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22. Juli 2011

Niemand will StudiVZ kaufen

(Link zum Artikel: http://www.createordie.de/cod/news/059841)

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Es war die Hoffnung auf ein Riesengeschäft, die den Georg von Holtzbrinck Verlag dazu bewegt hatte, das deutsche soziale Netzwerk StudiVZ vor vier Jahren für über 85 Millionen Euro zu kaufen. Erfolgreich weiterverkaufen konnte der Verlag StudiVZ aber bisher nicht, jetzt gibt das Unternehmen erst einmal auf, nach einem Käufer zu suchen.

Weder aus dem In- oder Ausland soll es akzeptable Angebote gegeben haben. Konzernchef Stefan von Holtzbrinck hat die Investmentbank Goldman daher nun angewiesen, nicht mehr nach einem Käufer zu suchen. Das Netzwerk war im Vergleich zu Facebook über die letzten beiden Jahre weit zurückgefallen und die Mitgliederzahl schrumpft weiter beständig. Dennoch soll in diesem Jahr mit StudiVZ sogar Gewinn eingefahren werden, wie es in der aktuellen August-Ausgabe des manager magazin heißt. In der Vergangenheit dürfte dies weniger der Fall gewesen sein.

Aufgeben will der Verlag das Netzwerk aber nicht und plant daher in den nächsten drei Monaten einen Relaunch der Website. Doch ob das wirklich helfen kann gegen die Übermacht von Faceboook? Aus der Führungsebene von Holtzbrinck heißt es: "Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt."

Lukasz Konieczny

Kommentare
Gravatar Rob 22.07.2011
um 09:34 Uhr
Es leben Google+! #zitieren
Gravatar verpixelt 22.07.2011
um 09:47 Uhr
Denken die wirklich, dass ihnen ein relaunch gegen fb und g+ helfen wird? Ich glaube nicht Tim! #zitieren
Gravatar Chris 22.07.2011
um 10:01 Uhr
Irgendwie traurig, was da dran hängt. Wie Facebook einfach alles in den Boden stampft. #zitieren
Gravatar Micha 22.07.2011
um 10:28 Uhr
Irgend wie kein Wunder, das die Leute weglaufen. Bei vielen Social Plattformen findet doch nur noch eine Nachahmung von FB stat.
So ja auch bei Studi / Mein VZ, siehe "gefällt mir" Knopf unter Bildern.
Man kann zwar auch "gefällt mir nicht" klicken. Aber in Grunde versuchen die nur noch ähnlich FB zu sein. Wenn die wirklich Studi auf lange Sicht sichern und gewinnbringend behalten wollen muß ein Konzept her, was schlicht und einfach ist, nicht so nen Mist wie "Buschfunk"...
#zitieren
Gravatar Harald 22.07.2011
um 10:31 Uhr
Also ich denke, die einzige Chance für die VZs liegt in einer starken Lokalisierung - mit speziellen Angeboten für Regionen, Städte, Dörfer etc. und stark auf den Dt. Markt zugeschnitten - Dort ist Facebook nicht so gut aufgestellt, das im Prinzip nur ein Sammelbecken ist für Menschen aus aller Welt, die sich gegenseitig mit Social Games und Katzenfotos auf die Nerven gehen wollen. #zitieren
Gravatar Bas 22.07.2011
um 12:17 Uhr
Harald:
Dort ist Facebook nicht so gut aufgestellt, das im Prinzip nur ein Sammelbecken ist für Menschen aus aller Welt, die sich gegenseitig mit Social Games und Katzenfotos auf die Nerven gehen wollen.


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Top Kommentar der Woche
Gravatar Reymond 26.07.2011
um 16:26 Uhr
Alles eine Frage der Zeit. Klar wird jetzt erst mal der große Facebook-Boom kommen und viele kleinere Netzwerke vom Fenster schubsen. Aber kann mir nicht vorstellen, dass FB dann für immer an der Spitze bleibt. Spätestens die Grundschüler von jetzt haben garantiert keinen Bock ihr Leben im gleichen Netzwerk zu verewigen wie ihre Eltern. Also wird wieder ein neues Netzwerk bevölkert. Mit Netzwerken lässt sich Geld verdienen, darum wird es auch immer Neue geben, egal ob Zielgruppen-unspezifisch wie Facebook oder Interessen-bezogen. Das ist denke ich einer der Punkte, mit denen sich das VZ aus dem Rennen katapultiert hat: Nicht alle identifizieren sich als Student und selbst die viel zu späte Einführung von MeinVZ hat da nichts mehr retten können. Einfach zu intellektuell für die breite Masse ;-) #zitieren
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