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29. Januar 2010

Apple iPad: Der Tag danach

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/053631)

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Einen Tag nach der Präsentation des iPad dürfte klar sein, dass Gerät ist weitaus beeindruckender als es auf Bildern den Anschein erweckt. Je-d-er, der das Tablet bisher in den eigenen Händen halten durfte, berichtet von einem "beeindruckenden Erlebnis". So steht denn bereits die Frage im Raum: Besiegelt das iPad das Ende des Kindle? GigaOm ist sich schon heute sicher und meldet ein klares "Yes". Das iPad hat den besseren Akku, das bessere Display, das auch noch in Farbe, und es kann Rich Media. "It's like comparing Kansas and Oz."

Wie zum Trotz meldet sich Amazon nach der iPad-Premiere mit einem um 42 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar verbesserten Quartalsergebnis. Und bei der Bekanntgabe der Zahlen kommt Amazon-Chef Jeff Bezos nicht umher, den Kindle besonders hervorzuheben: "Millions of people now own Kindles." Und sie lesen auch jede Menge. "When we have both editions, we sell 6 Kindle books for every 10 physical books."

Wie viele E-Reader Amazon verkauft hat, will Bezos jedoch nicht verraten. TechCrunch immerhin will herausgefunden haben, dass Amazon insgesamt drei Millionen Kindle unters Volk gebracht hat. Offizielle Zahlen gibt es nur zu den von Amazon angebotenen E-Books, 410.000 werden offeriert. Piper-Jaffray-Analyste Gene Munster schätzt, dass Apple im ersten Jahr bis zu vier Millionen iPads verkaufen wird, andere Analysten gehen gar von sechs Millionen Geräten aus.

Für Fujitsu dagegen ist das iPad nicht 2010 sondern so was von 2002. Den Namen iPad hat man sich im Jahr 2003 gar schützen lassen und ein Smartphone-ähnliches Gerät in den USA auf den Markt gebracht. Laut New York Times droht Fujitsu Apple denn auch mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung über die Namensrechte.

Kein Rechtsstreit sondern Unverständnis und Unfrieden schlägt Apple seitens Adobe entgegen. In den diversen Blogs der Firma zeigt man sich vom iPad zwar leicht beeindruckt, bringt aber schnell auf den Punkt, was man vom fehlenden Flash Support hält: "It looks like Apple is continuing to impose restrictions on their devices that limit both content publishers and consumers. Unlike many other ebook readers using the ePub file format, consumers will not be able to access ePub content with Apple's DRM technology on devices made by other manufacturers. And without Flash support, iPad users will not be able to access the full range of web content, including over 70% of games and 75% of video on the web", so Adrian Ludwig im Flash Platform Blog.

Zwar will Adobe mit der Creative Suite 5 Flash auf das iPhone bringen, die Zeichen zwischen beiden Unternehmen stehen aber auf Sturm, vor allem wenn man sich das Bild anschaut, mit dem Adobe Platform Evangelist Lee Brimelow seinem Unmut Luft macht.

Apple iPad: Genuss und Frust (Bild: Lee Brimelow)
Apple iPad: Genuss und Frust (Bild: Lee Brimelow)

Kleineren und größeren Problemen zum Trotz, das iPad ist seiner Zeit voraus, meint CNet. "Start pitching this thing as the actual replacement for paper. Get some serious content deals with periodicals and papers, and maybe even offer a combined subscription service that lets you choose 8 or 10 papers and magazines for a flat fee. Get the bookstore up to Amazon stock levels, put an e-ink/LCD hybrid display in the next version, and get serious about what this really is: a multimedia reader."

Spätestens Ende März dürfen auch wir uns hierzulande ein Bild vom iPad machen, dann soll das Tablet weltweit angeboten werden. Vermutlich aber müssen wir nicht lange warten, uns die ersten Zeitgenossen in der Bahn oder im Café begegnen, die lächelnd hinter einem iPad hervorlunzen.

Felix Schrader

Kommentare
Gravatar Overspice 29.01.2010
um 12:41 Uhr
Entschuldigung aber das iTampon hat bitte was ? Den besseren Akku ?
10 Stunden lesen vs. eine Woche lesen ?
Das bessere Display...hmmm kommt drauf an. Es hat weniger DPI und ist nur nen LCD.
Also ziemlich ermüdend zum lesen im Gegensatz zu einem E-Paper Display.
Ausserdem wird es höchstwahrscheinlich bei Tageslicht wie sau spiegeln, nicht ohne Grund hat Apple bei seiner Demo den iTampon in einem abgedunkelten Raum mit indirekter Beleuchtung vorgeführt.

Also aus der reinen Ebook Reader Perspektive hat das iTampon jede Menge Nachteile gegenüber dem Kindle oder jedem anderen Ebook Reader.
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Gravatar Peter P. 29.01.2010
um 14:56 Uhr
Jaaaaaa, besserer Akku, dafür tausendfacher Stromverbrauch...
Auch am Tag danach werden offenbar gerne Äpfel mit Birnen verglichen.

Ein Ebook-Reader ist ein Ebook-Reader, das iPad ist wahlweise ein abgespecktes, aber dafür stylishes und handliches Netbook, oder aber ein etwas besserer, größerer iPod.

Wer einmal einen kompletten Roman auf einem LCD-Display zu lesen versucht hat, wird davon absehen, dies ein zweites Mal zu tun.
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Gravatar Markus 29.01.2010
um 15:09 Uhr
Peter P.:
... das iPad ist wahlweise ein abgespecktes, aber dafür stylishes und handliches Netbook, oder aber ein etwas besserer, größerer iPod.


Das iPad ist kein Netbook. Es ist ein ganz neues Devices, Bindeglied zwischen Smartphone und Laptop. (Übrigens, beides verkauft Apple sehr gut, warum sollte man sich selbst Konkurrenz machen.)

Mir gefällt das iPad deutlich besser als ein Netbook, weil es mir eine andere Sitzposition erlaubt, das Display ist deutlich besser. Und alle Dinge die unterwegs wichtig sind, kann ich erledigen. Wer bitte schreibt auf einem Netbook einen Artikel oder eine Präsi. Das iPad aber ersetzt beispielsweise mein Notebook bei einer Präsentation Mehr noch, ich kann meinen "Rechner" der bei einer Präsentation fix an einen Platz gebunden ist mitnehmen und sehr viel interaktiver arbeiten.

Das iPad ist kein E-Reader es macht ihnen aber denoch starke Konkurrenz. Denn wenn ich mich entscheiden muss welches Gadegt ich kaufe, dann nehme ich das iPad. Überall gehen die Kommentare bisher immer in die Richtung E-Reader sind mist, ich will das Buch in den Händen halten. Jetzt nicht mehr oder wie oder was?

Noch konnte ja auch keiner das Lesevergnügen auf dem iPad testen, oder?
Interessant wäre es aber, wenn Verlage beim Kauf eines Hardcovers gleichzeitig eine digitale Version mit ausliefern würden.
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Gravatar Peter P. 29.01.2010
um 15:42 Uhr
Peter P.:
... das iPad ist wahlweise ein abgespecktes, aber dafür stylishes und handliches Netbook, oder aber ein etwas besserer, größerer iPod.



... Bindeglied zwischen Smartphone und Laptop.


Dann sind wir doch fast einer Meinung, drücken uns nur anders aus :)
Nur sage ich Pod statt Phone, weil phonen kann es ja nicht... ;-)

Das iPad macht Ebook-Readern etwa in dem Maße Konkurrenz wie ein PC einer Stereoanlage. Entweder man hat einen "Alles"-Könner mit gewissen Nachteilen, oder aber ein hochspezialisiertes Gerät, das auf seinem Gebiet das bestmögliche rausholt.
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Gravatar Markus 29.01.2010
um 15:54 Uhr
Peter P.:
Nur sage ich Pod statt Phone, weil phonen kann es ja nicht... ;-)


;-)

Telefonieren kann man nicht nicht, Apple hat aber gerade in den USA VoIP ür das iPhone freigegeben. Mit sicherheit kann man später auch mit dem iPad telefonieren mitels Headset wie beim iPod touch.

Aber warten wir ab, ich wette nen Keks, der/die/das iPad wird sich durchsetzen.
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Gravatar Peter P. 29.01.2010
um 16:08 Uhr
Aber warten wir ab, ich wette nen Keks, der/die/das iPad wird sich durchsetzen.


Davon gehe ich auch aus... zumindest vorerst. Auf lange Sicht hoffe ich, dass offenere Geräte wiederum dem iPad Konkurrenz machen können. Auch wenn sie weniger stylish sein werden ;-)
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Gravatar vikingosegundo 31.01.2010
um 01:11 Uhr
in der Bahn oder im Kaffee begegnen



Na, hoffentlich begegnet mir in meinem Kaffee kein Zeitgenosse mit einem iPad. In einem Café kann ich damit leben :D
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Gravatar Robin 02.02.2010
um 16:53 Uhr
I dont like that new iPad...:-( War wirklich gespannt was Apple da präsentieren wird...und es stelte sich leider als Enttäuschung raus...naja was will man machen.
LG
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Gravatar Preisi 04.07.2010
um 12:25 Uhr
Leider ist mir neulich bei 30 Grad der Akku geplatzt, tolles Ding... #zitieren
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