6. Februar 2012
Erfolgreich bloggen - Teil 2: Wordpress installieren
Um einen Blog im Netz sichtbar und erfolgreich zu machen, ist einiges an Vorarbeit nötig. Was sind die grundlegenden Fragen, mit der sich jeder, der einen Blog starten will, auseinander setzten sollte? Und was muss man beachten, damit der Blog gleich zu Beginn erfolgreich startet und für die Internetgemeinde sichtbar und relevant ist?
In dieser Artikelserie wollen wir Euch eine kleine Einführung in die Thematik „erfolgreich Bloggen“ geben. Die Serie wird aus folgenden Teilen bestehen und ab heute immer Montags erscheinen:
Serie: Erfoglreich bloggen
- 1. Thema identifizieren (bereits erschienen)
- Keyword Recherche
- Domain-Auswahl
- 2. Wordpress installieren
- Theme auswählen
- PlugIn Set zusammenstellen
- 3. OnPage Optimierung
- Permalink-Struktur festlegen
- Kategorien festsetzten und Tag Konzept
- XML Sitemap
- 4. OffPage Optimierung / Linkbuilding
- RSS Verzeichnisse
- Kooperationen
- 5. Social Media
- 6. SEO optimierte Texte
Teil 2 - Wordpress installieren leicht gemacht
Für die Nutzung von Wordpress kann man sich entweder auf Blogging-Diensten wie blogger.de, blogger.com oder Wordpress.com registrieren und einen Blog erstellen oder man möchte einen Blog auf einer eigenen Domain betreiben und selbst hosten.
Bei einem selbst gehosteten Blog muss vor der Installation von WordPress eine MySQL-Datenbank zur Verfügung stehen. Die meisten Hosting-Anbieter bieten PHP-MyAdmin als Verwaltungstool für MySQL-MySQL-Datenbanken an. Hier wird im Bereich „Neue Datenbank anlegen“ der Name der Datenbank und die Kodierung (Kollation) angegeben. Für den deutschen Sprachraum empfiehlt sich der Zeichensatz „utf8_general_ci“, um Umlaute sowie Sonderzeichen darstellen zu können.
Anschließend kann das WordPress Dateiarchiv heruntergeladen und im gewünschten Verzeichnis der Webressource entpackt werden. Nun muss die Datei wp-config-sample.php angepasst und unter wp-config.php gespeichert werden. Die Datei enthält alle Grundeinstellungen für die WordPress Installation.
Die Datei wp-config.php modifizieren:
Zu Beginn sollten die MySQL-Zugangsdaten für die Datenbank-Verbindung in der Datei wp-config.php angepasst werden:
// ** MySQL Einstellungen - diese Angaben erhält man von seinem Webhoster** ///** Ersetze database_name_here mit dem Namen der Datenbank, die für Wordpress erstellt wurde. */define('DB_NAME', 'database_name_here');/** Ersetze username_here mit deinem MySQL-Benutzernamen */define('DB_USER', 'username_here');/** Ersetze password_here mit deinem MySQL-Passwort */define('DB_PASSWORD', 'password_here');/** Ersetze localhost mit der MySQL-Serveradresse */define('DB_HOST', 'localhost');
Zudem sollten die Secret-Keys angepasst werden:
define('AUTH_KEY', 'put your unique phrase here');define('SECURE_AUTH_KEY', 'put your unique phrase here');define('LOGGED_IN_KEY', 'put your unique phrase here');define('NONCE_KEY', 'put your unique phrase here');define('AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');define('SECURE_AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');define('LOGGED_IN_SALT', 'put your unique phrase here');define('NONCE_SALT', 'put your unique phrase here');
Diese Key Phrasen aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen können individuell ausgesucht oder über bspw. über den Wordpress Key Phrase Service generiert werden.
Außerdem muss die Angabe zu dem Tabellen Präfix und der Spracheinstellung editiert werden:
$table_prefix = 'wp_';define ('WPLANG', 'de_DE');
Auch die Pfadangaben für das Theme, die Plugins und Medien etc. können angepasst werden. Diese sind abhängig von der Verzeichnisstruktur und dem gewählten Ordner für die WordPress-Installation im eigenen Directory. Dies kann allerdings zu Konflikten im Core führen.
In der config-Datei können weitere Einstellungen angepasst werden, bspw.die Anzahl der Revisionen eines Beitrages oder das Speicherintervall.
define('WP_POST_REVISIONS', 3);define('AUTOSAVE_INTERVAL', 600);
Die Konfigurationsmöglichkeiten können der Codex Dokumentation entnommen werden.
Die Datei .htaccess anpassen
Die Anpassung der Datei .htaccess sollte ebenfalls zu Beginn der Installation erfolgen. Diese Datei dient der Zugriffsbeschränkung und –Kontrolle für Dateien und Verzeichnisse eines Webservers und definiert Schreib-, Lese- und Ausführungsrechte für die Benutzer. Informationen zu den File Permissions und zur Editierung der .htaccess können über den Wordpress Codex abgerufen werden.
WordPress Installation durch den Aufruf der Datei install.php starten
Nach all den Anpassungen kann nun über den Aufruf der Datei install.php die Wordpress Installation gestartet werden.
Zu Beginn der Installation müssen Blogtitel, Benutzername, Passwort und eine E-Mail-Adresse vergeben werden. Der per Defaultg vergebene Benutzername „Admin“ sollte geändert werden, zudem ist es ratsam ein Passwort aus einer Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen zu vergeben.
Die Option „Ich möchte, dass Suchmaschinen meinen Blog durchsuchen...“ sollte in diesem Schritt noch nicht markiert werden, da wir den Blog erst „live schalten“ und von Suchmaschinen indizieren lassen wollen, wenn bereits einige Inhalte existieren und das Theme ausgewählt und optmiert ist. Diese Optionen können später über das Dashboard im Backend angepasst werden. Nun ist erst mal Wordpress erfolgreich installiert und wir können uns mit dem Aussehen des Blogs und damit mit den Themes und den PlugIns auseinandersetzen.
Empfehlenswerte Themes für erfolgreiches Blogging
Allgemein sollte darauf geachtet werden, ein Theme auszuwählen, das ein gewisses Maß an SEO-Funktionalität mit sich bringt. Wichtige Funktionen sind bspw. die Anpassung der Paginierung und die Optimierung des Seiteninhaltes. Wieso man nicht über Google nach einem kostenlosen Theme suchen sollte, wird auf wpmu.org und auf seobook.de recht gut erklärt.
Also wenn nach Themes gegoogelt wird, bitte auch den Anbieter über eine Suche in Google checken und den Quellcode überprüfen, ob dort ggf. JavaScript- und PHP-Funktionen eingebunden sind, die dort nicht wirklich hingehören. Alternativen für Personen mit nicht so großen Programmierkenntnissen sind:
- Themes über wordpress.org zu suchen oder
- ein Theme bauen lassen oder selbst eins mit Hilfe von Theme-Baukästen erstellen
Wir haben Euch eine Reihe von Themes zusammengestellt. Diese sind sowohl frei verfügbar als auch kostenpflichtig. Meine persönliche Erkenntnis: Effiziente und „hübsche“ Themes sind häufig nicht kostenlos aber jeden Cent wert. Ein „perfektes und dazu noch kostenloses“ Theme zu finden, ist nicht so einfach, außerdem sollte auch bei einem frei verfügbaren Theme bei Gefallen der Entwicklungsaufwand mittels Spende an den Entwickler honoriert werden.
TOP 5 SEO-Themes:
- Black skyline von Siegenstroem
- DroidPress von cyberchimps
- Black with orange von ugeside
- Thesis von DIYthemes (kostenpflichtig)
- Genesis von StudioPress (kostenpflichtig)
Die Auswahl eines Themes ist selbstverständlich immer von dem spezifischen Anwendungsfall, den individuellen Anforderungen und dem eigenen Geschmack abhängig. Da wir einen Blog starten wollen, empfiehlt es sich, ein für News- und Nachrichten optimiertes Theme auszuwählen.
Eine große Anzahl an SEO-optimierten Themes für die unterschiedlichsten Bereiche können ferner im Theme-Katalog Themegrade gefunden werden. Eine beliebte Ressource um Themes oder umgebautes Free-Themes zu entdecken, ist welovewp.com.
Empfehlenswerte Plugins – praktische Erweiterungen für erfolgreiches Blogging
Ein sinnvolles Plugin-Set für Wordpress ist das A und O eines Blogs. Durch die leicht zu installierenden Erweiterungen wird die Einbindung vieler praktischer Funktionen in Wordpress möglich.
- Google Analytics for WordPress - ermöglicht eine umfangreiche Analyse des Blog Traffics
- Blog Metrics - wertet die durschnittliche Conversation Rate und Distributionsrate der Autor aus.
- WordPress SEO plugin - Das Plugin erlaubt die einfache Konfiguration der Post titles, meta descriptions, Robots Meta configuration, robots.txt und der .htaccess; das schnelle Hinzufügen von Canonical Links und Breadcrumbs, die Generierung von XML-Sitemaps, RSS Erweiterungen sowie die Möglichkeit im Head und bei den Permalinks aufzuräumen. Das PlugIn wpSEO von Sergej Müller ist sozusagen das kostepflichtige Pendant.
- Toolbox - Die Plugin-Erweiterung von Sergej Müller erlaubt die Modularisierung von Code-Snippets und damit ein effizienteres Managment von Funktionen aus der functions.php.
- Antispam Bee - Das Plugin erweitert die WordPress-eigenen Antispam-Ansätze und ist die deutsche Alternative zu Akismet.
- Ad Injection - ermöglicht die Einbindung von Ads (Google AdSense, Amazon Associates, ClickBank, TradeDoubler etc.) oder anderen Inhalten in bestehenden Content. Diese Anzeigen können individuell angepasst und positioniert werden.
- WPtouch - Mit dem WPtouch Plugin wird WordPress modifiziert und so für das Surfen via mobiler Endgeräte optimiert.
- Sociable - erlaubt multiple Sharing-Funktionen für Wordpress-Inhalte.
- Redirection - Das Plugin vereinfacht das Einstellen und die Verwaltung von Redirects. Solche Weiterleitungen sind besonders bei einem Blogumzug oder bei Veränderungen im Wordpress-Verzeichnis notwendig.
- Custom Contact Forms erlaupt die einfache Erstellung individueller Kontaktformulare.
Wir haben uns hier bewusst auf zehn WordPress-PlugIns beschränkt. Auch hier gilt: Die Auswahl ist Geschmackssache - obwohl sich über den Sinn bestimmter PlugIns nicht streiten lässt. Allerdings ist die Zusammenstellung des PlugIn-Sets wiederum abhängig vom Anwendungsfall und die Kompatibilität mit der eigenen Wordpress-Version muss beachtet werden.
Empfohlen: Die Top 10 Wordpress Ressourcen
- http://www.perun.net/kategorie/wordpress/
- http://bueltge.de/category/wordpress/
- http://playground.ebiene.de/category/wordpress/
- http://www.wordpress-magazin.de
- http://blog.wpde.org/
- http://yoast.com/
- http://www.wpbeginner.com
- http://wpdevel.wordpress.com
- http://wpmu.org
- http://en.blog.wordpress.com/
Nächsten Montag geht es mit der "OnPage Optimierung" weiter!
Marja-Liisa Jöckel

- Erfolgreich bloggen - Teil 6: Suchmaschinen-optimiertes Texten
- Erfolgreich bloggen - Teil 5: Social Media
- Erfolgreich bloggen - Teil 4: OffPage-Optimierung und Linkaufbau
- Serie: Erfolgreich bloggen - Teil 3: OnPage Optimierung
- Serie: Erfolgreich bloggen - Teil 1 "Thema identifizieren"


























