1. März 2010
Microsoft – Windows ab heute mit alternativen Browsern
Lange war es ein Thema, an dem sich Microsoft mit der Europäischen Kommission gerieben hat: Der Browserstreit. Kernproblem war, dass der vorinstallierte Internet Explorer auf Windows einen wettbewerbswidrigen Vorteil erhalte, indem er den User nicht vor die Wahl zu Konkurrenzprodukten stelle. Nun hat Microsoft die Konsequenz gezogen und bietet über das Windows Update seit heute ein Tool an, das den User zwischen zwölf Browsern vor die Wahl stellt. Es wurde für Windows XP, Vista und 7 verfügbar gemacht.
Doch in Deutschland dürften nicht einmal 50 Prozent der Windows-User vor die Qual der Wahl gestellt werden. Das Tool wird nur denjenigen angezeigt, die das automatische Windows Update aktiviert und zudem den Internet Explorer als Standardbrowser festgelegt haben. Hierzulande sind das weniger als als die Hälfte aller User – Mozillas Firefox konnte Microsofts Browser unlängst vom Thron schubsen, was die deutschen Marktanteile anbelangt.
Neben den gängigsten Browsern, wie Googles Chrome, Mozillas Firefox, Apples Safari und Opera werden noch sieben weitere Alternativen zum Internet Explorer angeboten: Sleipnir, Green Browser, Maxthon, Avant, Flock, K-meleon und Slim. Zu jedem Browser werden Kurzbeschreibungen angegeben.
Einen Vorteil wird das neue Update definitiv nach sich ziehen. Allen Usern, bei denen sich das Tool installiert und die sich für den Internet Explorer entscheiden, wird der Vorschlag gemacht, auf die neuste Version des Browsers upzudaten. Dies könnte das lang ersehnte Ende des IE 6 nachhaltig beschleunigen, zumal Google bereits angekündigt hat, diese Version ab heute nicht mehr bei der Unterstützung seiner Produkten zu berücksichtigen.
Jürgen Telkmann































