4. Mai 2009
Deutschlands Dauersurfer: Oft männlich und mit Abi
Wie viel Zeit verbringt der Otto-Normal-User in Deutschland tagtäglich im Internet? Laut einer repräsentativen Studie im Auftrag des IT-Verbands Bitkom sind es genau 2 Stunden und 20 Minuten – im Durchschnitt, wohlgemerkt. Gut acht Prozent aller User sind pro Tag über fünf Stunden online aktiv, und jeder hunderste Internetnutzer klinkt sich sogar erst nach zehn Stunden wieder ins Real Life ein. Insgesamt sind inzwischen knapp zwei Drittel aller Deutschen online – bezieht man auch die Nichtnutzer in die Rechnung mit ein, verbringt jeder Deutsche im Schnitt 88 Minuten täglich im Netz.
Bei den Dauernutzern sind Männer überrepräsentiert: Mehr als zwei Stunden täglich im Netz verbringen 38 Prozent der männlichen User, bei den Frauen sind es 31 Prozent. Auch der Bildungsgrad beeinflusst laut der Studie die Nutzung: 47 Prozent der Abiturienten sind mindestens zwei Stunden pro Tag online, bei Menschen mit Mittlerer Reife liegt der Anteil bei 23 Prozent, bei Hauptschulabgängern bei 35 Prozent – immer vorausgesetzt, es ist grundsätzlich ein Internetanschluss vorhanden.
Weitere wichtige Erkenntnis: Bei der Internetnutzung verschwimmt die Grenze zwischen Job und Privatleben. Zwei Drittel der berufstätigen Anwender nutzen das Web während ihrer Freizeit auch für ihren Job. Gleichzeitig verwendet jeder zweite berufstätige Nutzer das Internet während der Arbeit für private Zwecke. Eine Verschmelzung, die die Arbeitgeber in der Unternehmenskultur berücksichtigen sollten, findet der Bitkom.
Für die Studie wurden im Februar 2009 1.000 Personen in Privathaushalten im Alter von 14 Jahren aufwärts befragt.
Reimar Winkler

































