28. Juli 2010
Apple gibt Gas beim Mac Pro und iMac
Apple versorgt den Mac Pro und seine iMac-Reihe mit mehr Prozessorleistung. Zusätzlich wird das Apple-Sortiment durch neues Zubehör ergänzt, wie einen 27-Zoll-Breitbildschirm und das Magic Trackpad, das mit Hilfe von Multitouch-Funktionen die Maus ersetzen möchte.
Der Mac Pro setzt jetzt auf die Power von bis zu zwölf CPU-Kernen. Damit soll die Performance des neuen Mac Pro gegenüber dem Vorgänger um satte 50 Prozent erhöht worden sein, wie Apple in einer Pressemitteilung erklärte. Dank zahlreicher Konfigurationsmöglichkeiten lässt sich der Wunsch-Mac-Pro zusammenstellen.
Zum Einsatz kommen Quad-Core- und 6-Core-CPUs der Intel-Xeon-Reihe mit einer Taktfrequenz von bis zu 3,33 GHz. Per Turbo Boost kann die Leistung sogar zeitweise auf 3,6 GHz erhöht werden. Die 3D-Grafikleistung wird standardmäßig von einer ATI Radeon HD 5770 GPU mit 1GB RAM bewerkstelligt. Auf Wunsch kann auch das noch schnellere Modell ATI Radeon HD 5870 bestellt werden. ATI löst damit NVIDIA als Lieferant von GPUs für Apple ab.
Apple bietet für den neuen Mac Pro auch zum ersten Mal ein Solid State Drive (SSD) statt einer herkömmlichen Festplatte an. Bis zu vier 512 GB SSDs können im Mac Pro gleichzeitig eingesetzt werden. Für die Ausgabe von Grafik verwendet der Mac Pro zwei Mini Display-Ausgänge, die zum Beispiel mit dem ebenfalls neuen 27-Zoll-LED-Cinema-Display mit IPS-Technologie verbunden werden können sowie einen Dual-Link-DVI-Port. Die Produktion der 24- und 30-Zoll Cinema-Displays wird hingegen eingestellt.
Auch die iMacs bekommen neue Prozessoren. Künftig kommen die Core i3, Core i5 oder Core i7 CPUs von Intel zum Einsatz. Für die Grafik sorgt eine ATI Radeon HD 5750 GPU. Wer sich für den 27-Zoll-Bildschirm entscheidet, hat auch die Möglichkeit, ein 256GB SSD zu bestellen.
Das Magic Trackpad ist im Prinzip eine größere Variante des Touchpads im MacBook, das aber als Stand-Alone-Produkt verwendet wird. Mit dem Magic Trackpad möchte Apple die herkömmliche Maus ersetzen. Ironischerweise war es Apple, das zu Zeiten der Macintosh-Computer die Maus erst salonfähig machte. Das schnurlose Trackpad soll dem Apple-User ein Touchscreen-Feeling vermitteln. Damit schließt sich in einer gewissen Weise der Kreis zwischen iPhone, MacBook und iMac: Apple scheint in der Fingerbewegung als die alleinige Zukunft der Gerätebedienung zu sehen.
Lukasz Konieczny
































