11. August 2009
Facebook übernimmt FriendFeed
Facebook übernimmt FriendFeed für fast 50 Millionen Dollar, 15 Millionen Dollar in bar und 32,5 Millionen Dollar in Aktien. In trauter Runde hat man am späten Montagabend den Deal in legerer Atmosphäre unterzeichnet.
FriendFeed wurde vor zwei Jahren von vier ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründet. Der Aggregator schafft einen Überblick über die Aktivitäten in verschiedenen Social Networks wie Twitter und Facebook, in Echtzeit. Ein Schlagwort, das für Netzwerke und Suchmaschinen immer wichtiger wird. Facebook wollte dazu eigens Twitter übernehmen, da sich der Microbloggingdienst aber Stur gestellt hat, hat man sich kurzerhand dazu entschlossen, seine eigene Suche aufzumotzen. Den FriendFeed-Deal in der Tasche hat Facebook heute auch seine überarbeitete Suche freigeschaltet.
Gekauft hat Facebook FriendFeed also sicherlich nicht wegen der Technologie – zumindest nicht nur. Mit dem Dienst erweitert Mark Zuckerberg sein Team um vier prominente Ex-Googler. Der bekannteste ist wohl Paul Buchheit, der "Erfinder" von Gmail und dem Google Claim "Don't be evil", sowie Bret Taylor, Jim Norris und Sanjeev Singh. Da wundert es kaum, dass Facebook-CEO Mark Zuckerberg derart ins Schwärmen gerät: "Since I first tried FriendFeed, I’ve admired their team for creating such a simple and elegant service for people to share information. As this shows, our culture continues to make Facebook a place where the best engineers come to build things quickly that lots of people will use."
Die Zukunft von Friendfeed ist indes ungewiss. "FriendFeed.com will continue to operate normally for the time being. We're still figuring out our longer-term plans for the product with the Facebook team", schreibt Bret Taylor. Dementsprechend zeigen sich die Nutzer von FriendFeed von der Übernahme geschockt: Unter dem FriendFeed von Taylor finden sich zahlreiche Glückwünsche aber eben so viele negative Kommentare.
Felix Schrader


























