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1. Juli 2010

Google – YouTube streamt weiter mit Flash

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/056120)

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Die Debatte um HTML5 und Flash zieht weiter Kreise. So dürften die HTML5-Unterstützer nicht sehr erfreut sein über die jüngste Enscheidung Googles: Auf YouTube wird der HTML5 <video> Tag in absehbarer Zeit nicht zum Einsatz kommen – und zwar aus einer ganzen Reihe von Gründen. Man wird also vorerst auch weiterhin auf Flash setzen. Im YouTube API Blog heißt es:

It's important to understand what a site like YouTube needs from the browser in order to provide a good experience for viewers as well as content creators. We need to do more than just point the browser at a video file like the image tag does - there’s a lot more to it than just retrieving and displaying a video. The <video> tag certainly addresses the basic requirements and is making good progress on meeting others, but the <video> tag does not currently meet all the needs of a site like YouTube.

Gerade in Bezug auf Videos sei HTML5 noch keine wirkliche Alternative, da sich noch kein offener Standard habe durchsetzen können. Zwar encodiert man auf YouTube bereits seit 2007 Videos mit H.264, doch nur wenige Browser würden den Codec bislang unterstützen – aus dem einfachen Grund, dass es sich bei H.264 um keinen offenen Standard handelt. Hoffnungen setzt man derweil auf das WebM Projekt, welches unter anderem von Google, Adobe, Mozilla und Opera vorangetrieben wird.

Zudem mangele es dem HTML5 <video> Tag am Feintuning. Der User brauche ausreichend Kontrolle über das abgespielte Video – diese sei allerdings nur durch Flash ausreichend gegeben. Auch das weitläufige Einbetten von Videos auf externen Webseiten sei nur bedingt möglich, wenn man auf den HTML5 Tag zurückgreift. Man fasst zusammen: "Today, Adobe Flash provides the best platform for YouTube’s video distribution requirements, which is why our primary video player is built with it."

Ein weiteres Bekenntnis der Suchmaschine zu Adobes Technologie versteckt sich seit neuestem im hauseigenen Browser. Chrome kommt fortan mit built-in Flash. Diese Ankündigung zu zelebrieren veröffentlichte man heute – ironischer Weise auf YouTube – das Flashgame Chrome FastBall. In dem Spiel zeigt ein Video eine Kettenreaktion, die durch das Beantworten von Fragen beschleunigt wird.

Trotz alledem kann man Google nicht vorwerfen, HTML5 eine ausreichende Unterstützung zu versagen. Projekte wie eben WebM oder auch die jüngst ins Leben gerufene Demoseite HTML5 Rocks unterstreichen das Interesse Googles an der Technologie. Ein YouTube Testdrive für die Flash-Alternative besteht seit Längerem. Doch mit dem jüngsten YouTube-Statement gesteht man auch ein, dass HTML5 derzeit noch in den Kinderschuhen steckt und für größere Projekte aus verschiedenen Gründen ungeeignet ist.

Auch Adobe reagiert immer wieder auf die HTML5 vs. Flash Debatte und hat nun ein Video released, in dem man auf beide Technologien eingeht. Dies ist eine unmittelbare Videoantwort zu einem Artikel, der auf Forbes.com zu diesem Thema erschienen ist:

Jürgen Telkmann

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