26. Oktober 2011
Konflikt zwischen Facebook und Datenschützern geht weiter
Im Streit um Richtlinien für soziale Netzwerke hat eine Anhörung im Bundestag-Unterausschuss "Neue Medien" nur wenig Erhellendes in puncto Facebook und Google+ ergeben.
Zu der Anhörung am gestrigen Dienstag waren Facebooks Europa-Repräsentant Richard Allen sowie der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, Schleswig-Holsteins Landesdatenschützer Thilo Weichert und Per Meyerdierks, Datenschutzbeauftragter von Google Deutschland, erschienen.
Gegenüber dem Stern kritisierte Peter Schaar die Dienste selbst als Kern des Problems und forderte Facebook & Co. zum Handeln auf. Thilo Weichert machte gegenüber dem Hamburger Abendblatt klar, dass zwischen Facebooks Datenschutzposition und seiner persönlichen Welten lägen. Vom Bundesinnenministerium war im Verlauf der Anhörung zu hören, dass man eine Selbstregulierung der Social Networks gegenüber gesetzlichen Regelungen bevorzöge.
Den Kritikern widersprach Facebook Europa-Sprecher Richard Allen und erklärte erneut, dass man bei Facebook aus Nutzerdaten keine persönlichen Profile erstelle. Man untersuche aber Möglichkeiten die Transparenz von Funktionen wie dem "Like"-Button zu verbessern.
Fazit: Datenschützer und soziale Netzwerke liegen weiter im Clinch, eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht.
Christoph Ebert


























