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20. Februar 2012

Erfolgreich bloggen - Teil 4: OffPage-Optimierung und Linkaufbau

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/061811)

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Diese Artikelserie gibt einen Einblick in die Thematik „erfolgreich Bloggen“. Die Serie wird aus folgenden Teilen bestehen und erscheint immer Montags:

Serie: Erfoglreich bloggen
  • 1. Thema identifizieren (bereits erschienen)
    • Keyword Recherche
    • Domain-Auswahl
  • 2. WordPress installieren (bereits erschienen)
    • Theme auswählen
    • PlugIn Set zusammenstellen
  • 3. OnPage Optimierung (bereits erschienen)
    • Permalink-Struktur festlegen
    • Kategorien festsetzen und Tag Konzept
    • XML Sitemap
  • 4. OffPage Optimierung / Linkbuilding
    • RSS Verzeichnisse
    • Kooperationen
  • 5. Social Media
  • 6. SEO optimierte Texte

Teil 4 - OffPage-Optimierung und Linkaufbau

In diesem Teil der Serie wenden wir uns der OffPage-Optimierung zu. Neben der OnSite-Optimierung gehört dies zu den Kernaufgaben im SEO und zielt auf den Linkaufbau ab, um die Reputation der eigenen Webpräsenz zu erhöhen. Diese OffPage- oder auch als OffSite-Optimierung bezeichneten Maßnahmen umfassen sämtliche Aktivitäten, die nicht auf der eigenen Präsenz stattfinden, um in Suchmaschinenergebnissen eine bessere Posititon und im Web einen höheren Bekanntheitsgrad zu erlangen.

In den vorausgehenden Teilen haben wir Euch gezeigt, wie man bei der Themen-Identifikation vorgeht, was man bei der Installation von WordPress beachten sollte, und sind auf grundlegende Dinge bei der OnSite-Optimierung eingegangen.

Worum geht es also konkret in diesem Teil? Sehr vereinfacht: um Backlinks, Backlinks und nochmals um Backlinks ;) ABER: auch um eine gute Vernetzung!

Backlinks - oder auch Inbound Links - sind Links, die auf anderen Webseiten gesetzt werden und auf die eigene Page verweisen. Solche Rückverweise sind allgemein als positiv zu betrachten, aber eben nicht immer. Warum? Suchmaschinen wie Google, Bing & Co. berücksichtigen unterschiedliche Faktoren, bei der Bewertung von Links. Es geht nicht nur um die reine Quantität sondern auch um die qualitativen Eigenschaften der Backlinks. Folglich kann ein schlecht gewählter "Linkpartner" auch zu einem wesentlich schlechteren Ranking führen.

Bei der qualitativen Bewertung von Links spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Die nachfolgende Auflistung soll einen kleinen Einblick in die Denke der Suchmaschinen bei der Bewertung von Links gewähren, wobei klar sein sollte, dass diese von verschiedenen Suchmaschinen unterschiedlich gewichtet werden. Außerdem muss hier angemerkt werden, dass ich mich auf grobe Ausführungen beschränke.

Faktoren für die Bewertung von Links
  • IP-Popularität: Diversität der Links in Bezug auf die IP-Adresse.
  • Domain-Popularität: Diversität der Links in Bezug auf die Domain.
  • Link-Popularität: Die Anzahl der Backlinks.
  • Link-Position: Gewichtung nach Position der Linkeinbindung bspw. im Content, Footer etc.
  • Themenrelevanz des Links: Ist die Seite, auf die der Link gesetzt wurde, thematisch verwandt, sprich: hat sie mit dem Themengebiet der eigenen Website etwas zu tun?
  • Linktext: Titel und Beschreibungstext des Links, der auf die eigene Seite verweist. Enthält dieser aussagekräftige Beschreibungen und geht diese mit den eigenen Inhalten konform?
  • Aktualität: Wie alt ist der Backlink?
  • (Googles) PageRank: Welchen PageRank hat die verlinkende Seite?
  • Trust: Bezeichnet die Glaubwürdigkeit einer Seite und bezieht sich z.T. auf Faktoren zur Qualitätsbewertung OnSite bspw. Verlinkungsstruktur, u.a. aber auch wie lange die Domain bereits existiert.

Die obige Auflistung ist nicht annährend vollständig, soll aber verdeutlichen, dass man nicht einfach ohne zu überlegen Links tauschen, mieten oder kaufen sollte. Zum Glück ist auch bei Google nicht mehr schwerpunktmäßig der PageRank und die Anzahl der Links ausschlaggebend für ein gutes Ranking. Viele professionelle (gute) SEOs behaupten zudem, Linkkauf oder Linktausch wären "überflüssig", um eine Seite gut zu positionieren. Tatsache ist allerdings, dass bei vielen SEO-Dienstleistungen ein festes Budget genau für diese Praktiken zugeteilt wird. 

Was kann man also als Blogger tun, um mehr Links aufzubauen?

Linkaufbau über RSS-Verzeichnisse, aber auch PR-Verzeichnisse und Bookmarking-Dienste sowie Linktausch im Sinne von echten Kooperationen betreiben. Das Linkbuilding über Social Media werden wir in einem eigenen Artikel behandeln. 

Linkaufbau mit Hilfe von RSS-Verzeichnissen / Blog-Verzeichnissen und Bookmarking-Diensten

Indem wir unseren Blog in Webkatalogen und RSS-Verzeichnissen eintragen, können wir die Verbreitung unserer Seite unterstützen und so besser auf unseren Blog aufmerksam machen. Hier wird zwischen Verzeichnissen mit Backlink-Pflicht und ohne Backlink-Pflicht unterschieden sowie mit oder ohne Registrierung. Zudem erfolgt eine Unterscheidung zwischen Verzeichnissen, die dem Link ein no-follow Attribut hinzufügen und damit die Weiterverfolgung des externen Links durch den Bot untersagen. In der Vergangeheit führte dies zu einer Art Linkgeiz, da häufig sämtliche externe Links auf einer Präsenz auf no-follow gesetzt wurden, um die Weiterleitung des sogenannten Linkjuice zu vermeiden. Auch gegen diese Praktik hat Google mittlerweile durch Algorithmus-Updates gegengesteuert. Folglich sollte man auch auf der eigenen Seite eine grundsätzliche Einbindung des no-follow Attributes vermeiden.

Nachfolgend werden eine Handvoll Web-Kataloge und RSS-Verzeichnisse aufgeführt. Diesbezüglich sollte eine eigene Recherche erfolgen, um interessante Verzeichnisse zu identifizieren, denn es kommt meiner Ansicht nach nicht nur ausschließlich auf die Anzahl der Einträge, Nutzerzahlen und den PageRank dieser Seiten an, sondern ebenfalls auf die Eintragung des eigenen Blogs in eine geeignete und nicht zu allgmein gefasste Themenkategorie. Dies ist wie gesagt Ansichtssache. Für unseren NBA-Blog liegt es nahe, Verzeichnisse und Kataloge auszuwählen, die zumindest die Kategorie "Sport" führen - schöner wäre natürlich die Unterkategorie "Basketball".

RSS-Verzeichnisse
  • http://www.rss-nachrichten.de
  • http://www.freshfeeds.de
  • http://www.blog-feed.de/
  • http://www.newsfolio.de/
  • http://www.rss-book.de/
Blog-Verzeichnisse
  • http://www.bloggerei.de/
  • http://www.bloggeramt.de/
  • http://blogpingr.de/
  • http://www.topblogs.de/
  • http://www.blogscene.de/
Web-Kataloge
  • http://www.internetbaron.de/
  • http://www.suche4all.de/
  • http://www.suchnase.de/
  • http://www.webfee.de/
  • http://onlinestreet.de/

Rankingcheck bietet bspw. diesbezüglich eine gute Übersicht.

Eine Anmerkung am Rande: Viele Verzeichnisse werden nicht mehr aktualisiert, und "böse Zungen" behaupten, Verzeichnisse wären allgemein, etwa wegen der Google Blogsuche, "auf dem absteigenden Ast" und würden kaum Traffic auf die eigene Seite bringen. Tatsache ist jedoch, dass die Eintragung in solche Verzeichnisse und Web-Kataloge die Sichtbarkeit der eigenen Präsenz erhöht. Obwohl es natürlich zeitaufwendig ist, da einige Dienste auch eine Registrierung verlangen, kann ich persönlich nur empfehlen, diese Möglichkeit für den Linkaufbau wahrzunehmen.

Bookmarking-Dienste

Bookmarking-Dienste und Social News Sites sind ebenfalls Motoren für das Linkbuilding. Die wohl bekanntesten sind Delicious und Misterwong (wobei ich Delicious absichtlich weggelassen habe, um mich auf deutsche Services zu beschränken - wobei Delicious für unser NBA-Blog-Beispiel auf jeden Fall empfehlenswert wäre.)

Bookmarks sind digitale Lesezeichen. Bookmarking-Dienste ermöglichen es, diese online zu hinterlegen und damit überall für den User verfügbar zu machen. Aber nicht nur das. Ich kann die Bookmarks auch anderen Menschen zugänglich machen, indem ich diese als öffentlich speichere und damit meine "Lese-Empfehlungen" anderen Nutzern zeige. Mittels der Angabe von Tags können diese Lesezeichen auf den jeweiligen Plattformen besser gefunden werden, womit ich folglich die Verbreitung und die Sichtbarkeit dieser Nachrichten erhöhe.

Daher melde ich mich auf mindestens einem dieser Dienste bspw. unter dem Nutzernamen "Mein-NBA-Blog" an und speichere eifrig in meinem Profil meine eigenen Nachrichten? Das wirkt selbstverständlich unglaubwürdig, denn ich lese ja auch nicht nur meinen eigenen Blog - davon mal abgesehen, muss ich mir diese Links wohl kaum alle merken ;)

Eine weitverbreitete aber "grenzwertige" Linkaufbau-Technik, ist die, mit mehreren fiktiven Persönlichkeiten - sogenannten Personas - im Netz (Foren, Blogs etc.) und auch in Bookmarking-Services unterwegs zu sein, um die Verteilung der eigenen Links und damit die Verbreitung eigener Inhalte zu fördern. Ich persönlich bin kein Fan von multiplen Persönlichkeiten ;) Man kann allerdings eine Handvoll Dienste nutzen, um seine eigenen Lesezeichen thematisch eingegrenzt auf einem bestimmten Portal zu speichern - sozusagen, um mit den jeweiligen Diensten nur bestimmte Themengebiete abzuhandeln. Dies ist wiederum Ansichts- und Geschmackssache. Ich bin schon mit meinen über 21.000 Links auf einer Bookmarking-Plattform total überfordert und will mir nicht auch noch eine multiple Persönlichkeit zulegen - mir reicht Me, myself & I :))

  • http://www.linksilo.de/
  • http://yigg.de/
  • http://www.mister-wong.de/
  • http://delicious.com
  • http://www.socialbookmarkz.de/
  • http://www.bookmarks.cc/
Linktausch

Wir wollen für unseren Blog nur Linktausch im Sinne von Kooperationen. Dies ist ja auch eigentlich die ursprüngliche Annahme von Suchmaschinen, nämlich dass der gesetzte Link eine Empfehlung auf einen anderen Inhalt darstellt und nicht nur gesetzt wurde, damit sich das Ranking der eigenen Seite verbessert. Daher möchten wir uns mit anderen Blogs und Websites vernetzen, die aus dem selben Themensegment stammen, und die wir selbstverständlich selbst lesen, oder deren Angebot wir gut finden und daher empfehlen! Was die Erfahrung zeigt: Kooperationen ergeben sich bei guten Inhalten und ein wenig Vorarbeit beinahe völlig von selbst, wodurch ein natürlicher Linkaufbau entsteht. Im Gegensatz dazu steht der aggressive Linkaufbau, der zu einem unnatürlich wirkenden Linkwachstum führt und von Google abgestraft wird. Und die Behauptung stimmt: Natürlicher Linkaufbau und ein gutes Ranking können tatsächlich OHNE aggressive Linktausch-Maßnahmen oder Linkkauf/Linkmiete erreicht werden. :)

Was sollte man bei einem Linktausch beachten? Natürlich keine Spam-Sites zu fragen... ;) Nein, nicht nur das! Wie bereits erwähnt, geht es ja auch darum, sich sinnvoll zu vernetzen. Folglich sollte der PageRank einer Seite nicht das ausschließliche Auswahlkriterium sein, sondern dass die eigenen Leser ebenfalls von dem Tausch profitieren. Es sollen ihnen also Seiten oder Inhalte empfohlen werden, die das eigene Angebot erweitern oder auch vertiefende Informationen bieten etc. Und bitte vermeidet unpersönliche oder gar (teil-)automatisierte Anfragen: Das ist PFUI!

Ein bekannter Fail im Bereich der Linktausch-Anfrage ist auf SEO-United nachzulesen, traurigerweise ist das kein Einzelfall.

Wir hoffen, Euch einen kleinen und praktischen Einblick in das Thema gewährt zu haben, und freuen uns, Euch nächste Woche weitere Linkbuilding-Tipps speziell im Social-Media-Bereich geben zu können.

Marja-Liisa Jöckel

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Kommentare
Gravatar Webstandard-Blog 21.02.2012
um 11:04 Uhr
Schöner Artikel. Insbesondere bei der internen Verlinkung verfolgen insbesondere die Blogger häufig nur den Ansatz, auf alte bestehende Artikel zu verlinken. Von alten bereits sehr gut rankenden Seiten, wird allerdings wesentlich seltener auf neue Artikel verlinkt, wobei hier der interne "Anschub" wahrscheinlich wesentlich wirksamer wäre. #zitieren
Gravatar Thomas 22.02.2012
um 17:49 Uhr
Danke für den Artikel und die Tips. Ich habe die ersten auch direkt umgesetzt. #zitieren
Gravatar Redaktion (Marja-Liisa Jöckel) 23.02.2012
um 09:54 Uhr
Danke auch und ich wünsche viel Spaß beim Bloggen :) @Webstandard Ja der Suchmaschinenwahn (um es erneut sehr überzogen zu formulieren) hat in der Blogosphere zum Teil etwas den Grundgedanken der Vernetzung verloren gehen lassen. Daher auch die grundlegende Empfehlung meinerseits "wirkliche" Empfehlungen auszusprechen und eine Vernetzung nicht nur aus Popularitätsgründen zu betreiben - ähnlich wie im Social Media...aber dazu gibt es nächste Woche mehr :) #zitieren
Gravatar Torsten 07.03.2012
um 20:56 Uhr
Ich würde empfehlen, das Thema Verzeichnisse/Webkataloge nicht zu unterschätzen. Einen Link in einem Webkatalog zu hinterlassen, kostet in aller Regel nicht mehr als fünf Minuten Arbeit und gibt immerhin einen Backlink, der (neben dem zugegebenermaßen geringen) Nutzen in Google immerhin noch die Chance bietet, dass sich der eine oder andere zusätzliche Besucher auf die Seite verirrt. Insbesondere von dmoz verirren sich immer mal wieder einzelne Besucher auf die Seite.
Ansonsten: guter Artikel
#zitieren
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