18. März 2010
Interesse an E-Books nimmt leicht zu
Derzeit startet in Leipzig die Buchmesse und Deutschlands Bibliophile schwanken immer noch zwischen gutem alten Hardcover und den neuen elektronischen Formaten. Zwar ziehen die meisten immer noch ein klassisches dem Kauf eines E-Books vor, doch tendenziell könnte sich dieses Ungleichgewicht zukünftig ändern. Im Rahmen der heute eröffneten Leipziger Buchmesse hat der Bitkom eine Studie veröffentlicht, die das Verhältnis der Deutschen zum elektronischen Schmöker im Fokus hat.
So planen knapp drei Million Deutsche, sich dieses Jahr ein digitales Buch zu kaufen. Damit hat die E-Book-Fangemeinde im Vergleich zu 2009 rund 700.000 neue Mitglieder und verzeichnet ein Wachstum von knapp über 30 Prozent. Besonders junge Menschen fahren auf elektronische Schinken ab – jeder zehnte 14- bis 24-Jährige soll konkrete Kaufabsichten haben. Fachliteratur solle sich als erste in digitaler Form durchsetzen, meint Bitkom-Vizepräsident Achim Berg.
Diese Entwicklung sei nicht zuletzt auf die verbesserte Infrastruktur für den digitalen Lesegenuss zurückzuführen. Netbooks, Tablets und E-Book-Reader ermöglichen es den elektronischen Wälzern immer mehr, eine echte Alternative für unterwegs zu sein. Man könne bequem ganze Bibliotheken in der Jackentasche mit sich herumschleppen.
Ob E-Books das klassische Buch allerdings vollends verdrängen können, sei hingegen dahingestellt. Besonders bezüglich des Preises stehen die E-Books dem Papier oftmals in nichts nach. Eine verwirrende Tatsache, fallen beim elektronischen Buch doch unter anderem Vertriebswege und Druckkosten weg. Bis E-Books dem seit rund 600 Jahren währenden Erfolgsrezept das Wasser reichen können, wird daher wohl noch einige Zeit ins Land ziehen.
Jürgen Telkmann
































