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1. Februar 2010

Apple gegen den Rest der Welt

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/053646)

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Wenige Tage nach Veröffentlichung des iPad bleibt das Gerät ein heiß diskutiertes Thema: Viele Experten reagierten mit Enttäuschung. Die Kritik scheint Apple CEO Steve Jobs wohl sauer aufgestoßen zu sein. Wie Wired berichtet, soll sich Steve Jobs herablassend über Google und Adobe geäußert haben. Wired beruft sich dabei auf eine interne Quelle, die nicht genannt werden kann.

Während eines internen Meetings soll Steve Jobs über Google gesagt haben, deren Motto "don't be evil" sei "Bullshit". Apple hätte nie beabsichtigt, den Markt für Suchmaschinen zu betreten, aber Google hätte sich entschieden in den Smartphone-Markt einzudringen, um das iPhone zu zerstören.

Für Adobe hat Steve Jobs ebenfalls keine warmen Worte übrig. So hält er die Mitarbeiter des Unternehmens für "faul", da sie das Potential ihrer Produkte nicht wirklich ausschöpfen könnten. Er lehne Flash ab, da es voller Bugs stecke und Systeme nur destabilisiere. Er wird stattdessen auf HTML5 setzen. John Nack von Adobe nahm in seinem Blog das Programm jedoch in Schutz. Er gab zwar Fehler bei Flash zu, die behoben werden müssten, dennoch hätte die Technologie sehr viel für das Internet getan.

Die Konkurrenz von Apple scheint nach Angaben von Mashable nicht gerade in Ehrfurcht zu erstarren. Microsoft findet es recht ironisch, dass es selbst offener geworden sei als das geschlossene System Apple. Nintendos Präsident Satoru Iwata gab sich wenig beeindruckt und beschrieb das iPad als größeren iPod Touch. Netflix zeigte derweil kein Interesse daran, eine App für das iPad zu entwickeln, während Amazon sich kämpferisch präsentierte und betonte, dass bereits mehr als ein Drittel der verkauften Bücher E-Books seien.

Matt Burns von Crunch Gear denkt sogar, dass Apple den Erfolg des iPad gar nicht in der Hand hätte, sondern es alleine auf die Entwickler ankommen würde, welche die Applikationen für das Gerät entwerfen. Der Erfolg des iPads würde erst durch die Qualität der Apps gemessen werden können.

Lukasz Konieczny

Kommentare
Gravatar Andrew Clark 01.02.2010
um 13:54 Uhr
Die Kritik der Konkurrenten zeigt wie sehr Apple mit dem iPad den Nerv der Zeit getroffen hat. Man ahnt wie erfolgreich das iPad werden wird und weiß sich nicht anders zu helfen als überlaut Kritik zu äußern.
Steve Jobs hat Recht mit der Aussage, daß Flash verbuggt ist. Adobe ist doch Spitzenreiter wenn es um Virenanfälligkeit geht. Der Adobe Reader hat bekanntermaßen permanent irgend eine Lücke.

Amazons Kindle wirkt gegen den iPad wie ein antiquiertes Vorkriegsmodell.

Die Konkurrenz hat kalte Füße bekommen!
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Gravatar André 01.02.2010
um 14:34 Uhr
Zwar ist es tatsächlich oft so, dass das Gelächter der Konkurrenten eher auf einem Beißreflex beruht, aber in diesem Fall würde ich ihnen Recht geben.
So sehr ich mein iPhone mag... ich habe keine Ahnung, was ich mit diesem zu groß geratenen iPod touch anfangen soll. Als tragbare Spielkonsole ist es zu teuer, als Alternative zum Notebook fehlt schon alleine Multitasking. eBook-Reader? Ich bin eh kein großer Fan von eBooks. Zwar könnten Kindle und iPad daran vielleicht etwas ändern, aber solange die Geräte so teuer sind, investiere ich dieses Geld lieber in gedruckte Bücher.

Was außerdem vergessen wird: Kindle mag zwar technisch nicht mit dem iPad mithalten können, aber UMTS ist in über 100 Ländern bereits inklusive. Für das iPad werde ich hingegen sicherlich wieder teure Flatrate-Tarife abschließen müssen... zusätzlich zum iPhone sehe ich das nicht ein, zumal ich genügend Geräte habe, die mir den Zugang in's Netz ermöglichen.

Ich sehe es deshalb wie Matt Burns. Die Apps müssen letztlich über den Erfolg des Geräts entscheiden. Wenn da genug Material geliefert wird, das nur mit dem iPad zu gebrauchen ist, und das den teuren Anschaffungspreis rechtfertig, dann kann man sich den Kauf überlegen. Ansonsten muss Apple wohl darauf hoffen, dass es genügend Fanboys gibt, die jedes Apple-Gadget für jeden Preis kaufen.
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