. .
CREATE OR DIE Special Downloads Shop webinale

Schauplatz

News

22. Juni 2010

E-Reader sind sooooo 2009

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/055996)

  • Currently 5/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Man erinnere sich an vergangenes Jahr, als das iPad nicht mehr, als das Glitzern in den Augen vieler Fanboys war und E-Reader als Gadgets der Zukunft angesehen wurden: Ein Player für Bücher mit coolem E-Ink-Display beschert uns eine, dem echten Buch unmittelbar nachempfundene Lese-Haptik. Doch dann kam das iPad, und der Traum war aus, noch ehe wir ihn überhaupt richtig leben durften. Nur selten wird noch von den elektronischen Readern berichtet, sofern nicht von einer App die Rede ist. Nun reagieren die führenden Hersteller mit drastischen Preissenkungen.

Allen anderen voran seien Amazons Kindle und Barnes & Nobles Nook zu nennen. Amazon hat nun den Preis für seinen E-Reader mit sechs Zoll großem Display von knapp 260 auf gut 190 Dollar gesenkt. Den Nook – der große Kindl-Rivale in den USA – gibt es sogar für rund 150 Dollar in der WIFI-Version, berichtet Mashable. Ob das die iKonkurrenz hingegen stoppen kann, sei vorerst dahingestellt.

Wenig beeindrucken dürfte diese News hierzulande. Als die E-Reader gegen Ende letzten Jahres aus den USA in die deutschen Läden schwappten, war der Hype schon fast wieder vorbei. Immer konkreter wurden dieser Tage die Gerüchte ums iPad und seinem Anspruch, ein wahrer Alleskönner zu sein – und E-Books darstellen können Apples Killer-Devices allemal. Spätestens seit heute mit Auslieferung des neuen iOS 4. Dies liefert den hauseigenen Buchladen iBooks sogar auf die neueren iPhones und iPod Touch. Da kann selbst die Kindle App einpacken.

Doch bei all der Herrlichkeit und dem vielfältigen Funktionsumfang der Geräte Apples (E-Books lesen, Mails empfangen, Musik hören, surfen, Videos betrachten und und und) vergisst man schnell die Vorteile, die technikbegeisterte Bibliophile dennoch hinter dem Ofen hervorlocken könnten: E-Book-Reader können zwar nur eine Sache, diese aber besonders gut. Auf dem E-Ink-Display liest es sich deutlich angenehmer, als auf jedem Tablet-Screen: Schließlich starrt man nicht permanent in eine künstliche Lichtquelle. Und was die Akkulaufzeit anbelangt, können vergleichbare Geräte allemal einpacken.

Somit scheint es letztendlich gar nicht so abwegig, dass Preissenkungen der E-Reader-Gemeinde neue Mitglieder bescheren. Doch in genau dieser Diskussion über die technischen Vorteile gegenüber Tablets steckt Schluss und Zuletzt auch wieder ein kleines bisschen Ironie. Denn noch vor genau einem Jahr durften sich E-Reader der Diskussion stellen, was denn genau ihr Vorteil gegenüber dem gedruckten Buch sei. Weiß man es jetzt?

Jürgen Telkmann

Kommentare
Top Kommentar der Woche
Gravatar Fritz F. 22.06.2010
um 18:48 Uhr
Ergänzung: Was E-Reader auch besonders gut können, ist leicht sein. In der Hängematte iPad dauerhaft einhändig vor sich in der Luft halten und umblättern mit der gleichen Hand dürfte ziemlich unmöglich sein.
Schön, dass Bewegung in den Reader-Markt kommt :)
#zitieren
Gravatar Andreas T. 22.06.2010
um 19:43 Uhr
Spätestens, seit ich bei einer Bahnfahrt jemanden gesehen habe, der seinen E-Reader bei Lichteinfall vorm Abteilfenster unnatürlich schräg halten musste, damit er blendfrei lesen konnte, kommt für mich so ein Gerät nicht mehr in Frage. Solange E-Paper nicht mit der Blendfreiheit eines echten Buches konkurrieren kann, ist Hintergrundbeleuchtung wie beim iPad unverzichtbar. Sicher kommt da aber irgendwann Besseres. #zitieren
Neuer Kommentar
  • Gute Kommentare werden belohnt.
  •   (optional)
  •   (Kommentar abonnieren/Gravatar - wird nicht veröffentlicht)
  •    Benachrichtige mich bei nachfolgenden Kommentaren per E-Mail
  • -+
Tags
Werbung
e-reader