13. Mai 2009
Microsoft an Musik-Suche Seeqpod interessiert
Die Musik-Suchmaschine Seeqpod führt mit Microsoft Verhandlungen über den Verkauf von Teilen der Search Engine sowie von Unternehmensbereichen, berichtet der Chef des Unternehmens Kasian Franks gegenüber Wired. Angeheizt wird das Thema durch einen Link von der Seeqpod-Startseite direkt auf die Suche von Microsoft.
Problem nur, Seeqpod ist seit einigen Wochen offline. Die Firma wurde von Warner Music und EMI verklagt. Die Plattenfirmen werfen der Suchmaschine vor, nicht lizenzierte MP3s zum Abruf zur Verfügung zu stellen. Seeqpod sieht den Sachverhalt freilich anders: Man speichere keine Musik auf den eigenen Servern, vielmehr stelle man nur Links zur Verfügung. Damit mache man nichts anderes als Google. Dennoch musste Seeqpod Anfang April Bankrott anmelden und den Dienst einstellen.
Microsoft, so die Gerüchteküche weiter, will mit dem Seeqpod-Algorithmus seine Suchmaschine aufbessern. Angeblich sollen künftig aber keine abspielbaren MP3s gelistet werden. Vielleicht aber wäre gerade dies ein Punkt, an dem man ansetzen könnte, um Google kräftig Konkurrenz zu machen. Zumal Microsoft gegenüber der Musikindustrie genug Gewicht mitbringen sollte, um sich in Lizenzfragen letztendlich einig zu werden.
Felix Schrader


























