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24. Oktober 2008

Mozilla: Firefox 3.1 geht ab wie eine Rakete

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/045657)

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Mozilla-Chef John Lilly fürchtet sich nicht vor der Konkurrenz von Google und dessen neuen Browser Chrome. Sicherlich wäre ein Leben ohne Chrome einfacher, so Lilly in einem Interview mit pressetext, doch man müsse sehen, dass Google und Mozilla trotz einiger gemeinsamer Ziele immer grundverschieden waren.

Google war und ist keine Non-Profit-Organisation. Es will die Welt zum Guten verändern, aber im Hintergrund sind da natürlich immer auch die Aktionäre. Bei Mozilla geht es hingegen einzig und allein darum, das Web und den Umgang damit zu verbessern. Dieser Unterschied wird jetzt vielleicht verstärkt wahrgenommen als früher.

Die vielerorts geäußertes Bedenken, mit der Dominanz Googles bei webbasierten Diensten könne ein ähnliches Monopol entstehen, wie man es von Microsoft im Software- und Browserbereich gewohnt war, teilt Lilly nicht.

Diese Bedenken werden von vielen Branchenbeobachtern und Medien immer wieder geäußert. Ungeachtet dessen hat Google unbestritten dazu beigetragen, die Welt und vor allem das Internet zu einem besseren Ort zu machen. Dass ein IT-Unternehmen einen neuen Browser komplett Open-Source entwickelt, zeigt wie weit wir bereits gekommen sind.

Die Zukunft indes ist ungewiss. Mozilla hat öffentlich zugegeben, dass der Weg nicht ganz klar ist. Ein für viele sicherlich schockierendes Statement. Mit der neuen Unterorganisation Mozilla Messaging seien aber die Weichen neu gestellt, so Lilly. Einerseits werde der Desktop-Client weiterentwickelt und um Kalender- und Suchfunktionen ergänzt. Anderseits wolle man auch experimentellere Kommunikationsansätze, wie im Projekt Snowl dargelegt einfließen lassen. Und auch einen mobilen Browser soll es geben.

Die Entwicklung geht dahin, dass der mobile Browser eine Entsprechung des Desktop-Browsers sein wird – mit allen Erweiterungen und Personalisierungsmöglichkeiten. Mit unserer mobilen Firefox-Version Fennec wollen wir im Laufe des nächsten Jahres hier ein kräftiges Lebenszeichen abgeben. Teil dieser Entwicklung bei Mozilla wird sein, dass besuchte Seiten und Bookmarks, aber auch persönliche Einstellungen, geräte- und plattformübergreifend synchronisiert werden können.

Vielleicht viel wichtiger jedoch, die neue Version 3.1 von Firefox.

Der neue Browser geht ab wie eine Rakete. Ab der Beta 2, die in den nächsten Wochen erwartet wird, werden wir die TraceMonkey-Engine standardmäßig freischalten. Im Java-Script-Bereich sind wir damit zehnmal schneller als der neue Internet Explorer 8. Die nächste Beta wird auch die Funktion "Private Browsing" inkludieren, die auf Wunsch die Aufzeichnung der eigenen Browsernutzung im Verlauf und Cache stoppt. Dazu kommen neue Technologien, die für Entwickler von Webseiten interessant sind, wie die Unterstützung des Open Video Formats und möglicherweise die Integration von einigen experimentellen Features aus unseren Mozilla Labs.

Felix Schrader

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