3. Februar 2010
Flash oder nicht Flash: Das ist hier die Frage
Apple möchte kein Flash auf dem iPhone oder iPad haben. Die jüngsten Äußerungen von Steve Jobs haben dies nochmals auf die Spitze getrieben und eine hitzige Debatte im Internet über die Bedeutung und Zukunft von Flash ausgelöst.
Adobes Flash ist nach wie vor dominierend bei der Einbettung von Videos im Webbrowser, wie das Beispiel YouTube zeigt. Es stellt sich daher die Frage, ob Apple Flash weiterhin ignorieren kann, gerade als Hersteller von Media Devices. Mittlerweile gibt es sogar eine Online-Petition, die sich dafür einsetzt, dass Flash auf Apple Produkten zugelassen wird.
Kevin Lynch, der CTO von Adobe, äußerte sich jüngst im Adobe Blog über Flash. Adobe sei bereit dafür, Flash für Apple-Geräte bereitzustellen. Allerdings fehle seitens Apple die Bereitschaft dazu. Er verdeutlichte, dass Flash auf über 98 Prozent aller Computer, die sich im Internet bewegen, installiert sei. Mit dem Flash Player 10.1 will Adobe die Smartphones bedienen, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen.
John Gruber geht in seinem Blog hingegen der Frage nach, ob Flash nicht lieber zu einem offenen Standard werden sollte, um von Apple nicht mehr ignoriert werden zu können. Gruber betrachtet das System Apple in Bezug auf Software bereits als offen, sonst würde das Unternehmen auch nicht Software Development Kits herausbringen. Apple wolle viel mehr total kontrollierte Geräte für ein völlig offenes Web.
Michael Pinto sieht bereits das Ende von Flash kommen. Die Einbettung von Videos würde in Zukunft HTML5 übernehmen, Slideshows würden in den meisten Fällen mit AJAX laufen. Jeffrey Zeldman schließt sich seiner Sichtweise an und unterstreicht, dass Google und Apple in erster Linie ein Interesse daran hätten, Content auf Geräten stabil verbreiten zu können. Für den User sei im Endeffekt entscheidend, dass ein System funktioniere und leicht zu bedienen sei.
Lukasz Konieczny
































