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29. Juli 2009

BA(I)NG: Microsoft und Yahoo suchen gemeinsam!

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/050226)

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Es ist offiziell: Microsoft und Yahoo gehen künftig Hand in Hand und wollen Google gemeinsam Dampf machen. Yahoo wird dazu die neue Microsoft-Suchmaschine Bing nutzen. Im Gegenzug übernimmt Yahoo exklusiv die Vermarktung der Anzeigen auf beiden Portalen. Und das, ist man sich bei Microsoft sicher, "will improve the Web search experience for users and advertisers, and deliver sustained innovation to the industry."

Das Agreement, dem monatelange Verhandlungen vorausgegangen waren, soll zehn Jahre laufen und sieht eine Aufteilung der Umsätze vor. In den ersten fünf Jahren soll Yahoo 88 Prozent der Einnahmen, die mittels Suchanzeigen generiert werden, als Traffic Acquisition Costs erhalten. Ansonsten werden beide Unternehmen weiterhin unabhängig voneinander operieren.

Durch den Schulterschluss hofft man, dem Platzhirsch Google Werbekunden streitig machen zu können. Auf die Suchmaschine entfallen knapp 70 Prozent der Suchanfragen. Immerhin, Bing scheint ein paar Wochen nach dem Start gut bei den Konsumenten anzukommen. Allerdings begleitet die Marketinführung eine 100 Millionen Dollar teure Werbekampagne.

Eine solche Kooperation jedoch hätte man deutlich früher haben können. Seit Anfang 2008 eiert man um das Thema herum. Rund 40 Milliarden Dollar hat Microsoft damals für Yahoo geboten, den kompletten Konzern wohlgemerkt. Yahoo, damals noch unter der Leitung von Jerry Yang, war das zu wenig und hat abgelehnt.

Sein Heil suchte man in einer Verbindung zu Google. Dem stimmten die Wettbewerbbehörden wiederum nicht zu. Daraufhin musste Yang gehen. An seine Stelle trat Carol Bartz, die seitdem, frei von "Gründer"-Gefühlen, Yahoo auf Vordermann bringt.

Schweren Zeiten stehen beiden Protagonisten dennoch bevor. Bei Yahoo brach der Umsatz aktuell um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar ein, bei Microsoft gar um 17 Prozent auf 13 Milliarden Dollar was 5000 Angestellten den Arbeitsplatz kostet. Zwei Kranke ergeben jedoch keinen Gesunden. Was aber hätten beide Unternehmen für eine Alternative zur Kooperation? Keine. Alleine ist man zu klein und zu schwach, um dem Konkurrenten aus Mountain View das Wasser zu reichen. Immerhin könnte man nun, da haben Bartz und Ballmer recht, eine Anzeigenplattform haben, die eine Alternative zu Google darstellt.

Felix Schrader

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