
15. März 2010
E-Book-Reader werden überleben
Für E-Book-Reader könnten schwere Zeiten anbrechen. Mit der Markteinführung zahlreicher Tablets bekommen die E-Book-Reader erhebliche Konkurrenz durch die mobilen Multimedia-Geräte. Verglichen mit den Tablets sind die Multimedia-Fähigkeiten der E-Book-Reader eher bescheiden. Als Reaktion kündigte Amazon an, den Browser des Kindle um einige Funktionen zu erweitern. Geht es nach Wired, müssen sich die E-Book-Reader allerdings keine Existenzsorgen machen.
Das Magazin geht vielmehr von einer Koexistenz von E-Book-Reader mit E-Ink-Technologie und internetfähigen Tablets mit LCD oder OLED Farbdisplays aus. Wer nur Bücher lesen will, greife eher zum E-Book-Reader. "If reading is your primary entertainment activity, you are more likely to buy an e-reader", sagte Glen Burchers, Director of Marketing bei Freescale. "So this is a person who will pick up a book when they have the spare time instead of turning on the TV or opening up the computer".
Die E-Ink-Geräte sind auch wesentlich günstiger als Tablet-PCs. Der E-Book-Reader von Sony liegt bei etwa 200 Euro, während das iPad in den USA bei Rund 500 Dollar beginnen wird. Die Analysten nehmen an, wenn sich die Preise der Reader noch um etwa ein Viertel senken lassen würde, könnten zwei Mal so viele E-Book-Reader verkauft werden. Laut den Martkstudien von Freescale ist der durchschnittlichen E-Book-Reader-Käufer 43 Jahre alt, verdient 72.000 Dollar im Jahr und kauft 2 E-Books pro Monat.
Die Technik der E-Ink-Displays ist zum Lesen hervorragend geeignet. Der Bildschirm reflektiert nicht , so dass er auch bei Sonnenlicht lesbar bleibt. Das sind Vorteile, die durchaus für einen herkömmlichen E-Book-Reader sprechen. "The first thing you need to consider is whether tablets will actually be as good for book reading as the E Ink readers are", sagte James McQuivey, Analyst bei Foster Research. "Having a two-week battery life and a device that's comfortable to stare at for hours at a stretch without strain is hard to beat".
Der Bildaufbau der E-Ink-Technologie ist jedoch recht langsam, die meisten Displays sind noch immer schwarz weiß. Für die Nutzung eines Online-Magazins oder einer Zeitung, die farbige Bilder, Grafiken oder Videos enthält, wären ein Tablet die bessere Wahl. Die Koexistenz von E-Readern und Tablets ist für die Verlage ohnehin die geringere Sorge. Sie produzieren E-Books in allen gängigen Formaten für die verschiedene Endgeräte, wie E-Book-Reader, Smartphones und Tablets.
Lukasz Konieczny
































