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30. November 2009

Das Ende der URL

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/052693)

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Um Seiten im Web anzusteuern braucht es URLs. Einmal in die Adresszeile des Browsers eingetragen, führen einen Internetadressen an jeden erdenklichen "Ort". Doch mit dieser Freiheit könnte es bald vorbei sein, befürchtet zumindest Chris Messina.

Nicht dass uns die Adressen ausgehen oder es weniger Seiten geben wird. Vielmehr sind wir selber schuld bzw. unsere Vorliebe für das Bequeme gepaart mit dem Geschäftssinn einiger Firmen. Das Sterben der URLs macht Messina an mehreren Entwicklungen fest, dem WebTV, Tools wie Litl, Funktionen wie Top Site, Facebook und Smartphone Apps.

Eher früh als spät, wird sich das Internet auch auf dem TV breit machen. Doch anders als auf dem Rechner kommt die gute alte Glotze sehr wahrscheinlich nicht mit Tastatur und Maus daher. Um die Einstiegshürde so gering wie möglich zu halten, werden Hersteller bestimmte Angebote auswählen, einen Browser gibt es nicht. Ansteuern könnte man dann beispielsweise nur YouTube, Flickr und den Wetterdienst.

Gleiches gilt, glaubt Messina, für künftige Rechner. Die werden mit bereits ausgewählten Webseiten ausgeliefert, ähnlich der Tope Sites-Funktion von Safari oder Firefox. Unsere Bequemlichkeit erledigt den Rest, warum sich auf die Suche nach neuen Seiten machen, wenn einem die "besten" bereits vor den Füßen liegen. Beim iPhone sind wir es schon heute gewohnt, dass uns eine Applikation für jede erdenkliche Lebenslage zur Verfügung steht. Interessant macht das iPhone nicht die Möglichkeit Webseiten anzusteuern, sondern die Vielzahl an Apps.

Ob sich Messinas Bedenken bewahrheiten? Eine Zukunft ohne URLs jedenfalls wirkt bedenklich:

The URL and the ability for anyone to mint a new one and then propagate it is what makes the web so resilient, so empowering, and so interesting! That I don’t need to ask anyone permission to create a new website or webpage is a kind of ideological freedom that few generations in history have known! Now, granted, there is still much work to be done to spread the power and privilege of the web, but what I don’t want to see happen in the meantime is the next generation of kids grow up with an '“easier' laptop, Web Top, Net Book, Nook, or whatever the hell they’re going to call it – that lacks an address bar. I don’t want the next generation to grow up with TV-stupid controls and a set of predefined widgets that determine the totality and richness of their experience on a mere subset of the web! That future cannot be permitted!

Felix Schrader

Kommentare
Gravatar Markus 30.11.2009
um 14:27 Uhr
Eine abwegigere Apokalypsenstory hab’ ich ja noch nie gehört. #zitieren
Gravatar LSR 01.12.2009
um 00:16 Uhr
Herr Felix, bitte, der Browser heißt Safari, nicht Sarafi. Klingt zwar auch irgendwie nach einer Safari im Internet, aber das ist es nicht. Und auch Grammatik müsste korrigiert, sowie Kommata gesetzt werden. Wenn die schnelle Information im Internet sich gegen das vermeintliche Qualitätsjournalismus durchsetzen möchte, dann sollte schon wenigstens die Sprache beherrscht werden.
(*Rechtschreibkontrolle des Browsers ftw.)

Außerdem, was hat ein Ende der URL mit dem Vorsetzen von möglichen Webseiten zu tun?

Mir soll´s erst mal egal sein, wenn ich immer noch gewöhnte Seiten erreiche, oder dennoch Seiten erreiche, die eben nicht zu den Topseite gehören.

Aber ansonsten muss ich sagen, dass hier wieder viel Daten gespeichert werden müssen, um in Erfahrung zu bringen, was der Kunde eigentlich für Topseiten mag.
Wird da nicht im Endeffekt auch eine Informationsfreiheit eingeschränkt, indem gezielt gelenkt wird, oder werden kann?
#zitieren
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