte die EFF bereits selbst erleben, als deren eigene App zunächst nicht von Apple zugelassen worden war.

Lukasz Konieczny

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