25. August 2009
Blog goes Print – Schon wieder
Erst kürzlich ist The Printed Blog mit seinem Konzept gescheitert, Texte von Bloggern in gedruckter Form herauszubringen. Das jähe Ende erfolgte bereits sechs Monate und 16 Ausgaben nach dem ersten Erscheinen. Die Werbeeinnahmen reichten nicht aus, um das eigentlich interessante Projekt zu finanzieren. Aufstieg und Fall von The Printed Blog sind nach wie vor unter blog.theprintedblog.com dokumentiert.
Anton Waldburg wird sich also gut überlegt haben, nun in London mit einem ähnlichen Konzept an den Start zu gehen. Am 25. September soll theblogpaper in einigen Stadtteilen Londons und an diverse Medienmacher verteilt werden. Für die erste "Pre-Launched-Version" sind 5.000 Kopien geplant. Danach soll die Zeitung wöchentlich kostenlos erscheinen und über Anzeigen finanziert werden.
Wie sich der Content der kommenden Ausgaben gestaltet, wird per Vote durch die Community des hauseigenen Online-Portals entschieden. Registrierte Nutzer können Artikel schreiben, kommentieren und bewerten. Stößt ein Artikel auf besonders große Resonanz, steigt er im Ranking nach oben, bis er sich für die Printausgabe qualifiziert hat. Derzeit seien bereits über 500 aktive User auf der Homepage von theblogpaper registriert, meldet pte.
Das Konzept unterscheidet sich von seinem Vorgänger darin, dass gezielt eine Community aufgebaut wird, die auch online publiziert. Die User von The Printed Blog wählten Beiträge aus der gesamten Blogosphäre für die Printausgaben. Das hätte zum Teil rechtliche Schwierigkeiten nach sich ziehen können, wenn die Verfasser beispielsweise nicht vorab in die offline Veröffentlichung eingewilligt haben. Ob Waldburg mit seinem Konzept erfolgreich sein wird, muss sich zeigen. Die Idee mag zwar adaptiert worden sein, wird dadurch allerdings nicht uninteressanter.
Jürgen Telkmann
































