21. August 2009
Apple an Palm: Finger weg von meinen Mitarbeitern
Gute Mitarbeiter sind für Unternehmen Gold wert. Für Konkurrenten aber ebenso. Daher kommt es nicht selten vor, dass Frau oder Herr A von Firma B zu Firma C wechselt und gelegentlich auch wieder nach B. In der Finanzindustrie löst man dieses mitunter gravierende Problem durch Boni in Millionenhöhe. In der IT löst man es, indem sich die Chefs von Firma B und C an einen Tisch setzen und gemeinsam schwören, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuluchsen. Apple und Google machen das, angeblich. Und Apple wollte das auch mit Palm machen, doch Palm-Ex-Chef Ed Colligan wollte nicht so wie Steve Jobs.
Im August 2007, als es auf dem Mobilfunkmarkt heiß her ging – Apple hatte gerade das iPhone präsentiert –, hat Palm Jon Rubinstein von Apple abgeworben, um mit Mr. iPod neue Smartphones zu entwickeln. Jobs soll über den Wechsel nicht sonderlich erfreut gewesen sein und wollte weitere Personalwechsel verhindern. "We must do whatever we can to stop this", so Jobs gegenüber Colligan, berichtet Bloomberg.
Colligan jedoch hat das "Angebot" ausgeschlagen, es gar als illegal bezeichnet. "Your proposal that we agree that neither company will hire the other’s employees, regardless of the individual’s desires, is not only wrong, it is likely illegal." Die genauen Details der Kommunikation zwischen den beides CEOs liegen Bloomberg nicht vor, Jobs soll aber angemerkt haben, dass Apple viele Patente halte und mehr Geld als Palm habe, sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen.
Inzwischen soll das U.S. Justice Departement eine Untersuchung zu dem Thema eingeleitet haben. Palm soll bisher aber noch nicht kontaktiert worden sein.
Felix Schrader

























