
26. August 2009
Mit Crowdsourcing am Stau vorbei
Dass Crowdsourcing nicht nur eine Spielerei ist, sondern ein großartiger Baustein des Web 2.0 Marketingmixes sein kann, beweist Matias Roskos immer wieder aufs Neue. Das es dabei aber nicht immer nur um die Gestaltung eines neuen Logos oder das Design von Produkten gehen muss, zeigt nun Google. Die "Datenkrake" will ihre gesammelten Informationen dazu nutzen, Autofahrern unnötige Staus zu ersparen. Und nebenbei profitiert man von einem grüneren Image.
Google Maps wird dazu aufgebohrt, um My Location sowie um Feedback von Autofahrern als auch durch Staumeldungen ergänzt. Das Ergebnis, also der schnellste Weg von A nach B, wird Nutzer über einen speziellen Traffic Layer angezeigt.
An vergleichbaren Systemen bastelt die Automobilindustrie bereist seit Jahren, bisher ohne Erfolg. Anders als die Automobilhersteller setzt Google aber auf etwas, was inzwischen fast täglicher Begleiter eines jeden geworden ist, ein Smartphone mit GPS.
Installiert man auf seinem Handy Google Maps, funkt diese, sofern man die Funktion frei geschaltet hat, Position und Geschwindigkeit an Google Maps. Google berechnet aus den Daten dann die Verkehrsdichte und zeigt Strecken an, die man besser meiden sollte. Der Crowd wird bei all den Datenabfragen versichert: "We take the privacy concerns related to user location data seriously, and have worked hard to protect the privacy of users who share this data ...". Na dann freie Fahrt. Zumindest auf US-Highways, denn dort wird das System derzeit angeboten. Wann und ob es nach Europa kommt, hat Google nicht verraten.
Felix Schrader

































