18. Januar 2010
Hacker-Angriff auf Google - Internet Explorer schuld
Der Antivirensoftwarehersteller McAfee identifizierte letzte Woche eine bis dato nicht bekannte Schwachstelle im Microsoft Internet Explorer, die wohl als Einfalltor bei einer der bisher größten Hackerattacken genutzt worden war. McAfee gab dem Hackerangriff den einprägsamen Namen "Operation Aurora".
Gemeinsam mit Microsoft wird nun fieberhaft an einer Lösung gearbeitet, um die Sicherheitslücke zu schließen. Ein Patch ist in Arbeit aber momentan noch nicht verfügbar. Microsoft empfiehlt daher, den Explorer nur in der höchsten Sicherheitsstufe zu verwenden. Das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik rät derzeit sogar von der Nutzung des Internet Explorers ab und empfiehlt andere Webbrowser. Microsoft hatte erst am 12. Januar 2010 mit dem Patch MS10-001 eine andere potentielle Sicherheitslücke geschlossen.
Bei dem Angriff gegen Ende des letzten Jahres wurden über 30 US-Unternehmen zum Ziel des Hackerangriffs, darunter auch Google und Adobe. Besonders das Verhältnis zwischen Google und der Chinesischen Regierung wurde dadurch extrem belastet. Google geht davon aus, dass die Hacker im Auftrag der chinesischen Regierung gehandelt hatten, um gezielt an die GMail-Accounts von chinesischen Menschenrechtsaktivisten zu gelangen. Google droht nun damit, sich aus dem Reich der Mitte zurückzuziehen und den chinesischen Ableger still zu legen.
Felix Schrader

























