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25. Oktober 2010

Max 2010 – Adobe erobert die vier Screens

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/057350)

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Derzeit läuft in Los Angeles die diesjährige Adobe Developer Konferenz, MAX. Im aktuellen Fokus stehen dabei die vier Screens: Desktop, Tablet, Smartphone und TV. Entwicklern und Verlegern sollen neue Tools und Wege zur Seite gestellt werden, mit denen sie für alle Devices gleichermaßen optimierte Apps und Inhalte erstellen können. Dieses spezielle Augenmmerk erläutert Adobe CTO Kevin Lynch:

The multiscreen revolution is a bigger shift in how people will use computing than we even saw with the personal computer revolution. [...] Adobe's strategy is to help developers, creative pros, and entire organizations express themselves across the wide variety of devices that we are all using in our daily lives.

So wird ab Mitte nächsten Jahres die Digital Publishing Suite verfügbar sein, die von der Content-Erstellung bis zur Erfolgs-Analyse nütliche Werkzeuge in sich vereint. Und auch Adobes AIR bekommt einige Überarbeitungen, die es für eine Multi-Device Welt fit machen sollen.

AIR Apps erobern die vier Screens

Zunächst wurde die nächste Version von Adobe AIR vorgestellt, die sich gezielt an die vier Screens – Desktops, Tablets, Smartphones und Fernseher – richtet. Mit Version 2.5 wird die Entwicklung von AIR-Apps für Android, Blackberry Tablet OS sowie Mac OS X, Windows und Linux als auch Samsung Smart TVs möglich sein. In der Pressemeldung erklärt ein Adobe Sprecher:

Mit Adobe AIR 2.5 sind mehr als drei Millionen Flash-Entwickler jetzt in der Lage, ein einmal entwickeltes Spiel oder eine Anwendung ganz einfach über verschiedene Application Stores und Geräte zu verteilen [...] In der Vergangenheit mussten Entwickler ihre Applikationen für jedes Gerät und jede Plattform separat anpassen. Das war aufwändig und kostenintensiv. Deshalb ist die neue Version ein großer Fortschritt.

So unterstützt Adobe AIR 2.5 beispielsweise den Beschleunigungsmesser in Smartphones sowie Kamera, Video, Mikrofoneingang, Multitouch und Gestures. "Durch die Verbindung mit Geolocation-Diensten können Entwickler standortbezogene Dienste und Anwendungen entwerfen. AIR 2.5 ist in der Lage, native Browser-Bedienelemente innerhalb einer Applikation anzuzeigen und erlaubt die Integration von HTML- und .SWF-Inhalten. Durch die SQLite-Unterstützung lassen sich Datenbanken ganz einfach innerhalb einer AIR Applikation speichern und cachen."

Digital Publishing Suite

Mit der Digital Publishing Suite soll insbesondere Verlagen ein kraftvolles Tool zur Seite gestellt werden, mittels dessen sie digitale Inhalte erstellen, veröffentlichen, optimieren und vertreiben können. Erhältlich ab Mitte 2011 sind zwei Verkaufs-Varianten geplant: eine Professional und eine Enterprise Version ab rund 700 Dollar. Laut CTO Condé Nast konnte man wesentliche Schlüsselfeatures bereits in der Praxis testen:

Durch unsere Pionierarbeit mit WIRED und The New Yorker ist Adobe in der Lage, ein Set von Workflows und Werkzeugen anzubieten, mit dem sich von den neu aufkommenden Hardware-Plattformen profitieren lässt. Darüber hinaus heben sich unsere digitalen Magazine von der Masse ab und sind damit für Werbetreibende und Leser gleichermaßen interessant [...] Ich kann mir keine spannendere Zeit vorstellen, um im Verlagsgeschäft tätig zu sein.

Spannend an der Digital Publishing Suite ist vor allen Dingen der Umfang an Tools rund um das digitale Publizieren. Verlagen wird künftig ein Komplettpaket zur Seite stehen, mit dem sie alle nötigen Werkzeuge für die Veröffentlichung digitaler Inhalte in einem Bündel haben. Es lassen sich Layouts erstellen, Inhalte einpflegen, Ausgaben vermarkten und deren Erfolg analysieren.

LiveCycle Enterprise Suite 2.5

Mit der LiveCycle Enterprise Suite 2.5 stellt man den Unternehmen schließlich ein Tool zur Verfügung, mit dem auch ihre Apps für alle Screens und Devices optimiert werden können. Adobe Sprecher Rob Tarkoff erläutert die Vorzüge von LiveCycle anhand der raschen Evolution der Devices:

Viele Unternehmenssysteme wurden nicht darauf ausgerichtet, flüssige, intuitive Onlineerlebnisse zu liefern. Das führt zu Produktivitätsverlusten bei Mitarbeitern und Kunden, die von den wenig benutzerfreundlichen Angeboten frustriert sind [...] Anwender erwarten heute im Umgang mit Unternehmensanwendungen den gleichen Standard, den sie von Online-Shopping, sozialen Netzwerken oder Reisebuchungen im Web gewohnt sind. Zudem ist es unerlässlich, ein personalisiertes Erlebnis auf dem Desktop beginnen und es problemlos auch auf mobilen Geräten fortsetzen zu können. Fortschrittliche Anbieter wissen, dass sie sich durch solche konsistenten Angebote über unterschiedliche Kanäle und Geräte hinweg wertvolle Wettbewerbsvorteile verschaffen können. Mit LiveCycle ES 2.5 und den neuen Solution Accelerators gibt Adobe Unternehmen die Möglichkeit, intuitive Erlebnisse anzubieten, die das Web in ein echtes Zentrum für Kundengewinnung, Service und Kommunikation verwandeln.

So bietet die LiveCycle Enterprise Suite ein überarbeitetes Framework zum Erstellen von RIAs. Gerade Unternehmen und Organisationen, die mit ihren Kunden über mehrere Kanäle kommunizieren, soll sich die Suite eignen. So ermöglicht sie beispielsweise Kundenkommunikation in Echtzeit sowie Prozessmanagement, Datenerfassung und weitere Services auch von mobilen Geräten aus.

Jürgen Telkmann

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