18. März 2010
Microsofts Leid ist Operas Freud
Das alte Sprichwort "Des einen Leid, ist des anderen Freud" scheint sich wieder einmal zu bewahrheiten. Seit Anfang des Monats ist Microsoft dazu verdammt, europäische Windows-User vor die Browser-Wahl zu stellen. Der Europäische Gerichtshof hatte dies veranlasst, da man unlauteren Wettbewerb witterete, wenn Microsofts Internet Explorer standardgemäß installiert sei. Dass die neue Browser-Wahl bei Windows greift, belegen aktuelle News aus Norwegen.
Denn Opera verzeichnet seit Anfang des Monats doppelt so viele Downloads des aktuellen Opera 10.50, als vor der markanten Einführung des Auswahl-Tools in Windows. Opera-CTO Håkon Wium Lie sieht darin eine Bestätigung des Urteils:
This confirms that when users are given a real choice on how they choose the most important piece of software on their computer, the browser, they will try out alternatives [...] A multitude of browsers will make the Web more standardized and easier to browse.
Techcrunch stellt zudem die interessante Frage, wie sich die Browser-Choice bei den anderen Browsern bemerkbar macht. Man stellte allerdings fest, dass noch keinerlei offizielle Mitteilungen über Googles Chrome, Apples Safari oder Mozillas Firefox vorliegen. Auch Microsoft lässt noch nicht von sich verlauten, ob das unfreiwillige Angebot dem Internet Explorer nun schadet oder nicht.
Jürgen Telkmann
































